Forum Marinearchiv
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Autor Thema: russischer Atomschrott  (Gelesen 7771 mal)
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Warjag
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« Antwort #15 am: 24 Juli 2006, 00:16:55 »

Moin moin
Zitat
glaube auch ich ein gekentertes Schiff zu erkennen
und hast Du, natürlich, recht  wink Das ist ein Hilfsschiff der NM-Flotte, das schon seit Jahren gekentert ist. Irgendwo habe ich seinen Namen und sein Foto gespeichert, aber schon vergessen, wo Smiley
Der FlgZgTr ist ja "Kuznecov" (was sonst?  cheesy), das U-Boot (Bild 2) - Delta III / IV.

Und noch ein Paar Bilder.
Das ist eigentlich Subj Smiley und zwar der Schrott


Und das ist noch kein Schrott Smiley




Was das Bild 6 betrifft: keine Ahnung
Könnte jemand sagen, wann diese Fotos gemacht wurden?
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Schöne Grüße,
Dmitrij
Tri
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« Antwort #16 am: 24 Juli 2006, 01:10:42 »

Hallo,

das ist wirklich interessant diese Aufnahmen. Was heutzutage alles möglich ist, in den 80er Jahren war so was Top Secret.  cool

Sind bei diesen U-Booten schon die Reaktorabteilungen abgetrennt? Schwimmen die etwas vor den Booten?


Ausschnitt von Bild 3


Grüße
Tri
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Warjag
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« Antwort #17 am: 24 Juli 2006, 01:16:11 »

Zuerst, was für U-Boote sind das? wink
« Letzte Änderung: 24 Juli 2006, 01:18:33 von Warjag » Gespeichert

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Dmitrij
Tri
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« Antwort #18 am: 24 Juli 2006, 01:42:25 »

Hallo,

vielleicht sind es Boote der Victor (III) Klasse (Projekt 671).


Grüße
Tri 
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Warjag
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« Antwort #19 am: 24 Juli 2006, 02:06:59 »

Moin,

Nö. Ich glaube nicht. Sie erinnern an etwas ganz besonderes oder? Wink
Kleiner Tip:
in Google kann man diese U-Boote messen. Ich habe versucht und folgende Ergebnisse bekommen: die Länge ist etwa 170 m, die Breite ist ca. 23 m. Ein Fall für das "Neue Schiffsrätsel" Smiley
« Letzte Änderung: 24 Juli 2006, 02:11:20 von Warjag » Gespeichert

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Dmitrij
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« Antwort #20 am: 24 Juli 2006, 03:01:01 »

Hallo,

ja du hast recht. Es sind Typhoons (941). Das erklärt auch die Heckpartie, da ist nix abgeschnippelt sondern die fällt ja ziemlich ab bei den Typhoons.


Quelle: Wikipedia

und hier Wikimedia (Titel: satellite image of three Typhoon class submarines)   Tanzen
http://wikimapia.org/#y=6...&z=16&l=0&m=h


Grüße
Tri

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rosenow
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« Antwort #21 am: 24 Juli 2006, 17:54:31 »

Moin moin
Könnte jemand sagen, wann diese Fotos gemacht wurden?

Hallo Warjag,
 das Alter der Aufnahmen schätze ich auf mehr als drei Jahre. Warum?
Diese beiden folgenden Schiffe „Frieden“ und  „Georg Büchner“ lagen zur IGA im Jahr 2003 nicht mehr zusammen an diesem Liegeplatz.
So nehme ich an, dass alle anderen Aufnahmen auch mehr als 3 Jahre alt sind.


So lagen sie, wenn ich mich nicht irre, zum letzten mal im Jahr 2002.
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mit freundlichen Gruß
Michael


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Die Lebenden.
Die Toten.
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Hein Schonder
Warjag
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« Antwort #22 am: 24 Juli 2006, 22:28:30 »

Danke, rosenow

selbst habe ich auch so gedacht.

Dann noch ein sozusagen Halb-Schrott:



Weil die Fotos nicht junger als 3 Jahre alt sind, kann ich vermuten, dass die "Typhoon" neben der "Admiral Gorshkov" die "TK-202" ist.
« Letzte Änderung: 26 Juli 2006, 00:25:13 von Warjag » Gespeichert

Schöne Grüße,
Dmitrij
Warjag
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« Antwort #23 am: 24 Juli 2006, 22:57:39 »

Ach ja, habe gefunden. Das weiße Schiff, das auf dem Bord liegt ist die "ENS-254" (wenn ich mich nicht irre, ist das Projekt 440).
« Letzte Änderung: 26 Juli 2006, 00:22:54 von Warjag » Gespeichert

Schöne Grüße,
Dmitrij
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« Antwort #24 am: 06 Februar 2007, 12:44:52 »

Hier mal einige weiterführende Links zur deutsch-russischen Zusammenarbeit bei der Entsorgung des Atomschrotts:
http://www.bmwi.de/BMWi/N...ation/root,did=26688.html

Darauf gekommen bin ich durch eine Broschüre des BMWI, welche einer Buchbestellung bei Collectio Navalis beilag (vielleicht solltest Du dort doch mal wieder was bestellen, Wilfried... grin).
Leider habe ich keine Genehmigung erhalten, sie einzuscannen, aber nun habe ich sie auch als PDF gefunden (473 KB):
http://www.bmwi.de/BMWi/R...i,sprache=de,rwb=true.pdf
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Schöne Grüße
Thorsten
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Leutnant Werner
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« Antwort #25 am: 04 Juni 2007, 13:42:04 »

Aus der Wirtschaftswoche Nr. 22 vom 26.05.2007:

U-Boote in Scheiben
Wie Rußland mit deutscher Hilfe seinen nuklearen Schrott aus der Zeit des kalten Krieges beseitigt

Seit dem Ende des Kalten Krieges kann Russland auf einen Großteil seiner kostspieligen Atom-U-Boot-Flotte verzichten - über 150 von einstmals 300 Unsterseebooten wurden in den vergangenen zehn Jahren außer Dienst gestellt. Während konventionelle Schiffe in einer Werft relativ zügig abgewrackt werden, müssen atomar getriebenen Schiffe wie ausgediente Kernkraftwerke behandelt werden.
Entsprechend zeitaufwendig und teuer ist auch deren Verschrottung. Aus Geldnot ließ Russland jedoch die U-Boote zunächst auf Reede liegen oder versenkte sie samt Reaktor im Meer. Allein in der Sajda-Bucht, etwa 60 km nördlich von Murmansk, gammelten so jahrelang über 40 Atom-U-Boote als "tickende Zeitbomben" vor sich hin. Die Bewohner der norwegischen Stadt Kirkenes - nur 45 km von der radioaktiven Müllhalde entfernt - lebten in  der ständigen Furcht vor einer Verstrahlung der Region.

Abhilfe brachte 2003 der G8-Gipfel in Evian und der Start eines deutsch-russischen Projektes zur Beseitigung der Altlasten des Kalten Krieges. Die Energiewerke Nord, die seit Anfang der 90er Jahre Erfahrungen mit dem Abbau sowjetischer Atomreaktoren sammelte, bekam den Auftrag für die Entsorgung von 117 Atom-U-Booten, die Russland im Nordmeer aus dem Verkehr gezogen hatte. Die Bundesregierung stellte 300 Millionen Euro für den Aufbau eines Entsorgungszentrums in Murmansk zur Verfügung.

Mittlerweile sind über die Hälfte der Boote gesichert. Die Rohrleitungen der  Atomreaktoren wurden auf dem Gelände der Nerpa-Werft abgetrennt und die Öffnungen verschweißt. Anschließend wurde der Bootsrumpf mit Bandsägen in 10 bis 11 Sektionen zerlegt. Eine davon enthält die beiden Reaktoren, die einst für den Antrieb der Kampfschiffe sorgten. Diese werden auf einem betonierten, über 5 Hektar großen Lagerplatz 70 Jahre lang gelagert. Danach soll die Strahlung soweit abgeklungen sein, dass die Teile ohne Schutzmaßnahmen zerlegt und in einem Eisenwerk eingeschmolzen werden können. Die nicht strahlenden Sektoren werden direkt eingeschmolzen.

"Das ist das Schlüsselprojekt für die Entsorgung unserer Atom-U-Boote", sagt Anatoly Varnavin vom Kurtchatov-Institut, der Projektleiter auf russischer Seite. "Mitt unserer Technik lässt sich die Strahlenbelastung des Personals minimieren", sagt der Energie-Werke Nord-Geschäftsführer Dieter Rittscher. "Außerdem geht die Entsorgung um ein Vielfaches schneller, als wenn die Reaktoren mit fernbedienten Werkzeugen zerlegt würden.

Autor: Wolfgang Kempkens

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« Antwort #26 am: 04 Juni 2007, 13:55:03 »

http://forum-marinearchiv...index.php/topic,41.0.html
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« Antwort #27 am: 04 Juni 2007, 14:39:04 »

Klar, dass  das hier im Forum schon mal Thema war - ich war aber zu faul zum Suchen. Ich habe den Artikel nur als Wasserstandsmeldung reingestellt, und weil beschrieben wird, wie sie die Boote verschrotten. Kannst die Beiträge ja in den vorherigen Thread verschieben, Kalli!
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« Antwort #28 am: 04 Juni 2007, 15:03:34 »

Zusammengeführt!  Matrose gruesst
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« Antwort #29 am: 01 April 2009, 18:33:54 »

Passend zum Thema Schrott:

Der Turm der Kursk ist jetzt wohl auf einem Schrottplatz gefunden worden, statt als Mahnmal zu dienen wie urspründlich geplant:

 Pfeil http://www.spiegel.de/pan...ama/0,1518,616662,00.html
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Thorsten
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