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Autor Thema: TS Hanseatic  (Gelesen 284 mal)

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Offline Rolfo

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TS Hanseatic
« am: 19 April 2017, 04:29:03 »
Die Hanseatic war ein Turbinenschiff und das erste Schiff dieses Namens.

Sie wurde 1929 bei der Fairfield Shipbuilding & Engineering Co. Ltd. in Govan als Empress of Japan gebaut und hatte ursprünglich eine Tonnage von 26.032 BRT.

Im Laufe seiner Geschichte wurde das Schiff mehrmals umbenannt.
Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lag die Empress of Japan in Shanghai. Da man den Japanern misstraute, wurde angeordnet, dass es nicht nach Yokohama weiterfahren, sondern über Honolulu nach Victoria zurückkehren solle. Dort wurde es am 25. November 1939 requiriert und anschließend mit einem grauen Anstrich und Geschützen ausgerüstet, um als Truppentransporter zu dienen. In den folgenden neun Jahren transportierte es australische und neuseeländische Soldaten in den Nahen Osten. Im Oktober 1940 gehörte es neben sechs anderen Luxuslinern zu einem „multi-million dollar convoy“ genannten Geleitzug, der von Australien nach Südafrika fuhr.

Erst im Oktober 1942, also zehn Monate nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, benannte man das Schiff in Empress of Scotland um und beseitigte damit den Bezug auf den Namen eines feindlichen Staates.

Die TS Hanseatic war die ehemalige Empress of Scotland, die  1943 und 1944 im Zuge der Vorbereitungen für die Landung der Alliierten in der Normandie auf zwölf Atlantiküberquerungen Truppen von New York und anderen nordamerikanischen Häfen nach Großbritannien transportierte.

1948 wurde sie aus dem Dienst als Truppentransporter entlassen, nachdem sie über 250.000 Menschen und 30.000 Tonnen Kriegsfracht befördert, dabei 600.000 Meilen zurückgelegt und alle vom Krieg betroffenen Regionen der Welt befahren hatte.


Nach Kriegsende hatte CP Ships die schrittweise Ersetzung ihrer Passagierschiffsflotte geplant.

Ab 1956 wurden die Planungen umgesetzt. Überraschend wurde statt der Empress of France im September 1957 die Empress of Scotland zum Verkauf ausgeschrieben.

Während ihrer sieben Jahre auf der Atlantikroute absolvierte sie 90 Kanadarundreisen, 26 Karibikkreuzfahrten von New York und drei Kreuzfahrten von Southampton aus.

Im Januar 1958 an die Hamburg-Atlantic-Linie verkauft, erfolgte eigens für die Überführungsfahrt nach Hamburg eine weitere Umbenennung in Scotland.
Noch im selben Jahr bekam das Schiff nach tiefgreifenden Umbauten in Hamburg seinen endgültigen Namen Hanseatic.  Durch den Umbau erhöhte sich die Vermessung auf 30.300 BRT und die Passagierkapazität verdoppelte sich fast auf 1.350, davon 1.165 in der Touristenklasse.  Anstelle des eingesparten dritten Schornsteins wurde ein Schwimmbecken eingebaut.  Am 2. Juli 1958 ging das Schiff auf seine erste Reise unter seinem letzten Namen und fuhr von Cuxhaven nach New York. Auf dieser Strecke wurde es dann hauptsächlich im Liniendienst eingesetzt. Es war das erste Passagierschiff, das nach dem Krieg diese Route wieder im Liniendienst befuhr und zu seiner Zeit das einzige unter Hamburger Flagge.  Außerdem wurde es für Kreuzfahrten in die Karibik und ins Mittelmeer eingesetzt.

Am 7. September 1966 brach im Hafen von New York ein Feuer im Maschinenraum aus und fand in der hölzernen Inneneinrichtung reichlich Nahrung.

Die Hafenfeuerwehr brauchte zehn Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Am Ende war das Schiff äußerlich zwar kaum, technisch jedoch so schwer beschädigt, dass man sich zum Abwracken entschied.
Dazu wurde die Hanseatic von den eigens angereisten Schleppern Pacific (10.000 PS) und Atlantic (5.000 PS) der Bugsier-Reederei nach Hamburg geschleppt, wo die Bevölkerung die „schöne Hamburgerin“ mit großer Anteilnahme begrüßte. Die Verschrottung übernahm „Eisen und Metall“ auf Altenwerder. Teile der Inneneinrichtung fanden Verwendung als Ausstattung des Hamburger Kaufhofrestaurants.
Ein Teil des Rumpfes dient bis heute in Cuxhaven einer Werft als Arbeitsponton.

1965 besuchte ich Fruende die auf der Hanseatic eine Reise in dei Karibik gebucht hatten und verbrachte als Gast einige schoene Stunden im Hafen von Port Everglades.




 



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