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Autor Thema: Fleuzer: Diesel-Antriebsanlage  (Gelesen 6791 mal)
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Peter K.
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« Antwort #15 am: 22 September 2005, 23:23:47 »

Hallo zusammen!

Zunächst möchte ich mich für die bisherigen Reaktionen auf mein Mammut-Posting bedanken, auch wenn RALF nicht unbedingt nachrechnen mag ...
wink

@ ALEX
Es ist für mich als technischen Laien ohne vorheriges, intensives Studium meiner Literatur im Moment leider aus zeitlichen Gründen nicht möglich, eine Turbinen- oder Mischanlage zu berechnen - ich bitte um Verständnis!
Vielleicht kann ich´s in nächster Zukunft noch nachholen!

@ SCHARNHORST
Herzlichen Dank für die interessanten Links - die 1937er-Ausgabe des Maschinenkundeleitfadens und der Leitfaden für den Motorenunterricht von 1936 sind in meinem Besitz und durchaus lesenswert!

@ SCHIFFBAUER
Besonderen Dank für deinen wertvollen Hinweis auf die möglichst einfache Wartbarkeit jeder Maschinenanlage! Diese ist insbesondere für unseren Fleuzer mit seinen langen Einsatzperioden von emminenter Bedeutung!
Meine (laienhaften) Vorstellungen gehen von der Annahme aus, dass sowieso nur sehr, sehr selten mit Höchstfahrt gefahren wird (werden muß)und damit regelmäßige Wartungsintervalle von beispielsweise zwei Haupt- und dem dazugehörigen Hilfsmotor relativ leicht einzuhalten sind. Die Auswirkungen des Ausfalls von zwei Motoren auf die Höchstgeschwindigkeit sind ebenfalls marginal! Im übrigen halte ich die Dieselanlage bei einer gut geschulten (Kriegsschiff-)Besatzung für wesentlich betriebssicherer als eine reine Turbinen- oder eine Mischanlage, vielleicht auch noch mit den bekannten Problemen der Höchstdruckkessel!
Soweit meine Gedanken dazu ...

Gute Nacht
Peter K.
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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harold
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« Antwort #16 am: 23 September 2005, 02:03:44 »

Servus Peter,
ich nehme an, du hast -wie ich- im "Abteilungs"-thread die nicht ungewichtigen Einwände gegen einen sehr langen Maschinenraum ebenso ernst genommen wie ich.
Momentan spiele ich mich mit der Einbauhöhe der Motoren, der Sekundär- und Hilfsaggragate, um bei 7m Höhe eine halbwegs brauchbare Be- und Entlüftung rauszubaldowern. Unter 7.8 m krieg ichs nie hin...
Wie gehst du damit um?
-Sobald ich eine halbwegs brauchbare Idee habe, stell ich dazu ne Skizze rein; derzeit bin ich jedoch am Plafond.
Ciao,
Harold
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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« Antwort #17 am: 23 September 2005, 09:27:00 »

@Peter:

Im Buch: Mike J. Whitley: Dt. Kreuzer im 2WK gibts einen Langsschnitt durch die Nürnberg (u.a.), wo auch die Maschinenanlagen zu erkennen sind. (ich habe meine Turbinenanlage bewusst an diesem Schiff angelehnt.)

Die Lange des Maschinenraumes (2Turbinen, 6 Kessel - 5 Räume) beträgt ca. 64-65 Meter (Breite: ca. 16Meter). Ich würde noch einen Turbinensatz und einen Kessel für die Leistung benötigen, dafür hab ich eine Breite von ca. 20-21 Meter. Zusätzlich die vier Grossdiesel und Hilfsmaschinen.

Die Gesamtlänge "meines" Maschinenraumes wäre in etwa die gleiche, wie bei eurem.

Der Abzug der Kessel würde ich in einem Schornstein vereinigen, und diesen dann auf dem Kommandoturm platzieren, die Diesel würden einen kleineren "Auspuff" weiter achtern erhalten (japanische Variante?)


mfg

alex
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Keine Panik! Wir werden sie schon demoralisieren!
harold
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« Antwort #18 am: 26 September 2005, 11:30:06 »

Servus allerseits!
Wie versprochen, hier das Ergebnis meines "Sonntag-Abend-Rotweins" (die komplette Auslegung der Abteilungen ist in
http://forum-marinearchiv...ffbae132e1a4541fcdab#6776
reingestellt).

Maschinenraumdimensionen 68.5m x max. 14.7/ vorn 13.8/achtern 11.2m x 7.8m Höhe.
Von achtern:
2 Hauptmotore, Hilfsmotor, Generator
Getriebe, Kupplung, Lager, Getriebe,
2 HM, 2 HlfM,
2 HM, 2 Gen,
Lager, Kupplung, Getr.,
4 HM,
2 HM, 3 HlfM, 3 Gen.

Abgasführungen sind braun eingezeichnet (Durchmesser je1.1m =^ 0.95m²); die Zuluftführungen und Frischungen möglichst kurz (blau eingezeichnet).

Soweit mal ein erstes Schema.

Bitte um Kritik und Anregung!

MfG
Harold
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Ralf
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« Antwort #19 am: 26 September 2005, 14:59:31 »

WOW! Mehr fällt mir nicht ein... Ich glaube, wenn Ihr das Geld hättet, dann würdet Ihr den Fleuzer 1:1 realisieren...
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Gruß
Ralf
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harold
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« Antwort #20 am: 26 September 2005, 18:06:12 »

...und wenn ich die Geduld habe, Ralf,
dann als dreischichtiges Modell (unter Panzerdeck - Hangardeck - Flugdeck) in schlappen 1:700  Smiley
Ciao,
Harold
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« Antwort #21 am: 27 September 2005, 07:32:41 »

@ Ralf

vielleicht sollten wir beide schon mal das Büro zum anheuern eröffnen?
allerdings nur unter der Bedingung, mit zur Mannschaft zu gehören  evil (wir Weicheier, mitmachdürfer!)  cheesy

Grüße

Dirk
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Ralf
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« Antwort #22 am: 27 September 2005, 12:35:35 »

Weicheier? Wir?

Nene, man nennt mich auch den Geisterfahrerüberholer!
So ein Fleuzer gibt es übrigens auch bei Navyfield.com ... Ojoro oder so... Mieses Ding!
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Gruß
Ralf
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Gorch Fock
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« Antwort #23 am: 27 September 2005, 13:12:31 »

Ralf,
sei so gut und gib mal n direkten link. Find das Ding nicht, bin aber interessiert an der parallel-Entwicklung!
Ciao,
Harold
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« Antwort #24 am: 27 September 2005, 13:13:36 »

@Ralf,

"Oyodo" !! Dazu noch "Mogami" möglich!

@harold,

eigentlich nix "Fleuzer". Selbe Version wie die umgebaute "Mogami" oder "Ise" und "Hyuga".

http://www.trainworld.us/.../ship_chart2/English_New/

Im Fenster gibt's die japanische Flagge, anklicken und dann im Tree "Agano" suchen und anklicken.
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Servus

Thomas

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« Antwort #25 am: 03 Oktober 2005, 23:20:19 »

Hallo Schiffbauer: Wie waren die Erfahrungen mit den Dieselanlagen bei Graf Spee, waren die so Wartungs aufwändig und unzuverlässig? MFG: WILLI RT:
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Ralf
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« Antwort #26 am: 04 Oktober 2005, 09:58:11 »

Guckts Du hier, harold:





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Ralf
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harold
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« Antwort #27 am: 04 Oktober 2005, 11:31:50 »

Wollwoll, Du Spiele-Süchtling Smiley

Die realen Umbauten kenn ich ja alle, habs auch brav studiert auf ihre Schwachstellen hin.
Nur "ojodo" war mir nicht bekannt.
MfG
Harold

.PS ...wird Zeit, dass Schiffbauer zurückkommt, dann wirds wieder a bissl mehr "on topic"!  
Die Rauchgasführungen hab ich inzwischen noch optimieren können.
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« Antwort #28 am: 04 Oktober 2005, 16:30:12 »

So, da bin ich wieder, allerdings nur für diese Woche, dann bin ich wieder weg.

Nun muß ich allerdings das alles lesen, was in meiner Abwesenheit so geschreibselt worden ist.

@ Snuffy

Also, die Dieselanlagen auf den Panzerschiffen war anfangs sehr anfällig und damit wartungsintensiv. Besonders auf "Deutschland" lief es am Anfang nicht so gut. (Das war ja auch das erste Großkampschiff mit reinem Dieselantrieb). Die Jungs mit den öligen Handen (damit meine ich die Maschinisten) mußten ja auch erst die notwendigen Erfahrungen sammeln. Auch waren die Dieselfundamente bei "Deutschland" nicht den Anforderungen entsprechend ausgelegt, so dass es zu Rissen etc kam.
Bei den 2 anderen Panzerschiffen lief es dann ganz ordentlich, so dass der Dieselantrieb als durchaus interessante Alternative zum (Hochdruck-) Heißdampfturbinenantrieb sich etablierte. Siehe auch die Dieselantriebsstudien, die damals für die verschiedensten Projekte durchgeführt wurden. Allerdings standen damals noch nicht die eigentlich notwendigen (hohen) Zylinderleistungen zur Verfügung, so dass man immer mit einer größeren Anzahl von Dieselmaschinen arbeiten mußte (siehe unser Fleuzer !), was die Angelegenheit, besonders die räumliche Anordnung der Antriebsanlage erschwerte. Siehe ebenfalls unser Fleuzer, wo wir eine sehr lange Antriebsanlage haben, die ja auch ein hohes Risiko bezüglich Trefferwahrscheinlichkeit und Ausfall der Anlage hat!
Ganz abgesehen von dem hohen Wartungsaufwand (siehe meine ursprüngliche mail weiter oben)
Gruß
Schiffbauer
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« Antwort #29 am: 04 Oktober 2005, 16:40:58 »

@ Harold, servus !

Da hest Du ja ganz toll gezaubert, was die Abgasanlage angeht!
Nur eine kleine Bemerkung :
Unsere Maschinenbauer haben immer große Bauchschmerzen, wenn die Abgasleitungen von kleineren Dieseln mit größeren zusammengelegt werden sollen (wie in Deinem Entwurf) Grund sind die Abgasgegendrücke des großen Diesels, die den kleinen in die Knie zwingen können, da der sein Abgas nicht mehr loswerden kann. Deshalb werden (auch heute noch!) die Abgasleitungen getrennt ausgeführt.
Das führt natürlich in dem zur Verfügung stehenden Platz unterhalb des Panzerdecks zu einem fürchterlichen "Spargelsalat", das sehe ich ein !

Gruß
Schiffbauer
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