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* HMA

Autor Thema: Der Fall Beluga  (Gelesen 4825 mal)

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Offline Big A

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #30 am: 23 Juni 2016, 18:58:35 »
Und Schiffe, welche mit "Drahtseilen" verbunden sind werden NIE 20 Knoten fahren, die strukurelle Belastung hielten weder Schiff noch Seil aus..

Axel
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Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline Urs Heßling

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #31 am: 23 Juni 2016, 19:02:51 »
moin,

ich verstehe die Physik Deiner Erklärung nicht.
Die Beluga fuhr ca. parallel zum sogenannten Drahtseil als es von diesem auf Steuerbordseite ca. 1 m unter der Wasserlinie in Höhe der Brücke getroffen wurde mit einem kräftigen Schupser nach Backbord mit der sofortigen Kenterung nach Steuerbord mit dem Bug leicht voran und ablaufend über Heck mit Hinterlassung der etwas schräg verlaufenden Schleifspuren die von UNTEN nach OBEN führen und am achteren Oberdeck endeten .
Wenn der Kontakt zum Seil an Steuerbord erfolgt und das Schiff nach Steuerbord gekentert wäre, hätte das Drahtseil auch in Kontakt mit Reling und Mast kommen müssen.

Sollten tatsächlich die 2 ausländischen Fregatten dieses Seil gefahren haben , so kann man wohl davon ausgehen dass der Aufprall mit ca. 20 Kn erfolgte und auch der Kutter war etwa mit 10 Kn in Fahrt , sicherlich genügend Energie um die Kenterung herbeizuführen .
Wenn die Beluga fast parallel zum Seil fuhr (Deine Hypothese), kann die relative (!) Aufprallgeschwindigkeit nicht 20 kn betragen haben, sondern wäre eher gering.

Ein weiterer, bisher nicht besprochener Punkt : Es ist davon auszugehen, daß die Drahtseile, mit denen die Beluga bei der Bergung unterfangen und dann gehoben wurde (siehe Bild), auch ihre Spuren zumindest an den Schiffsseiten hinterlassen haben, denn beim Heben des gesunkenen Schiffs müssen diese erheblichen Druck auf den Rumpf ausgeübt haben - mehr als Drahtseile auf das noch schwimmende, also wesentlich leichtere Schiff hätten ausüben können.

.. und noch einmal zur Physik : hätte es tatsächlich eine "ruckartige" und sekundenschnelle Kenterung gegeben, hätte diese Wirkungsspuren hinterlassen müssen. Aber der Mast steht noch unbeschädigt grade und die Fenster des Deckshauses sind offensichtlich nicht eingedrückt.
Jedes Segelboot, daß im freien Seeraum, verursacht durch eine Monsterwelle, eine Durchkenterung erdulden mußte, hat dabei den Mast verloren.

Nun frage ich mal die Spezialisten war oder ist es möglich das ein Fischkutter in einen Marineverband reinfahren kann ohne das eine Warnung erfolgt,
Nun ja, es ist, wie immer, nicht mit 100 %-iger Sicherheit auszuschließen, daß auf mehreren Schiffen gleichzeitig "gepennt" wurde, aber es erscheint schon äußerst unwahrscheinlich.

Noch einmal zum angeblichen "Mauern" der Marine :
Es ist ja nicht auszuschließen, daß in dieser Nacht und in dieser Gegend etwas Geheimzuhaltendes geschah.
ABER (so erklärt es entweder Doyle's Sherlock Holmes oder Agatha Christie's Hercule Poirot seinem intellektuell etwas geringer begabten "Sidekick") :
Wenn zwei außergewöhnliche Dinge zur selben Zeit und am selben Ort geschehen, ist damit nicht gesagt, daß es einen logischen Zusammenhang gibt.

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 23 Juni 2016, 19:31:54 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline halina

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #32 am: 23 Juni 2016, 19:20:41 »
Moin Urs ,

Mit dem Schupser nach Backbord ist natürlich gemeint , dass das Schiff dadurch mit dem Bug nach
links gedreht wurde und somit beim Kentern das Seil keinen Kontakt mit den vorderen Aufbauten hatte ,  der Aufprall erfolgte ja am vorderen Schiffsrumpf .
                                                                                                                              Gruss  Günter

Edit : Sollten die Schleifspuren vom Hebegeschirr stammen , so müssten diese ja auch im Bereich
         des Vorschiffes zu sehen sein , dort sind aber keine vorhanden .
                                                                                                                               
« Letzte Änderung: 23 Juni 2016, 19:35:48 von halina »
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zu lassen"
                      Phil Borman

Offline RonnyM

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #33 am: 23 Juni 2016, 19:38:51 »
...schön, wie ihr euch mit der Drahtseilgeschichte befasst...

Grüße Ronny
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Offline halina

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #34 am: 23 Juni 2016, 19:45:40 »
Moin Ronny ,

Wahrscheinlich hat der Kapitän des Kutters auf dem Radarschirm die Fregatten nicht erkannt , ist es
möglich dass sein Radar-System von den Marineschiffen blind gemacht wurde ?
                                                                                                                                    Gruss  Günter
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Offline bodrog

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #35 am: 23 Juni 2016, 20:07:55 »
@Halina

du warst offensichtlich dabei, wenn man deiner Wortwahl glauben schenken darf

Offline Trimmer

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #36 am: 23 Juni 2016, 21:34:10 »
Hallo Urs - also könnte da doch was gelaufen sein  wo nun keiner den Ar.... in der Hose hat obwohl es drei Menschenleben gekostet hat - na ganz toll. Vielleicht dann auch noch die Käseglocke der Geheimhaltung darüber - also Vertrauen erweckt es bestimmt nicht

Gruß - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Offline Urs Heßling

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #37 am: 23 Juni 2016, 22:40:25 »
moin,Günther,

Mit dem Schupser nach Backbord ist natürlich gemeint , dass das Schiff dadurch mit dem Bug nach
links gedreht wurde und somit beim Kentern das Seil keinen Kontakt mit den vorderen Aufbauten hatte ,  der Aufprall erfolgte ja am vorderen Schiffsrumpf . 
Tut mit leid, aber das verstehe ich jetzt nicht mehr.

@Achim
also könnte da doch was gelaufen sein  wo nun keiner den Ar.... in der Hose hat obwohl es drei Menschenleben gekostet hat -
Da hast Du mich mißverstanden oder ich habe mich unklar ausgedrückt.
Ich wollte verdeutlichen, daß da "etwas gelaufen sein" könnte, was aber mit dem Verlust der Beluga - und der 3 Menschenleben - eben nichts zu tun hatte.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline RonnyM

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #38 am: 24 Juni 2016, 09:21:09 »
Moin Günter,

also zu meiner Zeit hatten die ELOKA-Leute andere Aufgaben, als einen Fischkutter "radarblind" zu machen. Auch fasst 30 Jahre später kann ich mir schwer vorstellen, damit befasst zu sein.

Grüße Ronny
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Online der erste

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #39 am: 24 Juni 2016, 10:08:48 »
Warum holt ihr Euch nicht das Buch und diskutiert dann weiter?

Offline RonnyM

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #40 am: 24 Juni 2016, 12:50:37 »
...komme hier in Froankroich so schlecht dran...grins

Grüße Ronny
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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #41 am: 24 Juni 2016, 13:07:48 »
Du hast ja Internet? Gibt es bei Amazon, die liefern auch dorthin. Ich kann es Dir auch gern pumpen.

Offline halina

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #42 am: 26 Juni 2016, 16:51:43 »
Bemerkenswert ist auch , dass neben dem ungeklärten Untergang der Beluga bisher vom zuständigen
WSA keine Angaben über das Abdriften der Gefahrentonne " Hewelius" gemacht wurden , diese wurde
in der Unglücksnacht aus der Verankerung gerissen , wahrscheinlich infolge Durchtrennung der einige
meter langen Ankerkette .  Dies passiert eigentlich nur bei schweren Sturmfluten oder im Winter bei
starkem Eisgang , aber in dieser Nacht war bei diesiger Sicht die See ruhig .
                                                                                                                                       :-o    halina
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Offline bettika61

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Re: Der Fall Beluga
« Antwort #43 am: 22 März 2017, 19:04:40 »
Hallo,
der Petitionausschuß des Bundestages wird sich mit dem Fall befassen
Zitat
Der Petitionsausschuss des Bundestages hat einen Antrag von Beate Schneider, der Witwe des beim Schiffsunglück ums Leben gekommenen Beluga-Kapitäns Frank Schneider, angenommen. Sie hatte weitere Ermittlungen beantragt, denn die genauen Umstände des Untergangs sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Nach Angaben von Lutz Riemann hat es bereits zwei Anhörungen mit Sachverständigen und Vertretern der zuständigen Ministerien sowie Militärexperten gegeben
http://t.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Beluga-Untergang-Bundestagsausschuss-leitet-Untersuchungen-ein
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana