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Autor Thema: Neuerscheinung: Die Schwarzmeer-Einheitsschiffe SME 1 - SME 12 von Wilhelm DONKO  (Gelesen 5466 mal)

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Offline Urs Heßling

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moin,

.. dass z. B. für die Schiffswerft Linz eine Bauliste für die Kriegszeit teilweise mit dreifacher Belegung der Baunummern praktisch fertig ist. Renato hat noch einige seiner guten Berichte zur Werft in Arbeit und ich habe die Bauliste der Werft praktisch fertig.
Ich wäre sehr an den Daten der Schnellboote interessiert, die in Linz für den Schwarzmeereinsatz zusammengebaut und von dort zurückkommend repariert bzw. mit Kalotte ausgestattet wurden.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Asahi.3

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Lieber Urs, ich kann Theo nur Recht geben, wenn er sagt „Renato hat noch einige seiner guten Berichte zur (Linzer) Werft in Arbeit“. Ich habe die Arbeit teilweise gesehen und dränge ihn ohnehin seit längerem zur Veröffentlichung  :-)

Offline Peter K.

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Dem kann ich mich nur anschließen, denn auch ich durfte nun schon vor geraumer Zeit Teile davon lesen.
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Offline MarkusL

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Hallo,
das wären schöne Publikationen zu den "großen" Donauwerften.
Schon der Auszug macht mir den Mund wässerig.
Gruß
Markus

Offline Violoncello

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Hallo zusammen,
auf Grund meiner engen Zusammenarbeit mit Renato kann ich auch nur den dringenden Wunsch äußern, dass er zum Thema "Schiffswerft Linz" (ohne in dieser speziellen Angelegenheit überhaupt Kenntnisse zu haben)  den Weg in die Öffentlichkeit wagt!
Viele Grüße
Viooncello

Offline TD

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Hallo Urs,

anbei der erste Bericht der Werft Linz welcher mir z.V. steht und gleich einen guten Einblick zu den S- Booten bringt.
Ab Juni 1943 sieht es bei den S- Booten, besonders auch Räumbooten, U- Booten nicht mehr gut aus.

Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Offline Urs Heßling

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Lieber Theo,

anbei der erste Bericht der Werft Linz welcher mir z.V. steht und gleich einen guten Einblick zu den S- Booten bringt.
herzlichen Dank top :MG:
Ausgerechnet die drei (40, 47, 51) hatte ich schon  :|

Gruß, Urs
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Offline Brunn

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Ich kann mich den lobenden Worten bezüglich der Publikationen von Wilhelm M. Donko, sowohl zu den KT-Schiffen als auch zu den SME-Schiffen der Kriegsmarine nur anschließen.

Für mich steht hier besonders der Donau-Bezug bei diesen Veröffentlichungen im Mittelpunkt. Hier gebe es noch einiges zu erforschen und aus dem Dunkel der Geschichte ans Tageslicht zu holen! Ich hoffe unser Forumsmitglied Asahi.3 bleibt weiter so hartnäckig und erfolgreich am Thema daran!

Nochmals, dass preiswerte kleine und handliche Büchlein mit seinen zahlreichen Fotos und Plänen ist jeden Cent wert!

Gruß, Renato

Offline kalli

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So wie die vorigen Beiträge es schon ausgedrückt haben, ist die Ausarbeitung von Wilhelm Donko ein verdienstvoller Mosaikstein zur Darstellung eines nicht so im Mittelpunkt stehenden Themas.
Zu den Verbleibangaben sind jedoch einige Anmerkungen notwendig.
In seinem Buch stützt sich Donko bei diesen Angaben hauptsächlich auf die Angaben im Gröner und auf A. S. Pavlovs Buch über die Schiffe der UdSSR 1945-1991. Die im Gröner enthaltenen Verbleibangaben sind dem damaligen Erkenntnisstand geschuldet und Pavlov hat in seinem umfangreichen Werk ja lediglich im Kapitel über die im Ausland gebauten Schiffe SME 1-8 übersichtsweise dargestellt.
Seit 2013 und 2014 liegt aber die 5-bändige Ausgabe von Trifonow/Parolow zu den sowjetischen Reparations-und Beuteschiffen vor. Diese Autoren haben sich bemüht, die betreffenden Schiffe ( also SME 1-4 und 7 und 8 ) etwas ausführlicher in ihrer Biografie und mit Angaben zu deren Verbleib darzustellen. Auch wenn zu bemerken ist, dass sie nicht alle Fragen beantworten konnten und es sicherlich noch Lücken gibt, so sind die enthaltenen Daten wohl ein zusammengefasstes Ergebnis des derzeitigen Erkenntnisstandes. Von größerer Bedeutung halte ich die jetzt erfolgten Zuordnungen von Baunummern, der deutschen und sowjetischen Namen, Standortverlegungen und a.D. -Angaben. Das war alles bisher mit einer gewissen Unklarheit behaftet. Um es voraus zu schicken - es ist mir bis jetzt nicht gelungen, die zugrunde liegenden Quellen zu erfragen.

Zu den immer noch offenen Fragen zählen für mich weiterhin die Angaben zur fertigstellenden Werft in Budapest, die Nutzung und der Verbleib der rumänischen Schiffe SME 5 – Konstanza und SME 6 – Mangalia sowie der von Donko angesprochenen SME 9-12. Vielleicht ist sein Buch Anstoß für weitere Erkundungen?

Die von Trifonow/Parolow stammenden Ausarbeitungen zu den SME können bei mir in deutscher Übersetzung angefordert werden. PN reicht und ich schicke die 3 Seiten PDF per Email zu.

Offline kalli

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Könnte es sich bei der Werft in Budapest um die bereits 1835 auf der Óbuda-Insel gelegene Werft handeln (Óbuda Werft, Schiffswerft Altofen)? Während des Krieges zu den Herman Göring Werken gehörig.

Zu SME 6, die rumänische MANGALIA, habe ich als Baujahr Januar 1950 gefunden.
1950 - 1954 : Sovromtransport Constanta
1955 - 1969 : Navrom Constanta
1970 - nava de studii la IRCM Constanta (Meeresforschungsinstitut)

Zu SME 5, rumänisch Constanta, wurde auch 1950 übergeben. 1963 wurde das Schiff in Tulcea umbenannt

Im Anhang ein Bild von MS Mangalia, ohne Datierung
« Letzte Änderung: 15 Juni 2016, 16:13:14 von kalli »

Offline Asahi.3

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Die von Kalli bereitgestellte 5-bändige Ausgabe von Trifonow/Parolow aus 2013/14 ist in Bezug auf den Nachkriegsverbleib der SME wirklich toll und enthält neue Erkenntnisse. Danke nochmals für die Information, ich kannte die Bücher bis vor wenigen Tagen nicht,  kann leider kaum Russisch und sie sollen ja auch in einer Kleinauflage von nur ca. 100 Stück erschienen sein. Der Schwerpunkt meiner Arbeit war natürlich, wie bei den KT, auf der Kriegsmarine-Zeit der SME. Aber ich sammle jedenfalls wieder alle Details über die SME, die ich nach Veröffentlichung meines Buches bekommen kann und habe ja auch im Vorwort geschrieben, dass ich diese Arbeit nur als eine Art erste Übersicht sehe. Und ich habe noch nach jeder Veröffentlichung eines Buches neue Informationen erhalten, die ich nie bekommen hätte, wenn ich nicht zuerst veröffentlicht hätte.
 
Ja, die Werft in Budapest, auf der die SME nach Kriegsende fertiggebaut wurden, ist alte DDSG-Werft in Obuda, früher auch als Altofener Werft der DDSG bezeichnet. Hier wurden im 2. Weltkrieg auch vier KTs gebaut, nach dem Krieg viele Schiffe für die Sowjetunion. Die 8 SME der Schiffswerft Korneuburg liefen alle in Korneuburg vom Stapel (6 im Krieg, 2 nach Kriegsende) und wurden in Obuda fertiggebaut. Wie mir der Spezialist für Donauschifffahrt Franz Dosch sagte, wurden sie dort aber offenbar z.T. als Neubauten geführt (mit neuen Baunummern). Die mir dankenswerter Weise von Herrn Dosch zur Verfügung gestellten Baulisten in Obuda/Budapest 1945-54 (handschriftliche Abschrift) sind leider nicht ganz vollständig, er ist aber auch der Meinung, dass wohl alle 8 Korneuburger SME in Budapest fertigebaut wurden.

Die vier in Elmshorn gebauten SME bleiben offenbar auch bei Trifonow/Parolow verschollen, wie Kalli auch mit dieser neuen russischen Quelle bestätigt, über SME 9 – SME 12 gibt es keine gesicherten Belege für den Verbleib nach dem Krieg. Die laut Gröner noch im Krieg erfolgte Überstellung in den Donauraum („in zerlegtem Zustand“) muss als definitiv nicht gesichert betrachtet werden. Da die vier Schiffe nach dem Krieg nirgendwo nachweisbar sind, könnte man z.B. als eine Hypothese annehmen, dass sie tatsächlich zerlegt und noch zumindest teilweise Richtung Donau verschifft wurden und dann das Material nach dem Krieg abgebrochen oder für andere Neubauten wurde?

Ja, Kalli und die Fotos von den SMS als sowjetische Motorschiffe sind natürlich super, besonders das von MS Magnalia!

Danke nochmals, mbG, Asahi.3

Offline Brunn

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Die im Forum geführte lebhafte Diskussion zu den bisher stiefmütterlich behandelten Donau/Schwarzes Meer-Themen ist umso wertvoller, da nur so etwas Licht ins Dunkel der Geschichte kommt. So fügt sich Stein um Stein für eine Neuauflage, auf die wir bei Asahi.3 wohl auch hoffen dürfen.
Auf eine Aufarbeitung warten hier auch noch die so genannten SS-Frachter, die ebenfalls bei Kriegsende unfertig im Bereich der österreichischen Donau lagen.

Wünschenswert wäre, dass sich in die zahlreichen noch offenen Donau-Fragen auch die übrigen stromabwärts gelegenen Donauanrainer einklinken würden, wobei ich die bestehenden sprachlichen Hürden nicht übersehe.
Aber manches wird sicher nur Überregional und mit einer breiten Diskussion zu klären sein. Als Beispiel sei hier die vorstehende fruchtbare Debatte bezüglich der Verbindung Werft Korneuburg zu Werft Obuda, beide nach 45 unter sowjetischer Verwaltung, genannt.

Ich arbeite derzeit an einer Geschichte der Schiffswerft Linz A.G., welche obwohl nicht, in den Jahren 1939-45, als quasi Marinewerft tätig war. Das große Problem sind die fehlenden Fotos bzw. Typskizzen von Neubauten der Kriegszeit, bzw. von Zusammenbauten der über Land transportierten Kriegsschiffe in Linz. Vielleicht kann im Forum jemand mit solchen Fotos etc. helfen? 

Grüße Renato
 

Offline Asahi.3

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Liebe Marinefreunde!

Der Vollständigkeit halber darf ich hier mitteilen, dass ich kürzlich unter ISBN: 978-3-7418-9804-4 eine 2. Auflage meines Buches „Die Schwarzmeer-Einheitsschiffe SME 1 – SME 12 der Deutschen Kriegsmarine: Konzept, Einsatz und Verbleib“ herausgegeben habe. Es ist in Aufmachung und Inhalt weitegehend ident zur 1. Auflage vom Vorjahr, hat 8 Seiten mehr Umfang (124 statt 116) und enthält vor allem einige Nachkriegsfotos der SME als Ostblock-Frachtschiffe, die ich für die 1. Auflage leider nicht hatte.

Das Büchlein kostet auch in der 2. Auflage unverändert 12 Euro und ist bei Amazon bzw. im Buchhandel bestellbar oder direkt über www.epubli.de

Ich weiß, dass es unüblich ist, eine Neuauflage nach nur etwa einem Jahr herauszugeben, aber print-on-demand macht die Aktualisierung heutzutage so unkompliziert möglich, dass ich mich dazu entschlossen habe.

Ich kann nur wiederholen, was auch für andere Bücher gilt: ohne Publikation der 1. Auflage hätte ich nicht die Informationen zur 2. Auflage, d.h. die Nachkrieg-Fotos der SME, die ich aus insgesamt drei Quellen erhielt. Nochmals mein besonderer Dank an kalli.

Wer die 1. Auflage schon besitzt, braucht die zweite aber nicht wirklich zu kaufen, gut 95% des Buchinhaltes sind unverändert, insbesondere der gesamte Bereich zum 2. Weltkrieg, auf dem ja von Anfang an eindeutig der Schwerpunkt der Arbeit liegt.

Mit besten Grüßen,
Asahi.3 (Wilhelm M. Donko)

Offline Peter K.

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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Offline t-geronimo

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  • Carpe Diem!
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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