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Autor Thema: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919  (Gelesen 2277 mal)

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Offline Halvar66

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #30 am: 19 Juli 2017, 20:12:13 »
Als Torpedoflieger und Aufklärer möchte ich mal die Rumpler C IV ins Gespräch bringen. Mit 12,66 m Spannweite könnte auf ein Beiklappen der Flügel verzichtet werden falls dies, wenn auch technisch möglich, schon gemacht worden wäre.
« Letzte Änderung: 20 Juli 2017, 00:28:55 von Halvar66 »
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Offline Indy

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #31 am: 19 Juli 2017, 20:18:07 »
Ausonia als unbewaffneter Versuchs-Träger hört sich passend an.
Eine nennenswerte Offensivkraft haben die damaligen Flugzeugtypen ja noch nicht (bei der erwähnten Halberstadt C V 2 MG, 2x 50 kg Bomben), dementsprechend wäre die Hauptaufgabe eines Trägers Aufklärung und Abwehr feindlicher Aufklärer, ggf. Angriffe auf Fühlungshalter/Aufklärer in Form leichter Kreuzer oder Zerstörer.
Dazu bedarf es aber keiner 30 oder 40 Flugzeuge; 10-15 sollten da allemal ausreichen.
Mit der Halberstadt C V haben wir einen guten Mehrzwecktypen den man mit Klapptragflächen entsprechend navalisieren könnte.

Ich würde Stuttgart und Stettin in leichte Flattops umbauen lassen, als kleine Flottenträger statt der angeplanten/umgebauten Flugzeugkreuzer.
Die Bewaffnung würde auf 3-4 Geschütze 88-105mm sowie einige MG reduziert, dafür ein größerer Hangar, ein Lift und ein durchgehendes Flugdeck installiert
Bei geklappten Tragflächen sollten da 8-12 Flugzeuge unterzubringen sein.
Damit ließen sich erste Erfahrungen sammeln und dann ab Mitte der 20er Jahre ein richtiger Flottenträger auf Basis bestehender Rümpfe planen.
 

Offline Tostan

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #32 am: 19 Juli 2017, 21:18:37 »
Mackensen und Graf Spee dürfen laut Konferenz fertig gebaut werden.

Also ich lese das Ergebnis anders - Ab 1.8.1918 gilt ein Baumoratorium von 12 Jahren - ohne Ausnahmen. Und selbst wenn bleiben noch Friedrich und Bismarck.

Offline Halvar66

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #33 am: 20 Juli 2017, 00:23:56 »
Mackensen und Graf Spee dürfen laut Konferenz fertig gebaut werden.

Also ich lese das Ergebnis anders - Ab 1.8.1918 gilt ein Baumoratorium von 12 Jahren - ohne Ausnahmen. Und selbst wenn bleiben noch Friedrich und Bismarck.

Konferenz Post #831 Pkt. A.c. Fußnote **
« Letzte Änderung: 20 Juli 2017, 11:05:40 von Halvar66 »
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Offline Halvar66

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #34 am: 20 Juli 2017, 11:53:29 »
Wäre es in Anbetracht des Konferenz-Thread nicht sinnvoller gewesen zuerst einmal festzustellen wie Träger-Situation zu Kriegsende 1917 ausgesehen haben könnte und wie diese sich bis zum Ende der Konferenz hätte entwickelt haben können.

Erst im März 1917 wurde entschieden "HMS Furious" umzubauen, wozu der vordere Turm ausgebaut und statt dessen ein Startdeck eingebaut wurde. Noch vor der realen Fertigstellung am 4. Juli 1917 kommt unser fiktives Kriegsende, wobei ich annehme das "HMS Furious" auch in unserem Szenario fertig gestellt werden würde.

Weiterhin entstand im Dezember 1916 durch Murray Sueter ein Plan die vor Anker liegende deutsche Flotte mit Torpedobombern anzugreifen. Dieser wurde während des Jahres 1917 vertieft, wird aber nach unserem Szenario obsolet. Ein erster Schritt sah vier 24-25 kn schnelle Träger vor, wovon nur zwei als Glattdeckträger und die anderen beiden nur mit Startdeck gebaut werden sollten.

Kommen wir zu HMS Argus.
Erste Pläne als Seeflugzeugträger entstanden 1915. Im August 1916 wurde "Argus" angekauft. Wann zeitlich genau Mr. Narbeth mit den realen Entwürfen begann entzieht sich meiner Kenntnis, jedoch hat dieser einige Lektionen aus dem Untergang der "Ben-my-Chree" gezogen und im Entwurf berücksichtigt. So gesehen ist HMS Argus die Großmutter aller britischen Träger.
Es wurde hier für die "Ausonia" eine verringerte Höchstgeschwindigkeit vermutet. Die Briten haben dies Problem bei der "Argus" ebenfalls gehabt und sind dem dadurch begegnet, das sie statt der originalen fünf sechs und dazu Ölgefeuerte, Kessel eingebaut haben, wodurch die Geschwindigkeit gegenüber dem original Entwurf als Passagierdampfer von 19,5 auf 20,5 kn gesteigert werden konnte.

Es darf aber nun auch die Frage gestellt werden, ob "HMS Argus" tatsächlich als Träger fertig gebaut worden wäre.

Zum Schluss noch folgende Anmerkungen zu der Trägerentwicklung in den USA, Japan und Frankreich.
Godall konnte dem Bureau of Construction and Repair bei den Studien für einen Träger von 22.000 tons helfen, welche dann zu den Umbauten von "Lexington" und "Saratoga" führten.
Der erste japanische Träger "Hosho" basiert auf den Plänen der "Argus", welche 1918 Admiral Iida übersandt wurden, während die Umbauten von "Akagi" und "Kaga" auf den Plänen der "Furious" basierten.
Frankreich bekam die Pläne der "Eagle" 1919, welche zum Umbau der "Bearn" führten.

Die Frage die sich nun stellt ist die, ob England in unserer geschaffenen Situation einem dieser Länder Einsicht in Träger Planungen geben würde. Ich bezweifle es.

Das Deutschland durch unseren Marinenachrichtendienst Kenntnis von den britischen Planungen bekommt nehme ich stark an. Ich halte also einen Umbau der "Ausonia" für nachvollziehbar. Alles weitere ist Zukunftsmusik.
Darüber hinaus glaube ich nicht, das gleich mit verschiedenen Flugzeugtypen operiert werden würde, sondern eher mit einem Allrounder der gute Kurzstarteigenschafften hat. Dazu noch gute Traglast und angemessene Geschwindigkeit, welches man alles in der Rumpler C IV findet.
« Letzte Änderung: 23 Juli 2017, 23:34:54 von Halvar66 »
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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #35 am: 20 Juli 2017, 12:49:14 »
Nachtrag:

Der von den Engländern vorgesehene Flugzeugtyp war die Sopwith Cuckoo, Erstflug 1917.
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Offline delcyros

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Re: "Spin-off" (Ableger) (II) vom Konferenz-Thread : "Fleuzer" 1919
« Antwort #36 am: 26 September 2017, 18:32:29 »
Zur Flugzeugausrüstung:

Jäger:
Fokker D-VIII:
günstiger Stahlrohrrumpf, aber anfällige (Salzwasser!) Stoffbespannung

m.E.n. geht die Entwicklung der Jäger ab Mitte bzw. Herbst 1918 stark in Richtung Eindecker, aufgrund deren höherer Geschwindigkeit bei gleicher Leistung:

Hansa Brandenburg W-29, Fokker E-V, Junkers D1, Daimler L-11, Fokker V17-V38, Roland D-XVI, Pfalz D-X, Siemens-Schukert D-VI.

Lediglich Dornier mit der Dornier D-1 und Rumpler mit der Rumpler D-I verbleiben im Doppeldeckerprinzip, wobei für beide später auch Eindeckerlösungen erwogen (Rumpler D-IV) bzw. gebaut (Dornier Do-H) worden sind.

Da eine geringe Start- und Landegeschwindigkeit für die Bordverwendung erwünscht ist, wäre mein Favorit eher der Doppel- denn der Eindecker, d.h. die Zeppelin-Lindau (Dornier) D-1. Sie ist etwas langsamer als die Eindeckerkonkurrenz aber mit BMW-IIIa Triebwerk gutmütig, steigfähig, und durch die Ganzmetallbauweise auch deutlich robuster. Ein Prototyp wurde später mit Zusatztankanlage unter dem Rumpf ausgerüstet und geflogen.

Aufklärer:

Die Caspar U.I verdient hier Aufmerksamkeit. Der von E. Heinkel konstruierte, kompakte, wendige Aufklärer ist ausgesprochen klein, mit genug Nutzlast für eine Funkausrüstung.

Bomber:

Ein einmotoriges Torpedobombenflugzeug wurde von den Pintsch-Werken (Fürstenwalde bei Berlin) 1916 als Testflugzeug gebaut, auf Basis eines Brandenburg C Doppelsitzers, wenn ich mich recht erinnere...
« Letzte Änderung: 26 September 2017, 18:43:10 von delcyros »