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Autor Thema: Wer haben das Buch: „Der Krieg zur See – Nordsee“ Bind 7?  (Gelesen 264 mal)

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Offline Olaf Berg Nielsen

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Hallo Zusammen

Ist es einen von euch, der das Buch: „Der Krieg zur See – Nordsee“ Bind 7 haben und mir Kopien von Seite 186 – 188 geben will, gerne als Emails?

Ich brauche es für eine Artikel über SM Vorpostenboot (Marinentrawler) ”Brockeswalde” der am 3. Februar 1918 bei Minensprengung versunken war.  Es liegen  drei von der Besatzung hier auf die Westküste Dänemarks begraben. 

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

Online kalli

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Ich schicke Dir das Gesuchte.

Offline Olaf Berg Nielsen

  • Bootsmann
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  • Beiträge: 67
Hallo Kalli,

vielen Dank, daß war sehr nett von dir. Es war aber leider eine Aufgabe von 1965 du mir gesandt hast. Ich habe einige Seiten von der alte Ausgabe, wo einen Sachverzeichnis dabei ist. Hier steht daß „Brockeswalde“ auf Seite 186 – 188 stehen.

Diese Seiten habe mir von der dänische Marine bekommen, es ist aber sehr beschwerlich etwas davon zu bekommen.

Vielleicht weiß du wo ich die alte Ausgabe bekommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

Online Urs Heßling

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moin,

Text Seite 234-236

Die Benutzung des Weges Blau führte am gleichen Tage, dem 2. Februar, zu einem sehr folgenschweren Auftreffen von Minensuchstreitkräften auf Minen, und zwar, wie es bereits am 14. Mai 1917 bei »U 59« und dem Dampfer »Fulda« der Fall war, auf Minen der eigenen deutschen Hornsriffsperre. Eine Geleitgruppe der 2. Halbflottille der Vorpostenflottille der Ems, die für Geleit auf Weg Blau bestimmt worden waren, trat am 2. Februar 10.45 Uhr unter Führung des Leutnants z.S. d.R. Steiger mit den Booten »Weddigen« (Steiger)
Führerboot, »Rheinfels« (Steuermann Meentzen), »Brockeswalde« (Steuermann Romahn), »Anneliese« (i. V Obersteuermannsmaat ClassenJ36 und »Ludendorff« (Deckoffizierleutnant Stute) von Helgoland aus mit »UB 65« die Geleitfahrt an. »Ludendorff« fuhr als Sicherheitsboot unmittelbar hinter »UB 65«. Die 1. Hilfsminensuch-Halbflottille (Kapitänleutnant d.R. Reuter) mit den Booten »Kleiß« (Leutnant z.S. d.R. Krohn), Führerboot, »Professor Pagel« (Steuermann d.R. Meyer), »Kronprinz Wilhelm«37, »Flensburg« (Oberleutnant Z.S. d.R. von Glümer), »Seestern« (Leutnant Z.S. d.R. Stäcker) und »A 33«38, die dem Geleit vorausgefahren war, vereinigte sich bei Punkt K mit dem Geleit. Es herrschte diesiges Wetter, leichte See, südlicher Wind, so daß nach Passieren des noch navigatorisch einwandfrei bestimmten Punktes K auf Grund von Kopplung
und Lotung ohne Sichten der Seezeichen navigiert werden mußte. Es wurde auf das genaueste navigiert, die bisherigen Erfahrungen in diesem Seegebiet, Stromangaben der Seekarte und Gezeitentafeln wurden berücksichtigt; Besteckvergleiche ergaben keine wesentlichen Unterschiede. Nach Passieren von Punkt K schloß sich »U 104« dem Geleit an und setzte sich vor »Ludendorff« hinter »UB 65«; Formation des Geleits siehe nebenstehende Skizze'".
Um 18.45 Uhr schwenkte der Chef der 1. Hilfsminensuch-Halbflottille in der Annahme, bei Punkt B zu sein, auf westnordwestliehen Kurs; beim Schwenken brach die Suchleine zwischen »Kleiß« und »Flensburg« aus nicht mit Bestimmtheit festzustellender Ursache. Die Verbindung war nach etwa einer Stunde wieder hergestellt, und der Marsch konnte nach Neuformation des Geleits um 20 Uhr fortgesetzt werden. Um 20.20 Uhr stießen »Kleiß« und »Seestern« auf Minen, »Seestern« sank sofort; »Kleiß«, »Kronprinz Wilhelm« und »Professor
Pagei« ankerten jenseits der Sperre. Die Besatzung von »Seestern« wurde zum größten Teil von »A 33« aufgenommen, die Besatzung von »Kleiß«, auf dem sämtliche Lichtsignalmittel ausgefallen waren, wurde bis auf einen Vermißten durch »Flensburg« geborgen; hiernach sank »Kleiß«, »Flensburg« übernahm die
Führung. Die beiden Rotten der Vorpostenflottille der Ems drehten ab, um die Sperre zu umgehen. Hierbei gerieten die Steuerbordflügelboote »Anneliese« und »Rheinfels« etwa um 20.30 Uhr40 ebenfalls auf Minen und sanken. »Flensburg«, »Weddigen« und »Brockeswalde« bemühten sich vergebens um die Rettung
der Besatzungen und ankerten schließlich. Von »Ludendorff« wurden die sinkenden Schiffe und ausgesetzten Boote beobachtet, ohne daß bei der Entfernung von ungefähr 2000 m die Möglichkeit zur Hilfeleistung durch das Schiffsboot vorhanden war. »Ludendorff« hatte den Eindruck, von Minen umgeben zu sein. Die allgemeine Annahme war, in eine unbekannte feindliche Minensperre geraten zu sein. Der Chef der 1. Hilfsminensuch-Halbflottille übernahm die Führung von »Professor Pagel« aus; »Flensburg«, »Weddigen«
und »Brockeswalde« ankerten später. Um 0.15 Uhr am 3. Februar stieß »Flensburg« beim Herumschwojen auf eine Mine und sank unter Verlust von 27 Mann; ein Teil der Besatzung konnte gerettet werden. Um 2 Uhr wurde »A 33« mit den Geretteten des »Seestern« wegen eines Schadens am Bug nach Helgoland detachiert. Bei der Sperre lagen nunmehr noch die beiden U-Boote mit den Fischdampfern »Ludendorff«,
»Professor Pagel«, »Kronprinz Wilhelm«, »Brockeswalde«, »Weddigen«.
Die U-Boote und »Ludendorff« lagen, wie bei Hellwerden festgestellt werden konnte, ungefähr 2000 m von »Weddigen« und »Brockeswalde« in südöstlicher Richtung, »Professor Pagel« und »Kronprinz Wilhelm« ungefähr 1000 m SW von »Weddigen« und »Brockeswalde«. »Weddigen« und »Brockeswalde« glaubten bei Hellwerden. frei von der Sperre zu liegen und lichteten Anker. Bei Abdrehen nach Backbord lief »Weddigen« auf eine Mine und sank nach 11/2 Minuten, ein Teil der Besatzung wurde von »Brockeswalde«, der wieder ankerte,geborgen; ein Floß mit 4 Mann trieb in nördlicher Richtung über die Sperre.
Der Halbflottillenchef auf »Professor PageI« mußte wegen Stroms und zunehmenden Seegangs davon absehen, die Besatzung von dem stark gefährdeten »Brockeswalde« mit Booten herunterzuholen.
Der Vorpostenchef hatte um Mitternacht den Befehl erteilt, bei Hellwerden ein Linienschiffstreffen zur Hilfeleistung zu entsenden. Um 4 Uhr am 3. Februar liefen »Prinzregent Luitpold« und »König Albert« aus und suchten Fühlung mit dem gefährdeten U-Bootsgeleit. Als sie das Geleit in der gemeldeten Gegend bei sehr unsichtigem Wetter nicht vorfanden, gingen die Linienschiffe zu Anker, um Näheres über den Standort der Boote festzustellen. Gegen 13.30 Uhr wurde aus Funkpeilungen ersichtlich, daß die Boote aller
Wahrscheinlichkeit nach auf die Hornsriffsperre gelaufen waren. Der Versuch, durch Torpedoboote Fühlung mit dem Geleit zu bekommen, mißlang zunächst.
Um 21.30 Uhr befahl der Flottenchef weiteren Vorpostenstreitkräften, am 4. Februar bei Hellwerden zur Deckung bei »Prinzregent Luitpold« zustehen; »von der Tann«, »Derfflinger«, »Seydlitz«, »Kaiser« und »Brummer« mußten den Versuch, sofort auszulaufen, wegen Nebels aufgeben. Erst am 4. Februar um 7.50 Uhr lichteten die genannten Schiffe Anker und liefen mit der 18. Torpedoboots-Halbflottille aus. Sie mußten im Laufe des Tages wegen Nebels wieder ankern und traten am Abend des 4. Februar auf die Meldung hin, daß »Prinzregent Luitpold« und »König Albert« nach Beendigung der Bergungsarbeiten nach der Jade zurückkehrten, den Rückmarsch an.
Die auf beiden Seiten der Sperre zu Anker liegenden Fischdampfer hatten bis zum 3. Februar vormittags nicht erkannt, daß der Geleitzug im Südflügel der eigenen Hornsriffsperre lag; die tatsächliche Lage wurde dem Halbflottillenchef erst im Laufe des Nachmittags wahrscheinlich. Die zur Hilfeleistung entsandte 4. Hilfsminensuch-Halbflottille der Nordsee (A-Boote) sowie »T 101« und »T 93« der Nordseevorpostenflottille waren nach dem Umweg über den Ankerplatz von »Prinzregent Luitpold« und »König Albert« am 3. Februar um 15.10 Uhr bei »Ludendorff« und den beiden U-Booten eingetroffen.
Versuche, die gefährdeten Fahrzeuge aus dem Minengebiet herauszubringen und die auf »Brockeswalde« befindlichen Geretteten herunterzuholen, wurden eingeleitet, aber durch um 17 Uhr einsetzenden dichten Nebel verhindert. Die U-Boote und »Ludendorff« blieben zu Anker, »T 101« und »T 93« blieben während der Nacht in ihrer Nähe. Es war im Laufe des 3. Februar nicht möglich gewesen, den schwer gefährdeten Fahrzeugen Hilfe zu bringen. Um 21.45 Uhr erfolgte wiederum eine schwere Minendetonation: »Brockeswalde« war beim Schwojen auf eine Mine geraten und gesunken, ohne daß ein Mann
gerettet werden konnte.
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Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online kalli

  • Co Administrator
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  • Beiträge: 6932
Hallo Kalli,

vielen Dank, daß war sehr nett von dir. Es war aber leider eine Aufgabe von 1965 du mir gesandt hast. Ich habe einige Seiten von der alte Ausgabe, wo einen Sachverzeichnis dabei ist. Hier steht daß „Brockeswalde“ auf Seite 186 – 188 stehen.

Diese Seiten habe mir von der dänische Marine bekommen, es ist aber sehr beschwerlich etwas davon zu bekommen.

Vielleicht weiß du wo ich die alte Ausgabe bekommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

die Passage (siehe Zitat Urs) steht auch in dem Text, den ich Dir geschickt habe :-)

Offline Olaf Berg Nielsen

  • Bootsmann
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  • Beiträge: 67
Hallo Kalli und Urs

So geht es wenn am hellen Tag schläft! Verzeihung und vielen Dank.

Um einen Quälgeist zu sein frage ich: Gibst es einen Bild von »Brockeswalde«? Ich habe eine Arbeitszeichnung, aber kein Bild.

Gruß, Olaf