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* HMA

Autor Thema: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte  (Gelesen 49268 mal)

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Offline DST

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #885 am: 12 Juli 2017, 21:03:31 »
Ich habe hier nicht behauptet, das dort etwas über "Amount of Ships" steht

Du behauptest seit zig Seiten das man in Washington über die Anzahl der Schiffe und das dazu gehörige Verhältnis der Marinen zueinander
verhandelt hat.
Und wenn das der Wahrheit entsprechen würde , dann müßte dort ja etwas von " amount of ships " stehen.

Tut es aber nicht wie du selber festgestellt hast.

mfg dirk

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #886 am: 12 Juli 2017, 22:17:04 »
moin

Schiedshof
An die Delegation der Republik Frankreich

1. Der Schiedshof nimmt Ihre Nichtzustimmung zu dem vorliegenden, abgestimmten Vertrag mit Bedauern zur Kenntnis und wird sie im Abschlußbericht an den Völkerbund dokumentieren.

2. Ein weiteres Eingehen auf Ihre immer weiter gesteckten Forderungen wurde von den anderen Nationen und wird auch vom Schiedshof selbst entschieden abgelehnt.

gez. Hesselink. Kapt. a. D.
« Letzte Änderung: 12 Juli 2017, 22:58:19 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #887 am: 12 Juli 2017, 22:30:02 »
moin,

ich bin der Meinung, daß alle teilnehmenden Nationen - die offizielle Zustimmung Japans steht ja noch aus -
etwas erreicht haben.
Ein "mehr erreichen" oder "schlechter dastehen" (von dem Alex sprach) einer Nation dokumentiert sich nicht (nur) in der Anzahl der in Dienst gehaltenen Großkampfschiffe,sondern in einer ausgewogenen auch finanziellen Politik, die Außen- und Innenprobleme gleichermaßen berücksichtigt.
Ich bin daher auch der Meinung, daß Frankreich angesichts durchaus vorhandener anderer Probleme mit einer Flotte von 7 DN und 4 abgerüsteten Dantons und ohne Beschränkung betr. des Baus von Trägern und Kreuzern recht gut hätte leben können.

Gruß, Urs
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Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #888 am: 13 Juli 2017, 08:12:35 »
moin

---

Schiedshof
Verhandlungsleiter

An
den Leiter der Delegation des Kaiserreichs Japan

Der Schiedshof drückt dem Kaiserreich sein Bedauern zum Verlust Ihres Schiffes Kawachi und sein aufrichtiges Beileid zum Tod vieler Soldaten der Kaiserlichen Marine aus.

Bitte nehmen Sie mein tiefgehendes Mitgefühl als Seemann und Soldat an.

Hesselink, Kapt. a. D.

---

Gruß, Urs
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Offline Imposand

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #889 am: 13 Juli 2017, 09:11:09 »
Delegation Kaiserreich Japan an Schiedshof

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

im Namen seiner Hoheit Tenno Yoshihito bedanken wir uns für Ihre anteilnehmenden Worte.

Unser gesamtes Volk ist gleichfalls in tiefer Trauer zu diesem plötzlichen und unvorhergesehenen Unglück. Wie es zu dieser Tragödie kommen konnte, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Wir werden jedoch eine entsprechende Untersuchung einleiten und hoffen hierdurch zukünftig Unglücke dieses Ausmaßes verhindern zu können.

Ungeachtet von diesem Unglück, wurde die Delegation von der Regierung seiner Hoheit Tenno Yoshihito angewiesen, dem Vertragsentwurf seine Einwilligung zu erteilen.

Wir möchten jedoch mit Sorgen festhalten, dass eine Ablehnung des Vertragsentwurfs seitens der Republik Frankreich, eine Begrenzung der maritimen Streitkräfte auf absehbare Zeit unmöglich werden lässt.

Aus diesem Grund behält sich das Kaiserreich Japan das Recht vor, sollten durch Schlachtschiff-Neubauten seitens der Republik Frankreich oder als Reaktion auf diese, durch andere an dieser Konferenz teilnehmenden Nationen Schlachtschiff-Neubauten beabsichtigt werden und hierdurch die Sicherheit des Kaiserreich Japans in Gefahr geraten, ungeachtet eines bestehenden Vertrages, entsprechende eigene Schlachtschiff-Neubauten gefertigt werden.

Kaiserreich Japan


« Letzte Änderung: 13 Juli 2017, 14:05:54 von Imposand »
WoWs-Nick: Valletto

Im Übrigen bin ich der Meinung, gehört der Rundfunkbeitrag abgeschafft!!

Offline Hannes 1988

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #890 am: 13 Juli 2017, 12:08:19 »
Wie eine französische Delegation reagiert hätte wäre unser Szenario wirklich real bleibt ja spekulativ. Ich vermute gerade, weil der Feind noch unmittelbar vor der Haustüre steht hätten sich die Franzosen nicht mit allen (auch ehem. Verbündeten) überworfen. Auch eine Drohung die Zahlungen an die USA und GB einzustellen halte ich für eine leere Drohung. Wenn die ihr Geld haben wollen nehmen sie es sich im Zweifelsfall. Und besonders der Fakt, dass Dtl. nicht wie in der Realität schwach ist und Reparationen zu zahlen hat hätte genügt um ein französisches Einlenken sicher zu stellen. Auch wenn ich unterstelle, dass Frankreich in puncto Selbstreflektion Defizite erkennen ließ (ich meine jetzt das reale nicht Alex).
LG Hannes

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #891 am: 13 Juli 2017, 14:51:40 »
moin,

Schiedshof
An die Delegationen
Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten
Deutsches Reich
Kaiserreich Japan
Königreich Italien
Österreichisch-Ungarisch-Böhmische Union

1. Der Schiedshof nimmt Ihre Zustimmung und Genehmigung des vorliegenden Vertrages zur Kenntnis und wird das abgeschlossene Dokument dem Völkerbund vorlegen.

2. Der Schiedshof bedauert wie Sie die nicht erteilte Zustimmung der Republik Frankreich.

3. der Schiedshof bedankt sich ausdrücklich für die kooperative und kompromißbereite Haltung, mit der Sie einen solchen Vertrag möglich gemacht haben.

4. In Anerkennung der durch die Delegation des Kaiserreichs Japan geäußerten Sorgen führt der Schiedshof aus, daß die Ablehnung der Zustimmung durch die Republik Frankreich das Vertragswerk nicht unwirksam werden läßt.
Die Indiensthaltung der erwähnten Schlachtschiffe durch Frankreich wird nicht als eine wirkliche Gefährdung, sondern eher als eine Schwächung der Fähigkeit zu Neubauten durch Bindung finanzieller Ressourcen eingestuft.
In dem als eher unwahrscheinlich eingeschätzten Fall des Neubaus von Großkampfschiffen durch Frankreich wäre eine Folgekonferenz einzuberufen, die einen neuen Abgleich der Rüstungsmaßnahmen der Vertragsnationen zum Ziel hätte, um unabgestimmte Rüstungsmaßnahmen zu vermeiden.

Hochachtungsvoll

gez. Hesselink, Kapt. a.D.
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #892 am: 13 Juli 2017, 15:30:07 »
moin,

---

Der Schiedshof
Leiter


An
Republik Frankreich
Außenministerium
Herrn A. Briand
Persönlich !

Sehr geehrter Herr Minister,

Der Leiter Ihrer Delegation bei der Flottenabrüstungs- und Kriegsschiffbaubegrenzungskonferenz in Den Haag wird Sie schon darüber unterrrichtet haben, daß er eine Zustimmung zu dem mit allen anderen teilnehmenden Nationen abgestimmten Vertragswerk abgelehnt hat.

Ich möchte Ihnen in diesem persönlichen Schreiben mitteilen, daß ich diese Entscheidung für falsch ansehe.

Die fachliche Sicht des Verhandlungsleiters, Kapt. a. D. Hesselink, ist die, daß Frankreich mit den vorliegenden Bestimmungen des Vertrags jeden Freiraum hätte, eine moderne Marinerüstung mit Flugzeugträgern, Kreuzern, Großzerstörern, Torpedobooten und Unterseebooten durchzuführen und daß ein Indiensthalten von aus allgemeiner Sicht bereits veralteten Schlachtschiffen den Interessen Frankreichs weniger Nutzen brächte als eine Wendung zum Bau von Schiffen der zuvor genannten Typen, der die vor dreißig Jahren wie heute moderne französische Idee der Jeune École fortsetzen könnte.

Es ist die sehr persönliche Sicht Kapt. a. D. Hesselinks, daß die Nicht-Zustimmung zum Vertragswerk mit der allgemein als sehr engagiert anerkannten, aber auch aus Sicht anderer Delegationen uneinsichtigen und seiner eigenen Meinung nach auch unvernünftigen Haltung des Delegationsleiters, Herrn de Serrurier, in Zusammenhang steht.

Ich sähe es als gewinnbringend für alle Seiten an, wenn es Ihnen möglich wäre, Herrn de Serrurier mit den hier vorgebrachten Argumenten zu überzeugen, seine ablehnende Haltung aufzugeben.

Ich biete Ihnen an, in Nachverhandlungen dem vorliegenden Vertragswerk zuzustimmen, um eine marinestrategische Isolation der Republik Frankreich zu verhindern.

A. Kuyper

---

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 13 Juli 2017, 15:41:59 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Woelfchen

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #893 am: 13 Juli 2017, 17:06:13 »
*** Ein Zwischenruf ***
Es wurde ja eigentlich schon geschrieben.
Interessant finde ich wie sich (hier) Frankreich an, für den Einsatz in Europa, hoffnungslos veraltete Einheiten festgeklammert hat. Für die Kolonien sind die wiederum eigentlich viel zu groß und teuer (unterhalt). Vor allem wenn man die nicht vorhandenen finanziellen Mittel denkt. Das was die alte Pötte fressen hätte man auch für neueres Material verwenden können.
Wäre (mal weitergesponnen) interessant* wie sich diese alten Schiffe gegen die Flotten von Deutschland und England schlägt.  :wink:
England war ja schon immer sehr pragmatisch bei der Wahl seiner Verbündeten. (Andere Länder natürlich auch, Hauptsache man kann seine Interessen durchsetzen)


* eigentlich ja nicht, da zu eindeutig

*** Ende ***

Offline Huszar

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #894 am: 13 Juli 2017, 19:53:46 »
Hallo, Wölfchen,

Frankreich hatte hier folgende Ziele:
1, die für den Mittelmeereinsatz noch durchaus brauchbaren Einheiten der Danton-Klasse zu behalten, um entweder die moderneren Schiffe gegen D freizubekommen, oder zusammen mit diesen eine eindeutige Überlegenheit gegenüber einer Koalition I+ÖUKB herzustellen.
2, zumindest die theoretische Möglichkeit, bei Besserung der Finanzlage neue, wirklich moderne Schiffe zu bauen
3, falls 1, und 2, nicht voll möglich wären, mit so wenig Gesichtsverlust aus der ganzen Sache rauszukommen.

Alle diese Punkte sind mit den Zielen in IRL-Washington deckungsgleich. Im Gegensatz zu IRL-Washington kann sich F noch weniger einen GEsichtsverlust leisten, da in Gegensatz zur Realität F HIER praktisch als Verlierer in die Konferenz ging.

IRL wurde F finanziell erpresst, um den Vertrag zu akzeptieren, und trotzdem wurden ihnen drei Dantons und die Möglichkeit, 70.000t zu bauen, zugestanden.
HIER wurde F schon zum Friedensschluss erpresst, in der Konferenz kam immer "Ihr Deppen seit soweiso Pleite, was wollt ihr mit weiteren Einheiten und der Bauoption?!", bzw wurde direkt mit einer vorgezogenen Rückzahlung erpresst. Heute funzt das nichtmal bei Griechenland, damals, mit einem Franzosen hätte es wohl ein Duell bis zum Tod bedeutet. Oder die sofortige Abreise der Delegation. Es wurde Null Raum für Gesichtstwahrung gelassen.

Ja, langfristig hat F mehr gewonnen, als IRL in Washington. Kurz- und Mittelfristig aber viel mehr verloren.

Briand an Hr. Kuyper
Persönlich!

Sehr geehrter Herr Kuyper,

Wir haben die Verhandlungen aufmerksam beobachtet, und mussten feststellen, dass der Comte Keszy de Serrurier die Vorgaben unserer Nation mehr, als Kompromissbereit vertreten hat. Einige seiner Zugeständnissen kann man sogar als "Lasch" bezeichnen - und genau wegen diesen Zugeständnissen sehen wir uns ausser Stande, dem Comte das Grosskreuz für besondere Verdienste zu verleihen.
Die französische Regierung und das französische Volk steht voll hinter der Entscheidung des Comte, dem vorliegendem Vertrag eine Unterschrift zu verweigern.
Die offenen Drohungen aus England, eine sofortige Rückzahlung der Schulden zu verlangen, haben uns - neben der Weigerung der Parteien, unsere Vorschläge ernst zu nehmen, und einen Kompromiss zu finden - darin bekräftigt, den Vertrag in der derzeitigen Form abzulehnen, und unser Bündniss mit England einer Prüfung zu unterziehen.

Weiterhin sehen wir uns gezwungen, unsere Truppen aus der Intervention in Russland sofort zurückzuziehen. Da wir anscheinend kein Geld für Marinerüstung haben, haben wir sicherlich kein Geld für ein Abenteuer in Russland.

Gez. A. Briand


Und dazu ein Zeitungsartikel aus der internationalen Presse (ja, La Figaro ist international  :-D)

(Tietelseite)
England Droht seinem Verbündetem!
Wie wir aus verlässlicher Quelle erfahren haben, hat unser ehemaliger Bündnisspartner offen gedroht, damit Frankreich einem erniedrigenden Vertrag zustimmt. Nachdem vor einem Jahr die USA uns offen zu einem Frieden mit Deutschland erpresst hat, kommt die nächste Erpressung der angelsächsisch-germanischen Mächte mit dem Ziel, die Grande Nation auf das Niveua einer Aushilfsmacht zurückgerdängt werden soll.
Die Regierung gibt in diesem Falle kein Kommentar ab - es fragt sich, ob unsere Regierung tatsächlich nichts gegen solche Erpressungen unternehmen möchte?!?
(einige Absätze über die Kriegsbereicherer in England und den USA, die Frankreich in den Ruin treiben möchten, etc, etc, etv.) 


EDIT:
IRL konnte sich England und die USA eine finanzielle Erpessung militätpolitisch leisten, sowohl D, als auch ÖU waren für absehbarer Zeit - oder für immer - weg vom Fenster, DIE Kontinentalmacht war Frankreich. Somit war F nicht unbedingt für das Gleichgewicht notwendig, war sogar eher hinderlich. HIER sind beide Länder noch Player, somit kann man es nicht leisten, Frankreich zu verärgern, und als Verbündetem für das Gleichgeicht zu verlieren - wir D anstelle von F hoffiert, ist das Gleichgewicht auch im Arsch, und dafür sind die Zugeständnisse an D zu wenig...
« Letzte Änderung: 13 Juli 2017, 20:34:44 von Huszar »
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #895 am: 13 Juli 2017, 21:09:18 »
moin, Alex

Frankreich hatte hier folgende Ziele:
1, die für den Mittelmeereinsatz noch durchaus brauchbaren Einheiten der Danton-Klasse zu behalten, um entweder die moderneren Schiffe gegen D freizubekommen, oder zusammen mit diesen eine eindeutige Überlegenheit gegenüber einer Koalition I+ÖUKB herzustellen.
Ich erinnere daran, daß F IRL (Deine Lieblingsformulierung) auch nur Parität mit Italien allein zugestanden wurde.
Hier willst Du eindeutige Überlegenheit gegenüber einer Koalition I+ÖUKB ?
Wie willst Du das begründen - im Vergleich zu IRL ?


2, zumindest die theoretische Möglichkeit, bei Besserung der Finanzlage neue, wirklich moderne Schiffe zu bauen
Diese Möglichkeit hat hier NIEMAND.


Es wurde Null Raum für Gesichtstwahrung gelassen.
.. und das bestreite ich vehement.
F war die einzige (Spiel-)Nation, der auf ihr (Dein) Begehren hin 2 x (!) mit weiteren Zugeständnissen nachgegeben wurde, erst mit 2, dann mit 4 Dantons, während alle anderen Nationen sich zurückhielten.


Gruß, Urs


P.S. Meiner Meinung nach hat Herr de Serrurier in dem Augenblick selbst ein wenig sein Gesicht verloren, als er verlangte, die Libertés zu behalten mit dem Trick-Angebot, die Mittelartillerie zu verringern, während die nicht erwähnte (!) Schwere Artillerie erhalten geblieben wäre : Das war unseriös.
« Letzte Änderung: 13 Juli 2017, 21:38:03 von Urs Heßling »
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Offline Hannes 1988

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #896 am: 13 Juli 2017, 23:10:33 »
Ich spreche mal für mich, der ich Italien vertreten habe. Ich habe den Vorschlägen wohl auch zugestimmt, weil ich über das moderne Wissen verfüge. Wenn man es ganz genau nimmt hätte man nur das in die Entscheidungsfindung einbeziehen sollen, was allgemein bekannt war damals und eben genaue Daten zu der Situation im eigenen Land.

Und ich schätze in unserem Szenario wo die USA den Frieden erpressen hätten sowohl F, I als auch GB Frust gegen die USA geschoben, aber GB ist vermutlich schlau genug um es sich nicht permanent mit denen zu verderben. Daher ist eine Annäherung GB, USA und Dtl in meinen Augen bei einem derartigen Verhalten Frankreichs nicht unwahrscheinlich. Ö/U und I verhalten sich hier vermutlich komplett neutral. Damit hätte sich Frankreich völlig isoliert.
LG Hannes

Offline Halvar66

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #897 am: 14 Juli 2017, 11:01:23 »
Wad noch schwerer wiegt ist, das Japan den Makel des potentiellen Aggressors an Frankreich abgegeben hat ohne etwas dafür tun zu müssen
.
Im übrigen hat Frankreich due 70.000 t nicht als Zusatz zugestanden bekommen, sondern das war die Summe, die vorzeitig, also vor Ablauf des Moratoriums, als Ersatzbauten verbauen durfte und dann noch gestaffelt, also mit fixen frühestem Baubeginn.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Online Urs Heßling

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #898 am: 14 Juli 2017, 14:11:19 »
moin,

---

Schiedshof
Leiter

An
Alle Delegationen

Der bisherige Verhandlungsführer, der für diese Aufgabe re-aktivierte Kapt. a.D. Hesselink, wurde nach Vollendung des 65. Lebensjahres heute um 12:00 Uhr endgültig in den Ruhestand versetzt.

Zuvor wurde er durch den Leiter des Schiedshofs von der Aufgabe der Verhandlungsführung entbunden.

Auf die Frage Ihrer Majestät der Königin nach Weiterführung der Aufgabe meldete Kapt. a.D. Hesselink, daß die Aufgabe, wenn auch nicht zur vollen Zufriedenheit, abgeschlossen sei. Eine erneute Re-Aktivierung durch besonderen königlichen Erlaß zur weiteren Leitung von eventuellen Folgeverhandlungen lehnte er ab, da er sich nun wieder seinen privaten Interessen, der Forschung zur Marinepolitik der Niederlande zwischen dem Zweiten und dem Dritten englisch-holländischen Seekrieg, widmen wolle.

Ihre Majestät und der Leiter des Schiedshofs drückten Kapt. a.D. Hesselink ihren Dank für die Durchführung seiner Aufgabe aus.

Der Schiedshof verabschiedet hiermit die Mitglieder aller Delegationen und wünscht Ihnen privates Glück und beruflichen Erfolg, Ihren Nationen Frieden, Wohlstand und Wohlergehen.

gez. A. Kuyper

---

Gruß :O/Y Urs

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Offline Huszar

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Re: Entwicklung des Schiffsbaus im Fall eines Sieges der Mittelmächte
« Antwort #899 am: 15 Juli 2017, 08:18:07 »
Hallo,

Die Snapsidee, Pre-Dreadnought - oder gar Schlachtkreuzer - zu Panzerkreuzern umfunktionieren halte ich persönlich für undurchführbar, unmöglich und finanziell zu belastend. Darauf habe ich schon das erste Mal hingewiesen, als die Idee aufgetaucht ist. Am Beispiel der Dantons:
- mit der vorhandenen Bewaffnung sind die gegen 30,5cm-Schiffe noch ansatzweise brauchbar - und im Mittelmeer gibt es nur solche. Mit nur 24cm und der realen SA-Aufstellung sind die gegen diese unbrauchbar.
- mit 19Kn sind die für die (französische) Linie ideal, auch modernere Schiffe sind dort nicht deutlich schneller. Diese Geschwindigkeit ist für ein Kreuzer lachhaft, sogar für 1914er Verhaltnisse, und für 1918... Gibt es Probleme, können sie einem italienischem Schlachtschiff nicht wegrennen, deutsche oder englische Schlachtkreuzer ziehen da Kreise drumherum. (schon die allerletzten Panzerkreuzer aus GB und I konnten 23kn laufen)
- 3.000-4.000sm @ 12Kn Reichweite sind für ein Schlachtschiff im Mittelmeer ausreichend, für einen Kreuzer, der ja bei Bedarf die Weltmeere bereisen soll, arg wenig. (die als kurzbeinig beschimpften Zwischenkriegs-Kreuzer aus F konnten 4.500 @ 15Kn leisten)

Um aus den Dantons einen wirklich brauchbaren Kreuzer zu machen, der noch für gut 10-15 Jahre Dienst tun kann (für eine kürzere Dauer lohnt sich ein Umbau eh nicht), reicht es nicht, die 30,5er gegen 24er zu tauschen, man müsste die Maschine komplett rausreissen, um das Schiff auf etwa 25-26Kn zu bekommen, die zu diesem Zeitpunkt unzureichenden 75 und 47mm müssten ebefalls gegen 100mm und Fla getauscht werden (letzteres wäre auch bei Behaltung als BB nötig). Eventuell neue Bugform, um den Leistungsbedarf zu senken.

Das alles würde sich auf extraorbitanten Kosten summieren, was weder für F, noch für I oder ÖUKB tragbar wären, nur um einen Kreuzer zu haben, der langsamer und weniger Kampfkräftig wird, als ein existierender Schlachtkreuzer, und auch sehr wahrscheinlich jedem neugebautem Kreuzer (angenommen, 15.000t und 24cm werden akzeptiert) unterlegen sein würde.
Wenn die Mittelmeerstaaten kein Geld für BB-Neubauten haben, werden sie auch kein Geld für solche Umbauten haben.

Das Angebot, man dürfte die Dantons nach einem solchen Umbau behalten, lässt sich so übersetzen: entweder behaltet ihr komplett unbrauchbare Schiffe (Tausch der 30,5 gegen 24cm OHNE weiteren Umbau), oder ihr gibt unsummen für ein marginal brauchbares Schiff aus, oder ihr lehnt dankend ab, und verschrottet die Dingers gleich.

Bei den deutschen BC ist die Sache etwas besser, da diese zumindest die Geschwindigkeit haben, mit dem man etwas machen kann. Das Problem ist aber identisch: gegen einen 13,5er BC sind die Schiffe an Feuerkraft zu deutlich unterlegen (vor allem, wenn auf 21cm zurückgerüstet werden muss), und auch die Geschwindigkeit ist nicht soo berauschend. Nagelneue 15k/24cm-Kreuzer sind da auch überlegen.

Sorry, dass Frankreich nicht in diese offensichtliche Falle, die als grosszügiges Angebot presentiert wurde, getappt ist.  :-P
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