collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Typ XXVII Seehund - und die Atemluft...  (Gelesen 319 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Rheinmetall

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 843
Typ XXVII Seehund - und die Atemluft...
« am: 20 April 2017, 14:07:27 »
Moin, moin zusammen !

Hab letztens in einer mir namentlich nicht mehr bekannten "Doku" gesehen / gehört, dass das Kleinst-U-Boot Seehund (Typ XXVII B) lediglich für 45 Minuten Atemluft für die beiden Besatzungsmitglieder hatte.

Dies wird bei Wikipedia unter anderem so:
Zitat
Atemluft: 45 Minuten für 2 Mann
auf der betreffenden Seite bestätigt.
Mir kommt das jedoch etwas sehr wenig / kurz vor.
Zumal ich in einem Bericht in Cajus Bekker´s "Einzelkämpfer zur See" eine ebenfalls viel längere Zeitspanne gelesen habe, in welcher eine Seehundbesatzung sogar von einemZerstörer mit WaBos belegt wurde.

Sind Euch vielleicht andere Quellen / Zeitangaben bekannt ?

Wie sieht es mit der Benutzung von Kali-Patronen aus ?
Wurden diese von Kleinkampfmittelbesatzungen nicht benutzt ?
Und wenn doch, wie lange konnte man mit diesen ausharren, bevor dann wirklich Schluß war ?

Über Antworten von Euch würde ich mich sehr freuen.  top

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Offline Schorsch

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1352
Re: Typ XXVII Seehund - und die Atemluft...
« Antwort #1 am: 20 April 2017, 15:00:59 »
Hallo Rheinmetall,

die 45-Minuten-Angabe bezieht sich lediglich auf den Luftinhalt des Innenraumes des Bootskörpers. Natürlich befand sich eine Lufterneuerungsanlage mit der Möglichkeit zum Zusetzen von Sauerstoff (Vorrat von zwei Flaschen á 20 l bei einem Druck von 200 atü = 8000 l bei Normaldruck) bzw. zur Entfernung von Kohlendioxid mittels Kalipatronen an Bord. Klaus Mattes gibt in "Seehunde" auf den Seiten 42/42 dafür eine ausführliche Beschreibung und nennt eine Zahl von 90 Stunden als maximalen Einsatzzeitraum unter abgeschlossenen Bedingungen, der u.U. auch noch etwas weiter ausgedehnt werden konnte, wenn man wirklich an/über die Grenzen der Besatzung ging.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Offline Rheinmetall

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 843
Re: Typ XXVII Seehund - und die Atemluft...
« Antwort #2 am: 21 April 2017, 13:42:56 »
Hallo Schorsch !

Wow, dass war mal eine Antwort.  top
Herzlichen Dank dafür. :)

90 Stunden sind eben schon ne ganz andere Hausnummer, statt ner dreiviertel Stunde...
Weil wie gesagt, die zuerst genannte Zeit halte ich für viel zu gering.

Mit den besten Grüßen,

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861