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Autor Thema: Das Versinken der USS Thach FFG 43  (Gelesen 2184 mal)

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Offline Big A

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Re: Das Versinken der USS Thach FFG 43
« Antwort #15 am: 18 Juli 2016, 23:36:03 »
Ist ja irgendwie auch ironisch, ein nach Cdr Thach benanntes Schiff mit einem Torpedo zu versenken...

Axel
Tracers work both ways!!

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline RonnyM

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Re: Das Versinken der USS Thach FFG 43
« Antwort #16 am: 19 Juli 2016, 10:56:04 »
...vielleicht ist es "gesünder" den Schrott nach Alang & Co. zu verbringen. :x Da gibt´s noch Lohn + Brot für`s zerschneiden.

Die Zahlen, welche bei SINKEX zustande kommen sind auch nicht ohne. Denn so gesehen ist das die kostengünstigste Art. Aber auf Dauer :?

Grüße Ronny
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline jadebusen

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Re: Das Versinken der USS Thach FFG 43
« Antwort #17 am: 22 Juli 2016, 09:51:30 »
Sie war äusserst standhaft!!!

Fregatte Thach hielt 12 Stunden-Bombardement stand
(21.07.16) Es brauchte 12 Stunden und massiven Beschuss mit Raketen, Bomben und Torpedos, um die USS „Thach“, 4100 ts, am 14.7. auf den Grund des Pazifiks zu bekommen. Insgesamt 2,2 Tonnen Sprengstoff waren dazu vonnöten. Neben der US-Navy nahmen Schiffe, U-Boote und Flugzeuge aus Kanada, Australien, China und Südkorea an der "Sinkex"-Übung 55 Meilen nördlich der hawaiianischen Insel Kauai teil.
Erst feuerte ein südkoreanisches U-Boot eine Harpoon-Rakete ab. Danach folgten die australische Fregatte HMAS “Ballarat” mit einer weiteren Harpoon und ein australischer SH-60S Helikopter mit einer Hellfire. Ein Patroullienflugzeug der USA beschoss die Fregatte dann mit Harpoon- und Maverick Raketen, ehe der Kreuzer USS “Princeton” mit einer weiteren Harpoon und ein amerikanischer SH-60S-Hubschrauber mit Hellfires an die Reihe kam.
F/A-18 Hornets warfen eine 2,000-Pfund-Bombe des Typs Mk. 84 und eine B 52 der US Air Force warf eine lasergesteuerte 500-Pfund-Bombe des Typs GBU-12 Paveway ab. Das schwer beschädigte Schiff hielt sich aber weiterhin über Wasser, bis ein Mk. 48, der Torpedo eines amerikanischen U-Bootes ein gewaltiges Loch ins Vorschiff riss. Dann erst begann das Schiff, dessen Rumpf und Aufbauten von den vorherigen Einschlägen gezeichnet und dessen Hubschrauberdeck durch einen Treffer hochgewölbt war, langsam wegzusacken und versank nach 12-stündigem Kampf schließlich um 19.25 Uhr auf rund 5000 Metern Wassertiefe. Die Gründe für das lange Durchhalten des Schiffes lagen zum einen in dessen guter Konstruktion, zum anderen aber auch darin, dass alles leicht Entflammbare vorher von Bord geholt worden war. Üblicherweise hat ein Schiff der Perry-Klasse 587 Tonnen Treibstoff an Bord.
Seit 1996 muss die US-Marine vor dem Versenken alle giftigen Stoffe aus den Zielschiffen entfernen, zudem müssen die Wracks mindestens 1800 Meter tief liegen und 93 Kilometer Abstand zur Küste einhalten. Mit Studien muss die Marine nachweisen, dass nichts aus den am Meeresboden liegenden Schiffen freigesetzt wird. Trotzdem kostet die Entfernung der Giftstoffe und das Versenken nur rund die Hälfte der ein bis zwei Millionen Dollar Kosten einer normalen Entsorgung. Seit 1990 wurden mehr als 100 Kriegsschiffe auf diese Weise versenkt.
Ein weiteres Schiff nahm am 19.7. denselben Weg, die USS “Crommelin”, ein Schwesterschiff der “Thach”, der mit Schiffen und Flugzeugen aus Australien, Kanada, Neuseeland, Südkorea und der USA der Garaus gemacht wurde. Dabei wurde auch eine neue Version der Harpoon-Raketen, die Block III, erprobt, die eine Reichweite von 130 Meilen hat. Das Schiff sank 55 Meilen nördlich der Garden Isle. Zwei AH-64D Apache Helikopter der Schofield Barracks feuerten acht AGM-114L Hellfire-Raketen ab. Beteiligt waren auch die kanadische Fregatte HMCS “Calgary (FF 335)”, die neuseeländische HMNZS “Te Kaha (F77)”, die USS “Coronado (LCS 4)” sowie mehrere australische und amerikanische Flugzeuge.
Insgesamt nehmen an dem "Rimpac"-Manöver vor Hawaii, das noch bis zum 4.8.läuft, 26 Nationen mit 40 Schiffen und U-Booten, mehr als 200 Flugzeugen und 25.000 Soldaten teil. Es ist damit das weltweit größte Seemanöver.
Die USS “Thach (FFG-43)” war die 34. Einheit der Oliver Hazard Perry-Klasse. Sie wurde am 6.3.1981 bei den Todd Pacific Shipyards, Los Angeles Division, San Pedro, auf Kiel gelegt und lief am 18.12.1982 vom Stapel. Die Indienststellung erfolgte am 17.3.1984 in Long Beach. 1986 wurde sie als Teil des Destroyer Squadron 21 im Westpazifik eingesetzt.
2006 brach im Südpazifik ein Brand an Bord aus, als sie ein Feuer auf einem Drogenschmugglerschiff löschen wollte. Am 1.11.2013 wurde die „Thach” in der Naval Base San Diego außer Dienst gestellt. Sie war 138 Meter lang, 14 Meter breit und hatte 6,7 Meter Tiefgang.
USS “Crommelin (FFG-37)” war das 28. Schiff der Klasse. Es wurde am 30.5.1980 beim Todd Pacific Shipyard, Seattle, Washington auf Kiel gelegt, lief am 2.7.1981 vom Stapel und wurde am 18.6.1983 in Dienst gestellt. Sie wurde dem Destroyer Squadron 9 in Long Beach zugeordnet. Am 1.9.1991 verlegte die “Crommelin” nach Pearl Harbor, Hawaii, als Teil des Destroyer Squadron 31. Am 26.102012 wurde sie dort auch außer Dienst gestellt.
Quelle TS