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Autor Thema: Neues von den deutschen Werften (zivil)  (Gelesen 14407 mal)

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Offline lafet944

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #90 am: 04 November 2016, 14:44:16 »
Hallo,

wahrscheinlich müsste man das Schiffchen für jede Art von Nutzung völlig umbauen, im Moment scheint es nur ein übermotorisiertes Treibstoff-Fass zu sein.
Angeblich soll es mit etwas über 400t Verdrängung 60 Knoten über 3000 sm durchhalten. Ein Blick ins Innere würde mich da auch sehr interessieren.

Viele Grüße

Offline RonnyM

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #91 am: 04 November 2016, 17:52:19 »
...in Inneren :?

Da wirst du keinen Salon finden. Nur Turbinen und Tanks... :biggre:

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline Manfred Heinken

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #92 am: 05 November 2016, 10:41:05 »
Moin zusammen,
die Lloyd Werft hat von dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch den Auftrag zum Bau einer neuen Superyacht bekommen.
Damit sind der Lloyd Werft in Bremerhaven große Sorgen genommen worden, da es mit den Aufträgen nicht allzu rosig aussah.
Die Lloyd Werft hat für Abramowitsch schon die Megayacht "Luna" gebaut
In der Anlage ein Foto der schon gebauten Megayacht "Luna"
Mein Foto, mein Copy

Quelle: Weser Kurier

Beste Grüße
Manfred Heinken

Offline halina

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #93 am: 15 November 2016, 18:55:31 »
Wie vom Pressesprecher der Meyer-Werft in Papenburg mitgeteilt wurde , beginnt 2019 eine neue
Epoche der Antriebstechnik für die dann auszuliefernden Kreuzfahrschiffe .
Demnach sollen ab diesem Zeitpunkt insgesamt 9 Schiffe übergeben werden die ausschliesslich mit
Flüssiggas LNG betrieben werden , 3 davon in Papenburg und 6 weitere auf der Meyer-Werft im
finnischen Turku .
Es ist zu hoffen dass nun endlich das Bundeswirtschafts-Ministerium grünes Licht für den Aufbau
eines LNG-Terminals in Deutschland geben wird . Die Landesregierung von Niedersachsen hat hierzu
schon einen Vorschlag unterbreitet und einen Standort neben dem JWP benannt mit ausreichend
grosser Standfläche , aber dazu bisher von der Bundesregierung keine Stellungnahme .

                                                                                                                                   :MG:   halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline RonnyM

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #94 am: 16 November 2016, 16:59:54 »
...da wird auch vor der Wahl nix mehr passieren, lieber Günter. Leider.

Grüße Ronny
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Offline Benjamin

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #95 am: 16 November 2016, 17:23:08 »
Ich tippe ja eher auf Brunsbüttel ;-)
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

Offline halina

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #96 am: 16 November 2016, 17:24:49 »
Moin lieber Ronny ,

Es ist ein Trauerspiel , es gibt schon einige Fahrzeuge an unserer Küste die mit LNG betankt werden
müssen ,da muss nun umständlich von Holland oder Belgien aus in "Gefahren-Transportern" über die
Autobahnen der Treibstoff nach den Häfen verbracht werden oder die Schiffe müssen zum Tanken in
diese Auslandshäfen fahren .   flop
                                                                                                                                 Gruss  Günter
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                      Phil Borman

Offline jadebusen

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #97 am: 16 November 2016, 17:37:52 »
LNG in aller Munde – aber gibt es „LNG-Antriebe“?
Etwas teilweise humorvolles aber durchaus interessantes über den Stoff oder.... was man weiss was man wissen sollte :O/Y :O/Y :O/Y

Das Kürzel LNG – liquefied natural gas – hat in den letzten Jahren auch unter Fachleuten zu einem fast beliebigen Sprachgebrauch geführt, der kaum noch zu überbieten ist. Im täglichen Gebrauch wird überhaupt nicht mehr darüber nachgedacht, was „LNG“ eigentlich ist und ob das Kürzel korrekt verwendet wird.
Worum handelt es sich bei dem Stoff, der mit diesem Kürzel belegt wird? Um einen Kraftstoff? Ja aber …, denn dieser befindet sich in einem Aggregatzustand, in dem er nicht verbrannt werden kann. Verflüssigtes Erdgas ist nicht brennbar. Es muss erst aufbereitet, soll heißen, in den gasförmigen Zustand zurückversetzt werden, um im Nieder- oder Hochdruckverfahren einem Motor zugeführt und verbrannt zu werden. Folglich gibt es auch keinen „LNG-Motor“ und „LNG-Antrieb“ ebenfalls kein „LNG-Antriebssystem“, wie selbst in der maritimen Fachpresse häufig zu lesen ist. Weder mit Erdgas, noch mit verflüssigtem Erdgas lässt sich irgendetwas antreiben.
Somit ist auch „LNG-Antriebstechnik“ eine Wortschöpfung, die ebenso wenig eine technisch-physikalische Grundlage hat wie der „LNG-Antrieb“. Zum Vergleich: Wer würde von Gasöl-Antrieb oder von Schweröl-Antriebstechnik sprechen? Keiner? Macht man sich klar, warum niemand diese Begriffe benutzen würde, dann bleibt die Frage offen, warum dann „LNG-Antriebstechnik“? Nun, es ist einfach schick über LNG statt über verflüssigtes Erdgas zu sprechen.
Dasselbe gilt für weitere Wortschöpfungen, die mit der Verwendung von Erdgas als Schiffskraftstoff und somit der Wiedereinführung von Ottomotoren als Schiffsantriebsmaschinen zwangsläufig verbunden sind. Schließlich sind die sogenannten „LNG-Schiffe“ auch nur schlichte Motorschiffe und deren Antrieb – im Gasbetrieb – ein Ottomotor. Eine Spitzenleistung ist in diesem Zusammenhang „eine LNG-angetriebene Schiffsreise“.
Die mit dem Kürzel LNG zusammengesetzten Wörter sind nicht die einzig fragwürdigen Wortschöpfungen in der deutschen Fachsprache. Bei allem Verständnis für einfache Ausdrücke und Ausdrucksweisen, die benutzten Wörter müssen präzise das ausdrücken, was gemeint ist.

Autor: H.-J. Reuß

Offline halina

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #98 am: 16 November 2016, 19:15:26 »
Moin Jadebusen ,

Danke für Deinen Beitrag , Du kannst wohl davon ausgehen dass sicherlich unsere Foristen etwas
Bescheid wissen über LNG und dass dieses Medium mit einer Temperatur zwischen 161-154 ° -
nicht direkt in den  Motor eingespritzt werden kann und erst durch Verdampfer-Prozessanlagen in
den notwendigen Gaszustand versetzt  und so dem Motor zugeführt wird .
Was nun die richtige Bezeichnung für diese Technik ist , so halte ich den Sammelbegriff für ein "Schiff
mit LNG-Antriebstechnik" durchaus für gerechtfertigt , da es sich nicht nur auf den Motor bezieht .

                                                                                                                              Gruss  halina

Edit : Die einfache Bezeichnung " Erdgas-Motorantrieb" wäre auch nicht korrekt , da diese auch
          noch das mit 200 bar hochkromprimierte CNG ( Compressed Natural Gas ) beinhalten würde
          was aber auf den grossen Schiffen nicht zum Einsatz kommt .
« Letzte Änderung: 16 November 2016, 22:42:05 von halina »
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                      Phil Borman

Offline FAUN

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #99 am: 17 November 2016, 00:15:17 »
Der Kaiser ist schon lange weg, trotzdem wird noch um sein Bart gestritten. LNG und Gasmotor, wird in der Presse gerne zum LNG-Motor zusammen gezogen. Muß jetzt nicht falsch sein, wir telephonieren ja auch mit einem Handy und nicht mit einem Mobiltelefon. Allerdings hakt der Vergleich mit dem Otto-Motor etwas, eine Zündkerze  finden wir auf den Schiffen nicht. Hier wird mit Zündölen (Diesel), Vorkammerverfahren mit Glühkerzen oder doch Direkteinspritzung gearbeitet. Ist ein Gasmotor aus einem Otto-Motor abgeleitet, dann braucht es allerdings weiterhin der Zündkerze, aber hier versucht man bereits einen Laser als Zündvorrichtung einzusetzen.

Offline halina

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #100 am: 17 Dezember 2016, 16:20:57 »
Wie vom BSH in Hamburg bekanntgegeben , ist ein Neubau als Ersatz für die 29 Jahre alte "ATAIR" ,
welche als Vermessungs-Wracksuch -und Forschungsschiff im Einsatz ist , an die Fassmer-Werft in
Berne in Auftrag gegeben worden . Die Baukosten die vom Bund getragen werden belaufen sich nach
heutiger Berechnung auf ca. 114 Mill. Euro . Das neue Schiff wird ca. 75 m Länge haben und erhält
als Treibstoff LNG , es wird eingesetzt in der Nord-und Ostsee sowie im Seegebiet des Nordostatlantik .
Auch der Neubau wird ca. 2020 wieder als "ATAIR" in See stechen mit Heimathafen Hamburg .

                                                                                                                                    :MG:  halina

Ein Foto der "ATAIR" , aus dem Vorhafen von Geestemünde auslaufend vom 29.9. 2015
                                                   Urheber: Ein Dahmer , Lizenz: CC-BY-SA 4.0 International

« Letzte Änderung: 17 Dezember 2016, 20:38:39 von halina »
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Offline RonnyM

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #101 am: 17 Dezember 2016, 16:42:30 »
...ja ja, die ATAIR...

Es war im September 1988, da lag der Dampfer in Hörnum. Abends im Rostigen Anker traf ich meinen Freund Adi vom DHI wieder. Ich hatte ihn 20 Jahre vorher bei den Raketenversuche in Hörnum kennen gelernt. Er hatte eine Wellen-Meßanlage vor Hörnum installiert. Wir hatte uns damals schon gut verstanden. :OuuO:

Am besagten Abend traf man eine Verabredung am nächsten Nachmittag zum Kaffee an Bord. Ich weiß bis heute nicht, wo der ganze Krimsekt herkam. Er floss in Strömen. Spätabends, es war zwischenzeitlich Ebbe, schaffte ich noch die Leiter hoch, aber irgendjemand zog mir in den Dünen die Beine wech.

Forschung kann schon Spaß machen. :biggre:

Grüße Ronny
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Offline halina

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #102 am: 18 Dezember 2016, 15:29:03 »
Die Generaldirektion der Wasserstrassen und Schifffahrtsverwaltung ( WSV ) hat der Hamburger Werft
Pella Sietas ein schönes Präsent auf den vorweihnachtlichen Gabentisch gelegt .
Es ist ein Auftrag über den Bau eines leistungsfähigen Laderaum-Saugbaggers für den Einsatz auf der
Unterelbe und dem Mündungsgebiet , der Neubau soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein und hat einen
Wert von fast 100 Mill. Euro , deren Kosten vom Bund übernommen werden .
Das Schiff wird ca. 133 m lang sein mit einem Ladevolumen von ca. 7.500 cbm , somit gegenüber des
Saugbaggers "Nordsee" noch um 1.400 cbm grössere Kapazität . Die Besatzung wird gestellt von der
zuständigen Personalabteilung der WSV , hierfür könnte evtl. das WSA in WHV zuständig sein .
           Ständig im Einsatz in den Mündungsseegebieten von Elbe und Weser sowie im Jadebusen ist
der schon betagte fast 40 Jahre alte Saugbagger "Nordsee" , der zur Flotte des WSA in WHV gehört ,
er wurde 1978 auf der O&K Werft in Lübeck gebaut , und ist mit 8.800 BRZ vermessen , hat eine
Länge von ca. 132 meter und kann in ca. 40 Minuten 6.100 cbm Sauggut aufnehmen . Ausserdem
kann das Schiff nach einer Umrüstung auch für die Ölunfallbekämpfung eingesetzt werden mit einer
Aufnahme des Öl-Wassergemisches bis zu 1.000 cbm innerhalb einer Stunde .

                                                                                                                               :MG:   halina


Hier eine Aufnahme der "NORDSEE" an der Neuen Jade Werft liegend im Binnenhafen von WHV
                               Foto vom 2.8.2013 , Urheber: Ein Dahmer , Lizenz: CC-BY-SA 3.0 Unported
                                             
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                      Phil Borman

Offline Manfred Heinken

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #103 am: 18 Dezember 2016, 15:50:56 »
Moin Halina,
ist die Rede denn davon, das die jetzige "Nordsee" ausgemustert werden soll?
In welcher Zeitung stand denn der Artikel?

Beste Grüße
Manfred Heinken.

In der Anlage ein Foto von der "Nordsee". im September 2002, da ist sie auf der Jade unterwegs.
Mein Foto, mein Copy
« Letzte Änderung: 18 Dezember 2016, 18:30:43 von Manfred Heinken »

Offline bettika61

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Re: Neues von den deutschen Werften (zivil)
« Antwort #104 am: 18 Dezember 2016, 17:11:33 »
Hallo Manfred,
der neue Saugbagger kommt zusätzlich zur "Nordsee" eingesetzt werden
http://www.hansa-online.de/pella-sietas-baut-neuen-saugbagger/?p=53060
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana