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Autor Thema: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren  (Gelesen 1901 mal)

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Offline t-geronimo

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #30 am: 20 März 2017, 18:30:22 »
War nicht tanken in Norwegen wirklich ein Fehler? Ist hier schon mal diskutiert worden an anderer Stelle.
Nachtanken hätte man wegen PG sowieso müssen und jeder Liter weniger bedeutet etwas mehr Geschwindigkeit für BS.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Offline mudfladdy

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #31 am: 20 März 2017, 18:53:44 »
War nicht tanken in Norwegen wirklich ein Fehler? Ist hier schon mal diskutiert worden an anderer Stelle.
Nachtanken hätte man wegen PG sowieso müssen und jeder Liter weniger bedeutet etwas mehr Geschwindigkeit für BS.
Ich weiss es nicht.
Aber ich habe inzwischen mehrere Varianten gehört.
a.) vollgetankt hatte B trotz des Treffers längere Zeit höhere Geschwindigkeit laufen können - ergo größere Distanz bis zum Torpedo-Treffer zurücklegen (oder keinen bekommen da das Timing nicht mehr reicht um B zu erreichen (bzw. vorher zu finden))
b.) spielt keine Rolle
c.) Reichweite für beide Schiffe mit max-Geschwindigkeit bis Norwegen reichte nicht mehr
d.) dafür reichte es.

Daher wäre es toll wenn man realistische Infos über den Treibstoffbestand auf B und PE hätte
1.) nach Erstkontakt mit feindlichen Kreuzern  (Vermutung: Reicht locker um nach Hause zu kommen)
2.) nach Versenkung von HMS Hood (Vermutung: Reicht nicht für PE um mit max-Geschwindigkeit zurückzukommen)

Frage: Welchen Unterschied macht es in der Geschwindigkeit, wenn beide Schiffe mit Treibstoff bis zum Limit betankt sind? Ist das viel? PE kann ja theoretisch immer schneller als B, macht das viel aus? 0,5kn, 1kn, 2kn?

Offline ede144

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #32 am: 21 März 2017, 10:17:55 »
Stand nicht ein Tanker im Eismeer?

Offline Urs Heßling

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #33 am: 21 März 2017, 10:51:53 »
moin,

Stand nicht ein Tanker im Eismeer?
Weissenburg ex Ovatella (6313 BRT)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Sarkas

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #34 am: 21 März 2017, 11:55:00 »
Da dieses Thema schon einmal (kontrovers) diskutiert wurde, noch als Hinweis ein Aspekt aus der letzten Diskussion: Bei "Rheinübung" kam es wohl sehr auf den Zeitpunkt an: Noch lange polare Nächte, günstiger Mondstand. Eine wiederholter Durchbruchsversuch hätte unter deutlich ungünstigeren Rahmenbedingungen stattfinden müssen, weshalb Lütjens wohl unbedingt durchbrechen wollte.

Objektiv betrachtet hätte Lütjens wohl in dem Moment, in dem er entdeckt wurde, abbrechen müssen, oder gar nicht. Nach dem Gefecht mit Hood und PoW konnte er davon ausgehen, dass er zumindest bis Frankreich kommen konnte, und eine Umkehr deshalb sinnlos war. Dass er der angeschlagenen PoW nicht nachgesetzt hat, wird allgemein als taktischer Fehler betrachtet, aber das ist wohl tatsächlich dem Umstand geschuldet, dass sich Lütjens an seine Befehle hielt und sich diese taktische Freiheit nicht nehmen wollte, weil sie evtl. bei seinen Vorgesetzten nicht gut angekommen wäre. Insgesamt wirkt Lütjens, bei all seiner operativen Erfahrung, gehemmt auf mich, quasi im "Beamten-Modus", vielleicht weil er die ganze Operation für keine gute Idee hielt.

Offline Steffen

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #35 am: 25 März 2017, 15:25:14 »
Insoweit hat Marschall völlig recht und Lütjens hat es ja bei Berlin auch völlig anders gehandhabt.

Es wäre sicher durchaus interessant mal zu diskutieren welchen Verlauf  Rheinübung genommen hätte wenn Marschall noch Flottenchef gewesen wäre.
Gruß Steffen

Offline Urs Heßling

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Re: Lütjens und die Entscheidung, nicht umzukehren
« Antwort #36 am: 25 März 2017, 22:17:36 »
moin,

Es wäre sicher durchaus interessant mal zu diskutieren welchen Verlauf  Rheinübung genommen hätte wenn Marschall noch Flottenchef gewesen wäre.
Da könnten alle Teilnehmer nur mit Hypothesen argumentieren. :|

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"