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Autor Thema: Kaputte Truppe  (Gelesen 1671 mal)

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Offline RonnyM

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Kaputte Truppe
« am: 20 April 2017, 17:58:38 »
Unter dieser Überschrift veröffentlichte die ZEIT-ONLINE eine Artikel über den Zustand der Bw.

Ich habe hier die Zahlen für die Marine herausgesucht.

U-Boote 212 A Voll einsatzfähig  2 von 4 = 50%

MK 88 Sea Lynx   5 von 18 = 28%

MK 41 Sea King  4 von 14 = 29%

Fregatten      7 von 7 = 100%

Korvetten K 130  3 von 4 = 75%

Die Bw kann nur 30 - 70% ihrer Waffensysteme einsetzen. Der Rest ist defekt und wartet auf Reparatur.  Wie jüngst in Mali gezeigt, "leidet" das Material unter der Hitze.

Naja, Hauptsache schwarze NULL... :BangHead:

Grüße Ronny
« Letzte Änderung: 20 April 2017, 18:23:38 von RonnyM »
...keen Tähn im Muul,
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Offline Manfred Heinken

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #1 am: 20 April 2017, 18:08:30 »
Hallo Ronny
bei den Korvetten stimmt doch etwas nicht.
Nach meiner Zählung haben wir 5 Korvetten.
Oder haben wir eine verscheuert?
Klär mich auf.

Beste Grüße
Manfred Heinken
« Letzte Änderung: 20 April 2017, 18:21:13 von Manfred Heinken »

Online kalli

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #2 am: 20 April 2017, 18:12:41 »
Wie errechnet man das: „Die Bw kann nur 30 - 70% ihrer Waffensysteme einsetzen“ ? Den Algorithmus würde ich gerne kennen lernen.

Offline beck.Schulte

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #3 am: 20 April 2017, 18:17:24 »
Die Bw kann nur 30 - 70% ihrer Waffensysteme einsetzen.. Ronny, gegen wen oder was soll den die Deutsche Marine Raketen, Geschützfeuer, U-Jagd-Torpedos usw usw einsetzten ? Russen ? Chinesen ? Franzosen oder wen ?  Für alle Aufgaben die in den letzten 60 Jahren (!) "geleistet" wurden waren, wenn überhaupt Handfeuerwaffen ausreichend". Der .Milliarden schluckende Marine Etat finanziert eine Marine, die so wie sie sich jetzt zeigt für die ihr zugewiesenen Aufgaben (Nicht schießen ! Helfen !)  total überdimensioniert. Mit dieser Marine kann man richtigen Krieg führen, aber für Flüchtlings Hilfe, Speedboat Jagd und ähnliches ist sie die Falsche. Alle bisher durchgemachte Manöver wären durch eine Bundespolizei einfacher und preiswerter zu erledigen. Mit welcher Bevölkerung , mit welchem Parlament will man den  Einsatz von "schweren Waffen" zur See durchdrücken. Die Deutschen sind nach 45 zu einer der friedlichsten Bevölkerungen der Welt geworden. Hier dreht man schon durch, wen Foto-Flugzeuge sich über Feindesland befinden. Die deutsche Bevölkerung ist "wehrunlustig" Lassen wir es.  Im Herbst mit einer erstarkten "roten" Fraktion wird Rüstung noch schwieriger werden. Zudem wird das Personalproblem immer  größer...und das ist auch gut so!  8-)

Offline RonnyM

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #4 am: 20 April 2017, 18:20:42 »
...richtig Manfred, es müsste 5 Korvetten heißen, Die Zahlen hat der Generalinspekteur veröffentlicht und wurden von der ZEIT so übernommen.

Kalli, mir ist nicht bekannt, von wem die Zahlen 30 - 70% stammen. Die könnten auch aus der ZEIT-Redaktion sein. :?

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
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Offline RonnyM

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #5 am: 20 April 2017, 18:33:11 »
...da unterscheiden sich eben die Ansichten Herr beck.Schulte. Wir als Industrienation sind auf sichere Seewege angewiesen. Und ? Sollen wieder die Anderen für uns einspringen. Die zeigen uns nen`Vogel.

Nein, die Dickschiffe werden gebraucht. Solange kein Ernstfall eintritt, sind sie in Sachen Flüchtlinge/Piraten gut aufgestellt. Basta. :MS:

Grüße Ronny
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Offline beck.Schulte

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #6 am: 20 April 2017, 18:50:54 »
Ronny, mehr als eine Meinung! Wer gefährdet dann unsere Seewege und mit was?  Ernstfall ?  Die Russen dreht den Gashahn zu und die Chinesen liefern keine Dildos, CD-Player und Glühleuchten mehr.
Hier im Forum ist die deutsche Seemacht fraglos ein Positivum. Im Rest der Republik wird das Großteils anders gesehen. Ich hab bei Blohm in der "Kalten Krieg" Zeit erlebt wie sich NATO Marine Staaten von uns und anderen ihre Schiffe haben finanzieren lassen. Besonders in einem Fall war es so, das man dort sagte. "Wir brachen das nicht, wenn ihr aber meint, dann zahlt man" Und Bonn zahlte. Die Frage ob man eine Schlachtflotte braucht war schon damals unter NATO "Freunden" unterschiedlich beantwortet.  Ronny wir haben auch keine Panzer Divisionen mehr, wir haben beim Heer massiv abgerüstet. Bei der deutschen Marine, ich war vor Ort, habe ich nichts dergleichen bemerkt.  Die Schiffe wurden immer größer.
Jo, Ronny vergesse bei Besuch der Polarstern auf der Lloyd werft nicht deinen Ausweis. Der muß mit.   :-D

Online kalli

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #7 am: 20 April 2017, 19:07:31 »
Kalli, mir ist nicht bekannt, von wem die Zahlen 30 - 70% stammen. Die könnten auch aus der ZEIT-Redaktion sein. :?
Grüße Ronny

Ich wollte nur mal auf den Quatsch aufmerksam machen, der hinter solchen Schlagzeilen steht. Damit kann man nur Stimmung machen, weil darauf gebaut wird, dass nicht nachgedacht wird. 30 – 70%- eine ganz schöne Streubreite. Wie rechnet man das aus? Mit wieviel Prozent geht ein kaputter Panzer, ein kranker Admiral, ein Sturmgewehr mit defekter Visiereinrichtung und was weiß ich nicht noch in eine solche Rechnung ein? Wie wird das statistisch gewichtet? Meine Meinung: Sowas in Umlauf zu bringen ist verantwortungslos oder beabsichtigt.

Offline ede144

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #8 am: 20 April 2017, 20:39:47 »
Die Bw kann nur 30 - 70% ihrer Waffensysteme einsetzen.. Ronny, gegen wen oder was soll den die Deutsche Marine Raketen, Geschützfeuer, U-Jagd-Torpedos usw usw einsetzten ? Russen ? Chinesen ? Franzosen oder wen ?  Für alle Aufgaben die in den letzten 60 Jahren (!) "geleistet" wurden waren, wenn überhaupt Handfeuerwaffen ausreichend". Der .Milliarden schluckende Marine Etat finanziert eine Marine, die so wie sie sich jetzt zeigt für die ihr zugewiesenen Aufgaben (Nicht schießen ! Helfen !)  total überdimensioniert. Mit dieser Marine kann man richtigen Krieg führen, aber für Flüchtlings Hilfe, Speedboat Jagd und ähnliches ist sie die Falsche. Alle bisher durchgemachte Manöver wären durch eine Bundespolizei einfacher und preiswerter zu erledigen. Mit welcher Bevölkerung , mit welchem Parlament will man den  Einsatz von "schweren Waffen" zur See durchdrücken. Die Deutschen sind nach 45 zu einer der friedlichsten Bevölkerungen der Welt geworden. Hier dreht man schon durch, wen Foto-Flugzeuge sich über Feindesland befinden. Die deutsche Bevölkerung ist "wehrunlustig" Lassen wir es.  Im Herbst mit einer erstarkten "roten" Fraktion wird Rüstung noch schwieriger werden. Zudem wird das Personalproblem immer  größer...und das ist auch gut so!  8-)

Sind sie eigentlich auch für die Abschaffung der Feuerwehr?

Offline Big A

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #9 am: 20 April 2017, 21:06:27 »
Zitat
Wie jüngst in Mali gezeigt, "leidet" das Material unter der Hitze.

Naja, dafür war es auch nicht beschafft worden! Immerhin bemerkenswert, was die Instandsetzer auch unter widrigsten Bedingungen improvisieren können, wenigstens haben wir die - noch -


Axel
« Letzte Änderung: 20 April 2017, 22:29:46 von Big A »
Tracers work both ways!!

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline beck.Schulte

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #10 am: 20 April 2017, 22:16:46 »
Sind sie eigentlich auch für die Abschaffung der Feuerwehr?.. Nehmen Sie sich mit solcher Frage eigentlich ernst ?  Die Feuerwehr rüstet sich nach den zu erwartenden Aufgaben aus.  Auch die Marine wurde in der Vergangenheit nach ihren potenzialen Aufgaben und Gegnern ausgerüstet. D gegen GB oder F. Hitler gegen die Welt oder der Kaiser gegen London. Es steht außer Frage, das die Rolle der Streitkräfte heute eine andere ist als wie vor 1990. Dem wird z,b, bei Luftwaffe und Heer Rechnung getragen. Bei der Marine läuft alles so weiter wie bisher. Ich glaube das beurteilen zu können, da ich von 1979 bis 2007
 im Kriegsschiffbau (MEKO Entwicklung, Konstr, Bauaufsicht ) tätig war. Ich habe dort ein immer mehr und immer größer erlebt. Ich bin alles andere als ein Pazifist, aber das muss doch nicht heißen, das man zu sieht wie  hirnlos Millionen zum Fenster hin aus geworfen werden.
a) Wir haben eine Marine für den Großkrieg. Gegen wen wollen wir sie den einsetzten ? Ich habe nie erlebt, das bei der Planung es um Aufgaben ging, wie sie heute anliegen. Es ging immer um Großkrieg. Russen U-boote jagen. DDR VM Flugkörper vernichten usw. Von Flüchtlingen war da nie die Rede.
b) Die Aufgaben der Marine in der Vergangenheit, Gegenwart und in der absehbaren Zukunft sind mit Korvetten und darunter zu leisten, meist sind überhaupt keine Seestreitkräfte dazu nötig, sondern  so was wie "Küstenwache" Ich habe noch erleben dürfen, wie Vorschläge zu einer Plattform die den heutigen Anforderungen gerecht wird abgelehnt wurde. Von den Konzernen weil eine F125 mehr Geld bringt, von der Marine weil sie zur Selbstdarstellung große Schiffe braucht.
c) Der Einsatz der Marine geht vom Parlament aus. Schauen Sie sich doch in diesem unserem Lande um. Wir sind nicht, was
 militärischen Einsatz angeht, USA, GB oder F, nicht mal DK. Wir  gehen den deutschen Sonderweg. Schon jetzt ist kaum Rückhalt bei  den minimalen militärischen Einsätzen in der Bevölkerung zu finden.  ( siehe Nato - Ukraine )  Das wird sich verstärken, dazu kommt die Bevölkerungsentwicklung. Schon heute  ist von einem homogenen Staatsvolk nicht mehr die Rede. Wir sind eine Multinationale Mischgesellschaft . Es werden in der Zukunft gewaltige innere politische Problem auf uns zu kommen. Zu deren Lösung wird eine Großmarine nicht viel bei zutragen haben.
Die Feuerwehr BHV war letzte Woche 100m von uns entfernt in einem Großeinsatz tätig. Feuerwehren brachen wir. Ob wir eine Marine in der jetzgen Form brauchen oder wollen, das ist eine andere Frage. Und die kann jeder für sich beantworten.
« Letzte Änderung: 20 April 2017, 22:29:28 von beck.Schulte »

Offline FAUN

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #11 am: 20 April 2017, 22:33:37 »
Kalli, mir ist nicht bekannt, von wem die Zahlen 30 - 70% stammen. Die könnten auch aus der ZEIT-Redaktion sein. :?
Grüße Ronny

Ich wollte nur mal auf den Quatsch aufmerksam machen, der hinter solchen Schlagzeilen steht. Damit kann man nur Stimmung machen, weil darauf gebaut wird, dass nicht nachgedacht wird. 30 – 70%- eine ganz schöne Streubreite. Wie rechnet man das aus? Mit wieviel Prozent geht ein kaputter Panzer, ein kranker Admiral, ein Sturmgewehr mit defekter Visiereinrichtung und was weiß ich nicht noch in eine solche Rechnung ein? Wie wird das statistisch gewichtet? Meine Meinung: Sowas in Umlauf zu bringen ist verantwortungslos oder beabsichtigt.

Hier möchte ich widersprechen. Solche Angaben sind bei der BW systemimmanent. Meine BW-Zeit liegt zwar schon etwas zurück, aber es mußte täglich dem Schiermeister der Zustand der Fahrzeuge (Batterie eines Artilleriebataillon) gemeldet werden. Er formte diese mittels eines Schlüssels in Prozentzahlen um. So war eine fehlende Kette an der Haubitze (M109G) oder an einem Feuerleitpanzer (M113)  kein Grund, das Fahrzeug aus dem Verkehr zu ziehen, sondern es wurde ihnen noch eine Einsatzbereitschaft von 50% zugestanden. Ein kaputter oder ausgebauter Motor brachte immer noch 30%. Woher dieser Schlüssel, es waren längere Listen, kamen, und wie mit den so gewonnenen Zahlen im Stab der 1. Batterie umgegangen wurde, weiß ich nicht.

Online kalli

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #12 am: 20 April 2017, 23:17:14 »
@FAUN,
und das wurde dann auf die gesamte Bundeswehr stichtagbezogen agglomeriert. Kein Wunder, dass der Etat nicht reicht :MLL:

Offline Big A

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #13 am: 21 April 2017, 06:36:03 »
@kalli und FAUN:

Die Zeit dieser Zahlenpfuscherei ist lange vorbei!

Axel
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Offline Rheinmetall

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Re: Kaputte Truppe
« Antwort #14 am: 21 April 2017, 14:06:43 »
Also ich halte gerade unsere Wehrfähigkeit auf See als besonders wichtig.
Denn es sollte nicht vergessen werden, dass der absolute Löwenanteil (hab sogar die Zahl 90 % im Kopf) über den Seeweg abgewickelt wird.
Und gerade um das Horn von Afrika, aber auch in Südostasien ist die Bedrohung durch Piraterie besonders hoch und allgegenwärtig.
Zudem sind die Schäden die hierbei angerichtet werden, entweder unbezahlbar (Menschenleben) oder gehen in die Millionen von Dollar / Euro an Lösegeldsummen.
Daher finde ich es für absolut wichtig, dass dies unterbunden wird und die Handelsschifffahrt vor diesen Gefahren geschützt werden sollte.
Selbst den Einsatz von "Hilfskreuzern" oder "Q-Ships" (nur eben auf die Piraterie bezogen) würde ich befürworten, damit diese die Volkswirtschaftsschädlinge noch mehr in ihrer Handlungsfreiheit eingrenzen, bzw. diese auf frischer Tat angetroffen und neutralisiert werden können.

Von dem her halte ich den Einsatz unserer Marine in diesen Regionen gerade jetzt für äußerst wichtig !

Matze


Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861