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Autor Thema: Nationalhymne  (Gelesen 1841 mal)

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Offline Smutje Peter

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Re: Nationalhymne
« Antwort #15 am: 05 März 2018, 10:31:34 »
Was mich jetzt wundert, dass die Dame noch nicht für die Gleichstellung der Frau im Islam kämpft. Also Kopftuchzwang für den Iman, Frauenquote für Muezzine usw.

(keine Angst ich nehme mich auch selbst nicht immer ernst  :lol:)   
Gruß

Peter aus Nürnberg

Offline chattius

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Re: Nationalhymne
« Antwort #16 am: 05 März 2018, 11:02:48 »
Die Römer hatten es einfach: patria. Ein weibliches Vaterland
 
Am Familientisch war die Älteste der Meinung dass man bei der deutschen Nationalhymne nicht aufhören sollte: DAS Land der Freien und der Tapferen sollte in EIN Land umgeändert werden. Das DAS würde bedeuten dass alle anderen Länder von DEM Land unterdrückt werden dürften um das Alleinstellungsmerkmal  zu erhalten.
Also Verbot aller Hollywoodfilme mit der diskriminierenden Nationalhymne, keine Sportübertragung mit der US Hymne... warum Strafzölle, Verbot der Hymne tut mehr weh.

Ich bin politisch unkorrekt aufgewachsen statt Gimpel Dompfaff und statt Löwenzahn Pfaffekopp (weil er so aussieht wenn man die Pusteblume angepustet hat). Die Mundart soll gefördert werden - wie kann man das politisch korrekt auch nur ansatzweise erreichen ;) Wird mein Mundartverein verboten?

Offline Tostan

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Re: Nationalhymne
« Antwort #17 am: 05 März 2018, 11:20:26 »
Die Römer hatten es einfach: patria. Ein weibliches Vaterland

 
Das Vaterland war weiblich, aber allgemein hatten die Frauen da nix zu melden, ähnlich wie heutzutage im Islam. 

Die Mundart soll gefördert werden - wie kann man das politisch korrekt auch nur ansatzweise erreichen ;) Wird mein Mundartverein verboten?

Da fand ich neulich die Rede von Johann Saathoff im Bundestag klasse - aber Platt ist ja auch keine deutsche Mundart sondern eine Sprache :)

Offline Götz von Berlichingen

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Re: Nationalhymne
« Antwort #18 am: 05 März 2018, 11:30:08 »
Die Römer hatten es einfach: patria. Ein weibliches Vaterland
 
Am Familientisch war die Älteste der Meinung dass man bei der deutschen Nationalhymne nicht aufhören sollte: DAS Land der Freien und der Tapferen sollte in EIN Land umgeändert werden. Das DAS würde bedeuten dass alle anderen Länder von DEM Land unterdrückt werden dürften um das Alleinstellungsmerkmal  zu erhalten.
Also Verbot aller Hollywoodfilme mit der diskriminierenden Nationalhymne, keine Sportübertragung mit der US Hymne... warum Strafzölle, Verbot der Hymne tut mehr weh.

Dabei wird übersehen, daß diese Fehlinterpretation nur in der Sprache der Täter möglich ist. In der Sprache der Befreier_Innen hingegen ist dies ganz und gar unmöglich. Somit wird es sich nicht vermeiden lassen, die Sprache der Täter abzuschaffen.

Dazu sähe ich aus der Perspektive »derjenigen, die schon länger hier regieren« drei gangbare Möglichkeiten:
  • Abschaffung der »überholten provinziellen und latent nationalistischen Landessprache der schon länger hier Lebenden« und Ersetzung - analog zur Ersetzung der DM durch den Euro - durch die »weltoffene« Kunstsprache Esperanto, die auch jeder »Mitbürger«, der gestern erst aus dem Schlepper-Lkw gestiegen ist, schnell erlernen kann.
  • Einführung des Englischen als »Sprache der Befreier_Innen« als Landessprache mit gleichzeitiger Aufnahme eines jeden weiterhin verstockt und rückwärtsgewandt «die Sprache der schon länger hier Lebenden« verwendenden Ewig-Gestrigen  in die Verfassungsschutzberichte von Bund und Ländern.
  • Gleichberechtigte Verwendung der Sprachen »aller hier Lebenden« als Amts- und Landessprachen, was aufgrund der Anzahl der künftig auch weiterhin hier Schutzsuchenden, deren Familiennachzugs incl. Zweit- bis Viertfrauen, der demographischen Entwicklung und der Geburtenraten in schätzungsweise ca. einem weiteren halben Jahrhundert dazu führen wird, daß sich o.g., nur in der Sprache der Täter vorhandene Problem nicht mehr stellen wird.
Die Römer hatten es einfach: patria. Ein weibliches Vaterland

 
Das Vaterland war weiblich, aber allgemein hatten die Frauen da nix zu melden, ähnlich wie heutzutage im Islam.

»Mulier taceat«, hieß es da. Eignet sich also nicht als Vorbild für die durchgegenderte Quoten-BRD.  :-)
»Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich.«  Arthur Schopenhauer

Offline Urs Heßling

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Re: Nationalhymne
« Antwort #19 am: 05 März 2018, 12:36:03 »
moin,

Im Namen von "gender correctness" wurde ja auch schon gefordert, das Manöver "Mann über Bord" in "Person über Bord" umzubenennen :wink:

.. aber allgemein hatten die Frauen da nix zu melden, ähnlich wie heutzutage im Islam. 
Das ist mir zu verallgemeinernd.
In den Ländern mit islamischer Religion gibt es schon deutliche Unterschiede, in der Spanne von Saudi-Arabien über Iran bis zur Türkei.
In Iran und in der Türkei sitzen immerhin Frauen im Parlament.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Tostan

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Re: Nationalhymne
« Antwort #20 am: 05 März 2018, 13:07:39 »
.. aber allgemein hatten die Frauen da nix zu melden, ähnlich wie heutzutage im Islam. 
Das ist mir zu verallgemeinernd.
In den Ländern mit islamischer Religion gibt es schon deutliche Unterschiede, in der Spanne von Saudi-Arabien über Iran bis zur Türkei.
In Iran und in der Türkei sitzen immerhin Frauen im Parlament.

Im Islam, nicht in Ländern mit islamischer Religion ... Und bei den Römern gab es da durchaus auch vergleichbare Unterschiede. in der Republik war eine Frau absolut rechtlos, sie "gehörte" zuerst ihrem Vater und später ihrem Ehemann. Später in der Kaiserzeit war das etwas besser, und es gab auch Beispiele wo Frauen sich politisch betätigten...

Offline Tostan

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Re: Nationalhymne
« Antwort #21 am: 05 März 2018, 15:32:53 »
Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen.....

Nicht böse sein,aber vom Text her finde ich die ursprüngliche DDR Hymne am besten........Dass keine Mutter ihren Sohn beweint.....Zitat....Die Melodie finde ich auch besser

Müßte man aber auch geschlechtsneutral ändern in "das keine Mutter ihr Kind beweint"...  :O-|

Ob wohl die Gleichstellungsbeauftragte auch fordern würde, ihn noch neutraler in "kein Elternteil sein Kind beweint" zu ändern?  8-)

Das haben wir nun davon, dass wir den alten Schinken singen. Bei der DDR-Hymne gäbe es diese Diskussionen nicht. Da könnte die Gleichstellungsbeauftragte noch so viel fordern. Johannes R. Becher ist noch keine 70 Jahre tot, es liegt also noch Urheberrechtsschutz auf dem Text. Da kann man nicht so einfach was ändern ohne Erlaubnis der Rechteinhaber!

Offline chattius

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Re: Nationalhymne
« Antwort #22 am: 05 März 2018, 15:46:44 »
Im Genzeitalter heist es sowieso bald anstatt Vaterland: der zum Zeitpunkt der Befruchtung den für das Erbgut zuständigen Gerichtsstandort beheimatende Staat Die Invitrofertilisierer sollten auch eine Lobby haben.


Die Mundart soll gefördert werden - wie kann man das politisch korrekt auch nur ansatzweise erreichen ;) Wird mein Mundartverein verboten?

Da fand ich neulich die Rede von Johann Saathoff im Bundestag klasse - aber Platt ist ja auch keine deutsche Mundart sondern eine Sprache :)

Platt ess auver aach net gleich platt, doo gibbs Unnerschied. Bei uus neweoo wachse se draasprachich off: Platt, deutsch und manisch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Manische_Sprache




Offline Götz von Berlichingen

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Re: Nationalhymne
« Antwort #23 am: 05 März 2018, 15:59:16 »
Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen.....

Nicht böse sein,aber vom Text her finde ich die ursprüngliche DDR Hymne am besten........Dass keine Mutter ihren Sohn beweint.....Zitat....Die Melodie finde ich auch besser

Müßte man aber auch geschlechtsneutral ändern in "das keine Mutter ihr Kind beweint"...  :O-|

Ob wohl die Gleichstellungsbeauftragte auch fordern würde, ihn noch neutraler in "kein Elternteil sein Kind beweint" zu ändern?  8-)

Das haben wir nun davon, dass wir den alten Schinken singen. Bei der DDR-Hymne gäbe es diese Diskussionen nicht. Da könnte die Gleichstellungsbeauftragte noch so viel fordern. Johannes R. Becher ist noch keine 70 Jahre tot, es liegt also noch Urheberrechtsschutz auf dem Text. Da kann man nicht so einfach was ändern ohne Erlaubnis der Rechteinhaber!

Bei der DDR-Hymne gäb's diese Diskussionen noch aus einem viel einfacheren Grund nicht: deren Text durfte ja ab Anfang der 70er Jahre nicht mehr gesungen werden.
Ich ahne, daß wir auch auf diesem Gebiet womöglich demnächst ein déjà-vu-Erlebnis haben werden...

Bzgl. Thorstens Einwurf hinsichtlich des Ersatzes von Vater und Mutter durch »Elternteil« sei erwähnt, daß es in Wirklichkeit noch viel irrer ist:
Der Europarat verlangte die genderkorrekte Ersetzung von Vater und Mutter durch Elter 1 und Elter 2:

Zitat
06.09.2010
Elter 1 und Elter 2
Die EU-gerechte Sprache für Deutschland

Was der Europarat jetzt angeregt hat, um die Gleichstellung in der Verwaltungssprache voranzutreiben, hat allenfalls Kalauerqualität: Statt der altmodischen Begriffe "Vater" und "Mutter" soll künftig nur noch von "Elter 1" und "Elter 2" gesprochen werden.

http://www.deutschlandfunk.de/elter-1-und-elter-2.691.de.html?dram:article_id=54614

Aber das allerbeste ist die Tatsache, daß die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums Kristin Rose-Möhring sich eine, ähm, Forderung (soweit man einen Aprilscherz als eine solche bezeichnen kann) ausgerechnet der Jungen Freiheit  :lol: vom 01.04.2017  :sonstige_154: bis in die Details hinein »zueigen gemacht« hat, Dies wirft die Frage nach einem nun fälligen Rücktritt der damit doch wohl offenbar »rechtspopulistischen« Frauenbeauftragten auf.

Es ist zu schön:

»Fake News! Fallen Sie bloß nicht auf diese Aprilscherze rein
Veröffentlicht am 01.04.2017

„Junge Freiheit“, Grüne wollen Nationalhymne gendern

„Die Grünen haben sich für eine Änderung der Nationalhymne ausgesprochen“, schreibt die „Junge Freiheit“. „Ähnlich wie in Österreich soll auch in Deutschland die Nationalhymne geschlechtergerecht angepasst werden. Konkret stoßen sich die Grünen an den Begriffen ‚Vaterland‘ und ‚brüderlich‘. Sie schlagen daher vor, die Strophe wie folgt zu ändern: ‚Einigkeit und Recht und Freiheit, für die Welt und für das Land. Danach lasst uns alle streben, geschwisterlich mit Herz und Hand. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Blüh im Glanze, dieses Glückes, blühe unser schönes Land.‘

Im Netz: Verwirrung – und Entrüstung. Ist das jetzt wahr? Die „Grünen“ bestätigen auf Anfrage der „Welt“: „Die ‚Junge Freiheit‘ hat die Meldung erfunden.“


Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article163322727/Fake-News-Fallen-Sie-bloss-nicht-auf-diese-Aprilscherze-rein.html

 :-D 8-) :laugh: :sonstige_154: :sonstige_154: :biggre:
»Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich.«  Arthur Schopenhauer

Offline Tostan

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Re: Nationalhymne
« Antwort #24 am: 05 März 2018, 16:17:34 »
Bei der DDR-Hymne gäb's diese Diskussionen noch aus einem viel einfacheren Grund nicht: deren Text durfte ja ab Anfang der 70er Jahre nicht mehr gesungen werden.

Nicht ganz richtig - Denn immerhin wurde die Hymne jede Nacht um 24:00 im Fernsehen ausgestrahlt - gesungen. Zumindest von Ende 1989 an bis  zum 2. Oktober 1990  :-D

Interessanterweise wurde der Text zwar in den 70ern und 80ern nicht gesungen, stand aber trotzdem noch in den Schulbüchern .... er war also nicht verboten, es wurde nur einfach nicht mehr öffentlich gesungen.

Offline kalli

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Re: Nationalhymne
« Antwort #25 am: 05 März 2018, 17:00:45 »
Da wurde eine Sache losgetreten, die eigentlich für das Sommerloch gedacht war. Aber dafür haben wir ja noch das schöne Wort Muttersprache. :-)

Offline jockel

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Re: Nationalhymne
« Antwort #26 am: 05 März 2018, 17:44:13 »
Irgendwann kommt dann noch die Umbenennung des Vatikan in Muttikan. Den Vorschlag hatte, wenn ich mich nicht irre, das Satiremagazin "Titanic" schon vor vielen Jahren publik gemacht.


Gruß
Klaus

Offline Smutje Peter

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Re: Nationalhymne
« Antwort #27 am: 05 März 2018, 18:22:45 »
Inzwischen hat sich Frau Merkel dahingehend geäußert, dass ihr die Hymne so gefällt wie sie ist.
Kaum zu glauben welche Aufmerksamkeit so eine "gut durchdachte" Forderung erzielt.
Na ja im Moment hat die SPD ja auch keine anderen Probleme! Und Deutschland wohl auch nicht.
Gruß

Peter aus Nürnberg

Offline thommy_l

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Re: Nationalhymne
« Antwort #28 am: 05 März 2018, 18:28:05 »
Tja Kalli,

Da wurde eine Sache losgetreten, die eigentlich für das Sommerloch gedacht war. Aber dafür haben wir ja noch das schöne Wort Muttersprache. :-)

Da ich diese Sache als Fredstarter losgetreten habe, darf ich behaupten, dies nicht als Füllung für ein Sommerloch getan zu haben. Eher weil ich dies als ein Teil des immer heftiger werdenden Genderwahnsinns empfinde.

Zur Muttersprache ein gängiger Witz aus meiner Real-Schulzeit, 70'er Jahre:

Warum sagen alle Muttersprache? Weil die Väter eh nix zu sagen haben.

Thommy

Offline Smutje Peter

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Re: Nationalhymne
« Antwort #29 am: 05 März 2018, 18:29:03 »
 :lol:
Gruß

Peter aus Nürnberg