collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Fehler in den Typdarstellungen von Siebelfähren im Gröner  (Gelesen 75 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Aquarius

  • Bootsmann
  • *
  • Beiträge: 75
Mal wieder habe ich Fragen an Alle, die mir bei meinem Interessengebiet  "Siebelfähren" mit Wissen und Auskunft helfen können.

Mir sind bei der Durchsicht der Typdarstellungen im Gröner einige Dinge aufgefallen, die ich für fehlerhaft und korrekturwürdig halte. Ich habe großen Respekt vor den Erstellern so eines Standardwerkes und möchte mit diesem Beitrag nicht meckern, sondern helfen die nächste Auflage noch korrekter zu machen.
Bitte sagt mir ob ich bei den folgenden Ausführungen irre und korrigiert mich, wenn ihr andere Informationen habt.   

Die Zeichnung des Deutz-Endschiffs zeigt bereits ab Plattformende nach hinten einfallende Bordwände. Dies ist falsch, die Bordwände liefen bis zu den spitz aufeinander zu laufenden achtersten Abschnitten gerade. Lediglich die Schanzkleidoberkante fiel im bezeichneten Bereich leicht nach innen ein. Ein Vergleich mit Skizze 134 von Zetzsche macht klar, dass auch Herr Zetzsche dies wusste. Andere Publikationen haben aber einfach die Darstellungen von Herrn Mrva übernommen.

Die Zeichnungen des BMW-Endschiffs (vermutlich Typ 1) in der Übersichtstafel Vor- und Endschiffe zeigt im Bereich der später unter der Plattform liegt je ein Rechteck an Steuer- und Backbord, die als Einbauöffnungen für Motoren zu interpretieren sind. So ist es jedenfalls bei den Zeichnungen von Büssing- und Deutzendschiff. Bei Letzteren ist dies korrekt, über diese Öffnungen wurden die beiden LKW-Diesel dort eingebaut.
Das BMW-Endschiff hatte aber nur einen, in der Mittelachse stehenden, BMW6U-Flugzeugmotor. Dieser wurde auch durch eine einzige, in der Mittellinie befindliche, Einbauöffnung eingebaut. Die BMW-Endschiffe waren nicht einteilig sondern asymetrisch teilbar. An der Steuerbordseite befand sich die abschraubbare Tanksektion, die ca. 1/4 der Gesamtbreite des Endschiffs einnahmen. Die Darstellung im Gröner zeigt davon nichts. Sie erweckt eher den Eindruck einer Trennbarkeit in Mittellinie wie bei Büssing- und Deutzendschiff.

Die Darstellung der Siebelfähre 41 (Transportfähre) zeigt m. E. eine LwFähre mit gepanzertem Steuerstand, die Darstellung der Siebelfähre 41 (Minenfähre) zeigt m. E. eine PiLf40 mit offenem Steuerstand und Heeresdeckshaus.

Euer Aquarius