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Autor Thema: Moderne U-Boote sind heute stählerne Särge oder eher eine Lebensversicherung?  (Gelesen 916 mal)

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Offline Flußpionier

  • Bootsmann
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  • Beiträge: 57
Hallo,

wenn ich mir die Konflikte der Nachkriegszeit ( WK II ) bei der Marineeinheiten beteiligt waren so ansehe und wenn ich z.B. Berichte von modernen deutschen U-Booten die an Manövern teilgenommen haben hinzuziehe komme ich für mich zu dem Urteil das U-Boote heute den Überwasserschiffen überlegen sind.
So ab Mitte 1942 war die Idee auf einem U-Boot der Kriegsmarine sich freiwillig zu melden keine gute Idee mehr, da war es glaube ich besser man hatte seinen Nachlass schon geregelt.
Das hat sich wie ich meine bis heute deutlich geändert. Weder in dem Indisch – Pakistanische Krieg von 1971 noch im Falklandkrieg 1982 an dem U-Boote beteiligt waren ist es zu Versenkungen durch Überwasserschiffe oder gegnerische U-Boote gekommen.
Im Gegenteil , die jeweilige gegnerische Überwasserflotte war durch die U-Boote des Gegners ob nun tatsächlich vorhanden oder nur vermutet in ihren Aktionen deutlich eingeschränkt.
Am deutlichsten trat dies im Falklandkrieg zu tage, nach der Versenkung der General Belgrano war die Argentinische Überwasserflotte praktisch neutralisiert.
Aber auch die britische Flotte wurde durch das eine argentinische U-Boot ARA San Luis ( S 32 ) ganz schön beschäftigt. Die ARA San Luis konnte immerhin während 39 Tage im Kriegseinsatz, davon 864 Stunden auf Tauchfahrt, unbehelligt unter der britischen Flotte Angriffs- und Ausweichmanöver ausführen.Und das obwohl ihr Waffenleitcomputer und eine Dieselmaschine nicht einsatzfähig waren. Wenn ihre Torpedos nicht falsch verdrahtet gewesen wären hätte die britische Marine eventuell drei weitere Schiffe verloren.
Die ARA San Luis soll eine 20 - stündige U-Jagd bei der Hubschrauber und Überwasserschiffe beteiligt waren ohne Probleme überstanden haben. Wäre die ARA San Luis dreimal Erfolgreich gewesen, hätte es eventuell ebensolche großen Veränderungen bei der U-Jagd und U-Boot Abwehr gegeben wie sie es bei der schiffsgestützten Luftabwehr nach dem Falklandkrieg gegeben hatte.

Auf Seite vier die Lehren aus dem Falklandkrieg was U-Boote anbelangt…… http://www.defensemedianetwork.com/stories/the-falklands-30-years-later/

ARA San Luis (S 32 )
https://en.wikipedia.org/wiki/ARA_San_Luis_(S-32)
https://es.wikipedia.org/wiki/ARA_San_Luis_(S-32)

Die HMS Conqueror (S 48) hat die ganze argentinische Flotte alleine in Schach gehalten.
https://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Conqueror_(S48)

Also ich würde, so ich denn die Wahl hätte, heute lieber auf einem U-Boot als auf einem Überwasserschiff, wenn es denn sein müsste, in einen Krieg ziehen.
Und daher nochmal als Frage ans Forum, sind moderne U-Boote heute stählerne Särge oder eine eher Lebensversicherung?


 :MG:
« Letzte Änderung: 31 Mai 2016, 12:52:01 von Flußpionier »

Offline Urs Heßling

  • Board Moderator
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  • Beiträge: 13107
  • Always look on the bright side of Life
« Letzte Änderung: 30 Mai 2016, 14:10:21 von Urs Heßling »
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Trimmer

  • Boardinventar
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  • Beiträge: 7219
Hallo Flußpionier - neben der Antwort von Urs mal eine Frage - wer hat in einem Krieg an der Front oder auf See überhaupt eine Lebensversicherung - doch wohl KEINER

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Flußpionier

  • Bootsmann
  • *
  • Beiträge: 57
Hallo,

gut ich gebe zu, die Wahl des Threadtitel war nicht Optimal….. :O/Y
Aber man hätte glaube ich am Text erkennen können das es mir um die veränderten Erfolgsaussichten moderner U-Boote gegenüber Überwasserschiffen geht und  zwar im Gegensatz zu den damaligen aus dem WK II.
Die in dieser https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_U-Boot-Ungl%C3%BCcken_seit_1945 Liste aufgeführten behandeln bis auf einen nur Unglücksfälle, auch hier hätte man erkennen können das es mir um die Erfolgsaussichten innerhalb von Kampfhandlungen geht.

Hallo Flußpionier wer hat in einem Krieg an der Front oder auf See überhaupt eine Lebensversicherung - doch wohl KEINER

Gruß - Achim - Trimmer

Du hast recht, ich bin einfach sowas von Naiv…….    :O-O:

 :MG:
« Letzte Änderung: 30 Mai 2016, 17:02:48 von Flußpionier »