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Autor Thema: Verdoppelung der USN Flotte?  (Gelesen 1101 mal)

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Offline Ulrich Rudofsky

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Verdoppelung der USN Flotte?
« am: 11 Juli 2016, 23:34:11 »
Laut Admiral Greenert muss die USN Flotte von 285 Schiffen auf mindestens 308 vergrößert werden.   https://news.usni.org/2015/03/04/navy-ups-its-fleet-size-goal-to-308-ships-by-fiscal-year-2020  Manche Abgeordnete im US Congress und Lobbyisten wollen die Flotte sogar verdoppeln…lese:  Profit für sie und die Werften machen. http://www.fool.com/investing/2016/07/09/if-the-us-navy-needs-to-double-in-size-who-profits.aspx

Laut dem Magazinartikel: die USN hofft, dass sie bei 2022 über 12 Flugzeugträger, 97 große und 37 kleinere Kampfschiffe, 48 Jagd-U-Boote, 4 Ohio Klasse U-Boote, 14 U-Boote mit ballistischen Raketen,  34 amphibische Angriffschiffe,  29 Versorgungschiffe und 34 Hilfsschiffe verfügen kann. 

Man muss angeblich die 308 Schiffe der Flotte durch 5 dividieren.  Also, es handelt sich in normalen Zeiten um nur ~60 Schiffe im Einsatz zu halten: für jedes Schiff auf Station müssen mindestens vier weitere Schiffe vorhanden sein: ein abgelöstes Schiff auf der Heimfahrt, eins das zur Station fährt, eins in Einsatzbereitschaft und ein viertes, das zu Generalüberholungen  im Trockendock liegt.
« Letzte Änderung: 11 Juli 2016, 23:44:04 von Ulrich Rudofsky »
Ulrich Rudofsky

Offline Trimmer

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #1 am: 12 Juli 2016, 07:59:43 »
Hallo Ulrich - und die Spirale der Rüstung dreht sich munter immer weiter   :BangHead: Da " müssen " dann natürlich Russland und China auch wieder nach ziehen und andere Staaten werden dann auch folgen. Hatten wir doch alles schon mal und man nannte es " Kalter Krieg " -  Wann wird die Menschheit mal vernünftig  :/DK:

Gruß - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Offline Sarkas

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #2 am: 12 Juli 2016, 11:26:20 »
Die armen Amis: nur sechzig Schiffe im Einsatz!? Das geht doch wirklich nicht!

Im Ernst: Solche Meldungen darf man als Lobbyisten-Schrott abtun. Davon abgesehen, wenn ich sehe, was die Flugzeugträger und die neuen SSN pro Stück kosten... Dazu ist bald Ersatz für die Ticos und die Ohios fällig, und das Littoral Combat Ship gibt es auch noch nicht in Serienfertigung. Die USN wird also froh sein können, wenn sie ihren Schiffsbestand halten kann.

Und den Faktor 5 halte ich bei Schiffen im mehrmonatigen (nicht-Kriegs-)Einsatz auch für ein wenig hoch gegriffen. Für den Kriegsfall kenne ich da den Faktor 3.

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Offline DGSM Hamburg

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #3 am: 12 Juli 2016, 12:08:35 »
Hallo Ulrich - und die Spirale der Rüstung dreht sich munter immer weiter   :BangHead: Da " müssen " dann natürlich Russland und China auch wieder nach ziehen und andere Staaten werden dann auch folgen. Hatten wir doch alles schon mal und man nannte es " Kalter Krieg " -  Wann wird die Menschheit mal vernünftig  :/DK:

Gruß - Achim

Zur zeit ist es eher anders herum: Die USNavy muss nachziehen, da sie ansonsten ins Hintertreffen gerät. Russland baut einen immensen Flottenbestand insbesondere für arktische Gewässer auf und hat hier derzeit wohl einen komfortablen Vorsprung an Schiffen mit entsprechender Eisklasse. Grund hierfür ist hier scheinbar die globale Erwärmung und somit der Umstand, dass arktische Gewässer befahren werden können, die vorher wegen der Eisbarriere nicht befahren werden konnten. Es werden in der eisfreien Arktis immense Rohstoffvorkommnisse vermutet, deren Besitzansprüche eigentlich noch ungeklärt sind bzw. von mehreren Parteien beansprucht werden. Der zweite Bereich, wo die USA ins Hintertreffen geraten könnten ist der Konfliktbereich Südchinesisches Meer. Hier zanken diverse Anreiner um Gebietsansprüche, die insbesondere China mit einer Flottenaufrüstung und Inselaufschüttungen unterstreicht. Heute wird übrigens vor dem STÄNDIGEN SCHIEDSGERICHTSHOF entschieden, ob China diese Ansprüche auch tatsächlich hat. Spannend!. Das Gericht hat gerade entschieden, dass China dort überwiegend keine Ansprüche hat. China hat vor der Urteilsverkündung vorsorglich schon angekündigt, dass es das Urteil nicht anerkennen wird und droht den USA mit militärischer Konfrontation.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/urteil-in-den-haag-china-droht-mit-militaerischer-konfrontation-im-rohstoffstreit/13857686.html
 Jedenfalls droht die USNavy etwas ins Abseits zu rutschen, zumal selbst in der USNavy die ersten Stimmen laut werden, dass Flugzeugträger nicht mehr das A&O einer Flottenvormachtstellung sind....
« Letzte Änderung: 12 Juli 2016, 12:40:32 von DGSM Hamburg »
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Offline DGSM Hamburg

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Offline Trimmer

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #5 am: 12 Juli 2016, 14:53:45 »
Hallo Assi - ist ja alles richtig was Du da schreibst und wie sieht es dann aus - nachziehen weil der Russe oder Chinese - dann zieht natürlich der Russe oder Chinese wieder nach u.sw. -  könnte ja einer ins Hintertreffen geraden. Die Lobbyisten klatschen vor Freude in die Hände und auf der Welt verhungern oder verdursten derweilen jede Menge Menschen.  Ein Zumwalt- Zerstörer liegt wohl im Preis bei 3 Milliarden Dollar - was ein russisches U-Boot kostet  ist mir nicht bekannt aber bestimmt auch nicht billig - wieviele Menschen könnten damit überleben .

Gruß - Achim - Trimmer - bestimmt kein Pazifist  aber alles muss irgendwo eine Grenze haben
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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #6 am: 12 Juli 2016, 15:48:08 »
Ein Zumwalt- Zerstörer liegt wohl im Preis bei 3 Milliarden Dollar - was ein russisches U-Boot kostet  ist mir nicht bekannt aber bestimmt auch nicht billig - wieviele Menschen könnten damit überleben .
Hallo Trimmer, ja in der Tat, das Geld könnte man besser ausgeben. Na immerhin: Die Zumwalt-Stückzahlen sollen sehr (!) klein gehalten werden. Ich meine sogar gelesen zu haben, dass es bei ein bis drei Exemplaren bleiben soll. Die Dinger sind ja auch eine Gefahr für die Handelsschiffahrt.  :-D Die Dinger haben wohl in Friedenszeiten ein so geringes Radarbild, dass sie wieder besser sichtbar gemacht werden müssen. http://www.welt.de/wirtschaft/article154300522/Dieser-monumentale-US-Zerstoerer-ist-zu-unsichtbar.html  :zz:
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Offline Ulrich Rudofsky

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #7 am: 12 Juli 2016, 16:47:58 »
Die USN will ja die Zumwalts nicht  :MLL:  Pogo das Oppsum und Albert der Alligator würden sagen: “Wenn Du den Feind siehst, sieht er Dich auch!” 
Ulrich Rudofsky

Offline ede144

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #8 am: 14 Juli 2016, 09:04:20 »
Hallo Assi - ist ja alles richtig was Du da schreibst und wie sieht es dann aus - nachziehen weil der Russe oder Chinese - dann zieht natürlich der Russe oder Chinese wieder nach u.sw. -  könnte ja einer ins Hintertreffen geraden. Die Lobbyisten klatschen vor Freude in die Hände und auf der Welt verhungern oder verdursten derweilen jede Menge Menschen.  Ein Zumwalt- Zerstörer liegt wohl im Preis bei 3 Milliarden Dollar - was ein russisches U-Boot kostet  ist mir nicht bekannt aber bestimmt auch nicht billig - wieviele Menschen könnten damit überleben .

Gruß - Achim - Trimmer - bestimmt kein Pazifist  aber alles muss irgendwo eine Grenze haben

Mit dem Argument kann man ja die BW auch abschaffen und mit dem Geld die Flüchtlinge integrieren :BangHead:

"Am deutschen Wesen soll die Weld genesen" hieß das ja mal früher. Anscheinend glauben immer noch viele das wir die Probleme der anderen lösen können und es auch sollten. Funktioniert leider nicht, wie wir ja immer wieder sehen.

Das war jetzt OT

freundliche Grüße
Thomas

Offline Trimmer

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Re: Verdoppelung der USN Flotte?
« Antwort #9 am: 14 Juli 2016, 09:30:23 »
Hallo Thomas - auch OT - es geht gar nicht darum die BW oder die NATO abzuschaffen - aber es geht darum dieses wahnsinnige Wettrüsten zu beenden.  Ja und mit diesem Geld wäre man durchaus in der Lage viele Probleme in der Welt zu beseitigen - vielleicht sogar dann den Flüchtlingen in ihren eigenen Ländern eine Zukunft zu ermöglichen

Gruß - Achim - Trimmer  - eine Kalaschnikow kostet so ca. 800 - 1000 Euro - für dieses Geld könnte eine Flüchtlingsfamilie im eigenen Land zumindest schon mal überleben
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