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Autor Thema: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste  (Gelesen 753 mal)

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Offline halina

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Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« am: 12 Mai 2018, 17:11:01 »
Es geschah in der Nacht des 12. Mai 1918 , als das deutsche U-Boot  U 103 zusammen mit anderen Booten auf
einen Konvoi angesetzt wurde der westlich des Ärmelkanals  lief und dabei aufgetaucht in einer Entfernung von
ca. 500 meter von dem britischen Truppentransporter RMS  "Olympic" entdeckt wurde . U 103 hatte wohl in der
Dunkelheit das abgeblendet fahrende Schiff zu spät entdeckt und versuchte im letzten Moment noch durch eine
Alarmtauchung zu entkommen , doch der Olympic gelang es durch ein waghalsiges Manöver das U-Boot auf der
Backbordseite zu rammen , wobei der Druckkörper und die Brücke schwer beschädigt wurden , das Boot versank
in den Fluten und mit ihm 10 Besatzungsangehörige .
Am gleichen Tag ging auch noch verloren das Küsten-U-boot  UB 72 , welches seltsamerweise durch das britische
U-Boot D 4  durch Torpedotreffer versenkt wurde , hierbei gab es leider auch 34 Tote zu beklagen .

                                                                                                                                           halina

Im Anhang noch einige Fotos ,

Bild #  1  Die  "Olympic" mit der "Titanic"  auf der Werft in Belfast liegend in weiss am 1.10. 1910 kurz vor dem
               Stapellauf am 20.10. ,  Länge 269 meter , 45.324 BRT ,  59.000 WPS ,  23,0  Kn

Bild #  2  Der Steamer im Hafen von New York Juni 1911

Bild #  3  Die "Olympic" mit Tarnanstrich als Truppentransporter 1915

Bild #  4  Ein Foto von SM U 102 , ein Schwesterschiff von U 103 , Indienststellung Juli 1917 , 750 t ü.W. 68 m lang
« Letzte Änderung: 12 Mai 2018, 19:47:25 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Schorsch

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #1 am: 13 Mai 2018, 00:47:03 »
Hallo halina!

Du wähltest als Thema für den von Dir angestoßenen Thread, dass die Verluste von U 103 und UB 72 besondere Verluste gewesen seien. Allerdings waren weder das Rammen eines U-Bootes noch das Torpedieren durch ein anderes U-Boote als Verlustursache Einzelfälle. Auch dass Boote ein gemeinsames Untergangsdatum haben, ist kein rechtes Alleinstellungsmerkmal. Was also ist das Besondere an den Verlusten von U 103 und UB 72?

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Offline halina

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #2 am: 13 Mai 2018, 18:11:08 »
Moin Schorsch ,

Danke für Deine Stellungnahme aus der zu entnehmen ist , dass Dir weitere Parallelfälle dieser Ereignisse aus dem
WK I  bekannt sind . Leider kenne ich nur diesen Fall , dass ein Passagierschiff  ( hier ein Truppentransporter) einen
Angriff auf ein deutsches U-Boot führt und dieses durch Rammstoss versenkt .
Es wäre sehr schätzenswert , wenn Du hierzu als Ergänzung über weitere Vorfälle dieser Art berichten könntest .

                                                                                                                                              Grüsse  halina
                                                                                                                                           
« Letzte Änderung: 13 Mai 2018, 18:42:08 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
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                      Phil Borman

Offline beck.Schulte

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #3 am: 13 Mai 2018, 19:24:01 »
Herr Halina, fangen Sie bitte an, Ihre „kaiserlichen „  Beiträge in Forum sachlich richtig ein zustellen. Dies bevor Sie anderen solches abverlangen. Versuchen Sie bitte nicht Ihre  2. und 3. Hand Internetweisheiten (Wiki) noch eine persönliche Note zu geben. Das Ergebnis ist meist ein diffuses Durcheinander und zeigt , dass es Ihnen an grundsätzlichem Wissen fehlt. . Wie auch in diesem Fall.
Sie schreiben , dass ein Verband von U-Booten auf einen bestimmten Konvoi angesetzt wurde.
 Der Auftrag war ein etwas anderer und ist oft beschrieben.   Besonders was  Paul G. Halpern, über das Ereignis zu berichtet weiß.  Die „Olympic“ war ein  gesicherter Einzelfahrer. Ob nun durch großes oder kleines Schiff,ob das nun ein Kohlendampfer oder die Titanic war, ist doch von der Sache her gleich. Und es traf einige Boote.
Und nun erklären Sie mir bitte mal dies “ Küsten-U-boot  UB 72 „.  Der Typ UB III ein Küstenfahrer ?   

Hier das Original Wiki ( was auch fehlerhaft ist)  ...m Mai 1918 bildete U 103 zusammen mit U 46, U 55, U 70 und U 94 eine Kampfgruppe, die einen Geleitzug im westlichen Ärmelkanal angreifen sollte. In der Nacht auf den 12. Mai 1918 wurde U 103 im Kanal von dem britischen Passagierschiff Olympic gesichtet, das US-amerikanische Truppen nach England brachte. In der Dunkelheit bemerkte die Besatzung von U 103 das große Schiff zu spät, um sich in eine günstige Schussposition zu bringen. Die Olympic steuerte die aufgetaucht fahrende U 103 direkt an. Das eingeleitete Alarmtauchen misslang. U 103 wurde gegen 4 Uhr auf der Position ♁49° N, 5° W gerammt. Eine Heckschraube der Olympic beschädigte den Turm und den Druckkörper des bereits getauchten U-Boots, das daraufhin aufgegeben werden musste. 35 U-Bootfahrer, darunter der Kommandant, wurden später durch den US-amerikanischen Zerstörer USS Davis gerettet. Zehn Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.[9]
« Letzte Änderung: 14 Mai 2018, 11:01:42 von beck.Schulte »

Offline Manfred Heinken

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #4 am: 13 Mai 2018, 19:59:56 »
Moin zusammen,
wir sollten die 3. Schwester der White Star Linie, die "Britannic" nicht vergessen.
Als Passagierschiff ist sie gar nicht erst in Fahrt gekommen. Die Navy hat sie als HMS "Britannic"
in Dienst gestellt und im Mittelmerr als Lazarettschiff eingesetzt.

Sie wurde sehr wahrscheinlich von einer Seemine, die vom deutschen Uboot U 73 unter Kapitänleutnant Gustav Siep gelegt wurde, versenkt.

Erst !976 wurde das Wrack der "Britannic" von dem Forscher Jacques Cousteau in 170 m Tiefe entdeckt.
Ob das alles so richtig berichtet worden ist, ist noch nicht ganz geklärt.

Viel Glüch ist den 3 Traumschiffen auf See ja nicht beschieden worden.

Beste Grüße
Manfred Heinken

Quelle hierfür WK 14. 08. 1999
Foto aus meiner Sammlung, gemeinfrei.



Offline beck.Schulte

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #5 am: 13 Mai 2018, 20:33:01 »
Herr Heinken, bitte keine neue Baustelle. Die Britannic lief auf eine Mine von U73 Herrn Sieß. Was den sonst?


Offline Schorsch

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #6 am: 13 Mai 2018, 21:08:44 »
Hallo halina,

es ist immer etwas unfair, wenn Spielregeln erst festgelegt werden, nachdem das Spiel schon begonnen hat. Aber gut, schauen wir, welche von Kaisers U-Booten unter die Räder den Kiel von zivilen Schiffen gekommen sind:
  • UB 36, versenkt am 24.05.1917 durch Rammstoß vom französischen Dampfer MOLIÈRE,
  • U 49, versenkt am 11.09.1917 durch Rammstoß vom britischen Dampfer BRITISH TRANSPORT,
  • U 95 (bzw. stattdessen auch U 93 möglich), versenkt am 07.01.1918 durch Rammstoß vom britischen Dampfer BRAENEIL,
  • UB 78 (bzw. nach neueren Untersuchungen UC 78), versenkt am 09.05.1918 durch Rammstoß vom britischen Truppentransporter QUEEN ALEXANDRA und der lieben Vollständigkeit halber auch noch einmal genannt
  • U 103, versenkt am 12.05.1918 durch Rammstoß vom britischen Dampfer OLYMPIC

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
« Letzte Änderung: 13 Mai 2018, 21:32:36 von Schorsch »
'Judea, London. Do or Die.'

Offline halina

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Re: Vor 100 Jahren zwei besondere U-Bootverluste
« Antwort #7 am: 14 Mai 2018, 11:15:45 »
Moin Schorsch ,

Für die Einstellung von Angaben über weitere Versenkungen von deutschen U-Booten durch Rammstösse die mir
nicht bekannt waren . möchte ich mich bei Dir herzlich bedanken .
                                                                                                                                       
                                                                                                                                    Grüsse  halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
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                      Phil Borman