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Autor Thema: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs  (Gelesen 1812 mal)

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Offline Lothar W.

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #15 am: 20 Dezember 2017, 11:00:54 »
Hallo Zusammen,

das von Hägar eingestellte Bild passt gut. Da die "Speybank", wie Götz von Berlichingen schreibt, hierbei aber um "Dutzendware" handeln, dürfte es sich hierbei nicht um die die "Doggerbank" ex "Speybank" handeln. Die "Doggerbank" hatte sein hinteren Mast behalten, das Schiff auf der Abbildung hat keinen Mast mehr.

Ich würde sagen, daß es sich hierbei um eins der "Schwesterschiffe" des Typs "Speybank" ist.

http://ddghansa-shipsphotos.de/doggerbank100.htm

Gruß
Lothar

Offline Hägar

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #16 am: 20 Dezember 2017, 11:45:08 »
Sollte sich herausstellen, dass das im Thread-Titel adressierte 'ungewöhnliche Handelsschiff' seinerzeit Dutzendware war, hätte das ja eine gewisse Ironie an sich.

Wie auch immer, angehängt eine Liste von BANK-Schiffen, wobei ich mir erlaubt habe, den Riss zur besseren Vergleichbarkeit zu kontern - Stilbruch, okay, ich weiß es.
Könnte in dieser Hinsicht nicht Talbot-Booth oder etwas in der Art weiterhelfen, bin da nicht so bewandert.
Welches der BANK-Schiffe außer der SPEYBANK kam denn sonst noch in deutschen Besitz, wenn es diese nicht ist?

Bilde mir übrigens ein, dass die Struktur auf dem Achterschiff eine 10,5cm-Flak sein könnte, aber das ist schlicht Guesswork.

Gruß - Hägar

Offline Götz von Berlichingen

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #17 am: 20 Dezember 2017, 13:38:52 »
Bilde mir übrigens ein, dass die Struktur auf dem Achterschiff eine 10,5cm-Flak sein könnte, aber das ist schlicht Guesswork.

Dann wäre es doch Doggerbank, denn die hatte eine 10,5 cm Kanone als Heckgeschütz (Dechow, »Vom eigenen U-Boot versenkt. Das dramatische Schicksal von Schiff 53 DOGGERBANK«, a.a.O., S. 8 ).

Nach den Angaben auf der folgenden Webseite war es eine 10,2 cm L/45:
http://www.netherlandsnavy.nl/Speybank.htm

Lt. den Angaben bei Dechow wurde die Speybank im Sommer 1941 von Schleppern von der einen Seite der Gironde auf die andere Seite ins Trockendock der Gironde-Werft bei Bassens verholt und dort zur Doggerbank umgerüstet. Allerdings wäre das 10,5 (oder 10,2) cm Geschütz wohl erst im Trockendock an Bord gekommen. Wäre es denkbar, daß zeitweise die Masten z.T. entfernt worden waren?

Bei Dechow heißt es:
»In Luk 4 sind die Werftarbeiter dabei, eine Art Fahrstuhl einzubauen, der in starken Gleitschienen in den Schiffsleib hinabrutscht und durch einen Ladebaum wieder aufgehievt und an Oberdeck gestellt werden kann.« (S. 10)

Vermutlich wurden damit die Minen an Oberdeck gebracht? Es könnte sein, daß zum Einbau dieses Fahrstuhls zeitweise der achtere Mast demontiert wurde. Jetzt müßte man nur noch wissen, an welcher Stelle sich Luk 4 befand...
« Letzte Änderung: 20 Dezember 2017, 13:47:50 von Götz von Berlichingen »
»Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich.«  Arthur Schopenhauer

Offline Urs Heßling

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #18 am: 20 Dezember 2017, 14:47:58 »
moin,

Sollte sich herausstellen, dass das im Thread-Titel adressierte 'ungewöhnliche Handelsschiff' seinerzeit Dutzendware war, hätte das ja eine gewisse Ironie an sich.
Das für die RN umgebaute "Schwesterschiff" sah auch ungewöhnlich aus, so sehr, daß es Gegenstand von Schiffserkennungsrätseln war ..

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline kgvm

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #19 am: 20 Dezember 2017, 21:17:24 »
"Das für die RN umgebaute "Schwesterschiff" sah auch ungewöhnlich aus, so sehr, daß es Gegenstand von Schiffserkennungsrätseln war .."
Wenn es tatsächlich die "Doggerbank" sein sollte (für mein Gefühl ist der Schornstein der Unbekannten zu groß), sah sie aber allenfalls während der Umbauphase ungewöhnlich aus, denn als Minenleger sollte sie ja äußerlich von ihren noch unter britischer Flagge laufenden Schwesternschiffen nicht unterscheidbar sein!
« Letzte Änderung: 21 Dezember 2017, 08:48:21 von kgvm »

Offline SchlPr11

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #20 am: 20 Dezember 2017, 22:00:56 »
Hallo,
unsere Kandidatin hat rein gar nichts mit der DOGGERBANK zu tun. Sie behielt bis zum Schluß ihr ursprüngliches Erscheinungsbild, was ja auch unbedingt für ihre Tarnung wichtig war.
Hier aus der Sammlung Martin Maass (+) ein spätes Foto in außerheimischen Gewässern. Vielleicht sogar das letzte ihres Lebens.
Die große Unbekannte bleibt weiter offen - REINHARD

Offline SchlPr11

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #21 am: 24 Dezember 2017, 16:13:08 »
Hallo,
Mysterium ist Tanker REKUM - siehe threat SCHIFF 21 - WIDDER...
Frohes Fest - REINHARD

Offline kgvm

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #22 am: 25 Dezember 2017, 22:22:41 »
Super gesehen, Reinhard. Danke.

Offline Rheinmetall

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #23 am: 26 Dezember 2017, 01:53:12 »
Moin Hägar !

Darf ich Dich fragen, aus welchem Buch die von Dir hier gezeigten Zeichnungen sind ?
Würde mich bezüglich Zugang zu meiner Marine-Bibliothek interessieren.  top

Vielen Dank für jede Auskunft.

Matze  :-D
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Schorsch

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #24 am: 26 Dezember 2017, 06:54:17 »
Hallo Rheinmetall,

ich bin zwar nicht Hägar, aber als Erste Hilfe:
Moin Hägar!

Darf ich Dich fragen, aus welchem Buch die von Dir hier gezeigten Zeichnungen sind?
(...)
M.Dv. 135 "Die Handelsflotten der Welt 1942 - Bearbeitet von Erich Gröner", J.F. Lehmanns Verlag, München-Berlin, 1942, Seite 455

Solltest Du das Original nicht finden können oder als zu teuer einstufen, es gibt auch noch ein unverändertes Reprint vom gleichen Verlag aus dem Jahr 1976.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Offline Rheinmetall

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #25 am: 27 Dezember 2017, 18:28:06 »
Guten Abend Schorsch !

Herzlichen Dank für Deine äußerst detaillierte Antwort. top
Werde mich danach mal umschauen.

Mit den besten Grüßen,

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Hägar

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Re: Identifizierung eines ungewöhnlichen Handelsschiff-Typs
« Antwort #26 am: 03 Januar 2018, 19:11:51 »
Hallo, Rheinmetall

Da unterwegs, war mir eine zeitnahe Reaktion auf deine Frage nicht möglich.
Schorsch hat so ausführlich geantwortet, dass ich dem nichts hinzufügen kann.
Der Bildname enthielt die Quelle.

Gruß - Hägar