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Autor Thema: Bremerhaven Werftaufenthalt  (Gelesen 4489 mal)

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Offline Manfred Heinken

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #15 am: 26 September 2016, 17:29:42 »
Moin zusammen,
vor 10 Jahren, im Mai 2006, lag die "Gorch Fock" bei Bredo in Bremerhaven im gleichen Dock in dem sie auch 2016 gelegen hat..
Damals war die "Wische" Y 895 als Wohnschiff dabei.

Beste Grüße
Manfred Heinken

Offline RonnyM

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #16 am: 05 Oktober 2016, 18:43:54 »
...und die unendliche Geschichte geht weiter... :MS:

Jetzt hat man plötzlich und unerwartet festgestellt, dass das Teak-Deck rott ist. Da das Holz nicht in einem Regal schlummert, sondern aufwendig beschafft werden muss, dauert das eben seine Zeit.

Wer ist eigentlich für das Lastenbuch verantwortlich :? Das sind bestimmt keine Leute vom Fach. flop

Grüße Ronny
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Offline smutje505

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #17 am: 06 Oktober 2016, 12:02:21 »
Hallo einiges noch aus der Ostseezeitung
Wird die „Gorch Fock“ zur Dauerbaustelle? Es mag so erscheinen. 30 Millionen Euro kostete die Instandhaltung des 89 Meter langen Schiffes seit 2008. Jetzt kommen vermutlich noch einmal mehr als 20 Millionen dazu – genau wird man das erst wissen, wenn die Untersuchungen abgeschlossen und die Aufträge ausgeschrieben sind.(OZ)
So trübe wie das Bild, so steht es um die Gorch Fock.

Offline halina

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #18 am: 06 Oktober 2016, 18:24:21 »
Inzwischen hat  auch der Bundesrechnungshof die enorm angestiegenen Reparaturkosten in seinem Schwarzbuch als
Verschwendung von Steuergeldern angeprangert die nicht zu verantworten sind , aber leider wohl ohne Konsequenzen .

                                                                                                                                                                             :MG:    halina
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Offline Trimmer

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #19 am: 06 Oktober 2016, 18:55:59 »
Hallo Günter  - wundert Dich das  - ohne Konsequenzen -  :?  Mich nicht mehr.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Big A

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #20 am: 06 Oktober 2016, 19:50:49 »
Liegt aber auch daran, dass das antiquierte Bundeshaushaltsrecht es nicht oder nur sehr schwer möglich macht, zwischen Kapiteln/Titel hin- und her zu schieben, z.B. von Instandhaltung auf Neubau. Daher müssen manchmal Gelder so ausgegeben werden, pervers wie das aussieht.

Und ich glaube nicht, dass man einen Neubau eines Segelschulschiffes durch den Haushalt bekommen würde, obwohl die Sinnhaftigkeit weltweit x-fach nachgewiesen wurde (auch die Gegenargumente sind alle schon ebenso oft veröffentlicht worden-

Axel
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Offline Didi170

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #21 am: 06 Oktober 2016, 23:47:36 »
War doch immer in Elsfleht in der Werft und da sind diese Schäden nicht aufgefallen, die jetzt nach und nach ans Licht kommen?
Liegt der Fehler bei der Werft oder bei Marineamt das man diese Schäden nicht erkennt?
Wer kontrolliert die GF auf Seetauglichkeit?
« Letzte Änderung: 06 Oktober 2016, 23:53:57 von Didi170 »
Schöne Grüße
Dieter

Offline Wilfried

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #22 am: 07 Oktober 2016, 00:37:05 »
Aus der Sicht eines Laien - also Normalbürger mit gesundem Menschenverstand - macht es natürlich keinen Sinn, hier noch mehr Geld in eine Rostlaube zu versenken - will hier auch gar nicht all die Schäden aufzählen, die im Laufe der Jahre rein zufällig entdeckt worden sind.
Aber worum geht es denn hier eigentlich mit diesem Denkmal? Will man jungen Menschen, die bisher nur ein Auge auf Ihr Smartphone geworfen und nun zufällig ihre Liebe für die See und den Beruf eines Offiziers mit einem späteren sorgenfreien Leben jenseits der 50 spekuliert, an die See gewöhnen will oder möchte man richtige Seemannschaft an Bord eines Seglers, Unterkunft auf kleinem Raum, damit man eine Sozialisierung erlebt, die in dieser Form dem Elternhaus fremd ist und man auch mal so richtig was von der Natur und ihren Gewalten auf die Fresse bekommt und einmal seine eigenen Grenzen ausprobieren darf, wenn es heisst, an einem Strange mit anderen zu ziehen? Wenn sich der Begriff Weichei einzig und allein auf das möglicherweise Frühstück bezieht, was an einer Back stattfindet, wo die Lactoseintoleranz keinen Bedeutung hat? Wenn die Vorgesetzten sich mal nicht wie auf einem schwimmenden Kasernenhof aufführen dürfen, sondern an gleicher Stelle und mit gleichen Gegebenheiten ihr Dasein begründen müssen?
Wenn der Kommandeur dieser Einheit nicht bei offiziellen Empfängen sich aufführt, als sei es sein ureigenenes Schiff und überhaupt er der wichtigste Mann an Bord ... dann, wenn man wieder auf die Bescheidenheit und die Demut zurückgekommen ist, die die See von jedem fordert, der ihren unabwägbaren Gewalten einmal gegenüberstand, dann ist der Zeitpunkt gekommen um über Veränderung und Erneuerung nachzudenken.
Dann könnte man alleine mit den jetzt locker 20 Millionen sicher zwei Einheiten bauen lassen - oder ankaufen - um jungen Menschen, die sich für den Beruf des Seeoffiziers entschieden haben, eine Plattform bieten wo sie all das bekommen, was sie brauchen ...
aber glaubt daran wirklich jemand ...

mit liebem Gruß
Wilfried
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Offline Big A

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #23 am: 07 Oktober 2016, 01:34:48 »
Zitat
Liegt der Fehler bei der Werft oder bei Marineamt das man diese Schäden nicht erkennt?
Wer kontrolliert die GF auf Seetauglichkeit?

Marineamt gibt das seit 10/2012 nicht mehr! Aufgaben sind im Marinekommando, dem nachgeordneten Marine-Unterstützungskommando und dem BAAINBw aufgegangen.

Axel
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Offline Trimmer

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #24 am: 07 Oktober 2016, 09:00:57 »
Nun wenn ich das alles so sehe und lese - man könnte glatt eine ganze Serie nach dem Motto " Pleiten, Pech und Pannen "  ins Fernsehn bringen.  Tornados müssen am Boden bleiben, Maschinpistolen sind nicht hitzebeständig, Fregatten werden mit Verspätung geliefert, Transportflugzeuge ........ die Liste wird immer länger und alles immer höhere Kosten. Man muss sich doch ernstlich Fragen ob es nicht an der Zeit wäre das da einige Leute ihren Hut nehmen müssten.
Ja Wilfried und dann kann man auch verstehen das es Probleme mit dem Nachwuchs gibt oder würde es Dir Spass machen immer wieder zu versuchen aus Sch... Bonbons zu machen, Dich zu beschweren aber letztlich auf taube Ohren zu stossen. Ob dann der Beruf eines Offiziers noch so erstrebenswert ist  - ich denke da muss man schon sehr hartleibig sein  oder wirklich sehr,sehr viel Liebe zum Beruf aufbringen
Wobei es wohl auch ansonsten nicht viel anders aussieht. Siehe Schwarz Buch vom Bund der Steuerzahler.  Berlin- Brandenburg ist ja da u.a. ein " leuchtendes " Beispiel
Übrigens - Wehrbeauftragter,Hans-Peter Bartels, zeichnet desaströses Bild der Truppe   - ja und der Mann müsste sich ja wohl auskennen
Gruß - Achim - Trimmer
« Letzte Änderung: 07 Oktober 2016, 09:42:43 von Trimmer »
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Offline RonnyM

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #25 am: 07 Oktober 2016, 10:07:28 »
...tja Achim, daran krankt unser System, da werden Milliarden verbrannt und keiner haftet für die Folgen. Die kommende Rentengeneration wird`s danken... :BangHead:

Grüße Ronny
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Offline Elektroheizer

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #26 am: 07 Oktober 2016, 22:59:27 »
Nun wenn ich das alles so sehe und lese - man könnte glatt eine ganze Serie nach dem Motto " Pleiten, Pech und Pannen "  ins Fernsehn bringen ... Maschinpistolen sind nicht hitzebeständig ,...
Beim G 36 ist es eher so, daß geliefert worden ist was bestellt wurde - unter den seinerzeit beachteten Randbedingungen.

Im übrigen ist ds IMHO nur bedingt ein Bundeswehr-spezifische Problem. Anderes Übel ist der Zwang, zur Ausschreibung von Aufträgen und das billigste Angebot zu wählen. Nicht das günstigste... Dabei kommen halt Angebote raus, die hart auf Kante genäht sind. So wie hier ein Autobahnausbau monatelang still stand, weil der beauftragte Unternehmer pleite gegangen war - und der Nachfolger erst EU-weit ausgeschrieben werden musste...  :BangHead:

Offline Elektroheizer

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #27 am: 07 Oktober 2016, 23:29:55 »
...und die unendliche Geschichte geht weiter... :MS:

Jetzt hat man plötzlich und unerwartet festgestellt, dass das Teak-Deck rott ist. Da das Holz nicht in einem Regal schlummert, sondern aufwendig beschafft werden muss, dauert das eben seine Zeit.
Noch was, vor einigen Tagen in den Nachrichten gehört: die nächsten beiden geplanten Ausbildungsfahrten wurden abgesagt.

Offline RonnyM

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #28 am: 08 Oktober 2016, 09:39:45 »
Moin,

nur mal so als Vergleich: Die etwas kleinere ALEXANDER v. HUMBIOLD II wurde für 15 Millionen Euronen in Deutschland gebaut. Wenn wir nun ein Paar Meter drauflegen und sie in Polen bauen lassen :? :? :?

Grüße Ronny
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Offline Manfred Heinken

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Re: Bremerhaven Werftaufenthalt
« Antwort #29 am: 08 Oktober 2016, 11:30:11 »
Moin Ronny,
der Baupreis, 15 Millionen Euro, für die "Alexander von Humboldt" Ii ist mit den Bau- und Reparaturkosten der "Gorch Fock" nicht zu vergleichen.
Zwischen der zivil geführten "Alexander von Humboldt" II und der militärisch geführten "Gorch Foch" sind die Unterschiede bei den Kosten doch sehr groß.Die Segler müssen ja nach Besatzungsstärke und Ausbildungszweck ausgerichtet werden.
Die "Alex" hat mit Trainis eine Besatzungsstärke von 55 - 65 Frau/Mann.
Die "Gorch Fock" hat ja eine Stammbesatzung die diese Zahlen der "Alex" übertrifft.
Hier unterscheiden sich die Kosten für die Schiffe schon gewaltig.
Die Schäden die jetzt auf und an  der "Gorch Fock" auftreten sind bemerkenswert.
Das müssen richtige Fachleute bewerten, sonst wird das alles nichts.

Aber einen Neubau für die Deutsche Marine nach Polen verlegen zu wollen halte ich für ein starkes Stück.
Unsere Werften in Deutschland freuen sich über jeden Auftrag den sie bekommen können, das erhält nämlich unsere Arbeitsplätze.

Noch eins: für 15 Millionen Euro würden sie heute die "Alex" II  nicht mehr bekommen, dafür fehlen auch wohl die Gönner und Freunde für den Segler.

Nichts für Ungut
Manfred Heinken