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Autor Thema: PEKING für Hamburg  (Gelesen 9530 mal)

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Offline juergenwaldmann

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #30 am: 20 Mai 2017, 14:57:05 »
Zum Glück gibt es das " Dreamteam "  , das uns den schönen Segler  bewahrt .
Technik Geschichte zu anfassen , davon kann Hamburg nicht genug haben ,
sonst wissen unsere Enkel eines Tages nicht mehr , womit wir vor über 100
Jahren den Welthandel , Import und Export , preiswert betrieben haben .
Gruss  Jürgen

Offline Urs Heßling

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #31 am: 20 Mai 2017, 15:07:59 »
moin, Jürgen,

.. vor über 100 Jahren den Welthandel , Import und Export , preiswert betrieben haben
.. immerhin langte es für die https://www.elbphilharmonie.de/de/laeiszhalle :-)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Bugsierstefan

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #32 am: 20 Mai 2017, 21:02:58 »
Hallo Wolfgang. Da seid ihr in HH ja besser dran  als wir in BHV. Ihr hab dann zwei Objekte an Land gezogen die eigentlich "identisch" sind. Einmal das Partyboot Rickmers und nun das Arbeitsboot Laeisz. Und das mit reichlich Staatsknete.
Hier wird über die Verschrottung der Seuten Deern laut nachgedacht, um die restlichen Dampfer sieht es auch nicht gut aus. Geld dafür ist kaum bis nicht da. Ihr könnt ja Rau9 und Seefalke zu euch holen. Schuchmann und Rau haben ja auch HH Bezug. Warte das euer Projekt der Öffentlichkeit frei gegeben wird.  8-)     Gruß Bernd

Moin,
Sorry, aber da muss ich mal widersprechen! Für die Rickmer Rickmers gab es keine "Staatsknete"! Die Finanzierung der Restaurierung lief über Spenden aus der Wirtschaft. Auch mittels Sachspenden, so kam das stehende Gut damals von der BM, es handelte sich um das ausgetauschte Gut der Gorch Fock und wurde hier "umgeschustert" um es für die RR passend zu machen. Der Hamburger Senat klingte sich erst ein, als das Schiff fast fertig war.........vorher hatte man da nicht so dran geglaubt! Erst dann wurde "großmütig" ein Liegeplatz zur Verfügung gestellt........

 :MG:

Offline beck.Schulte

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #33 am: 20 Mai 2017, 21:19:42 »
missverständlich von mir.   :-(   Staatsknete bezog sich auf Peking. Da wir während der Rickmers Arie auf Finkenwärder gewohnt haben und ich bei Blohm war, ist mir das alles gut in Erinnerung. Ich hab mich damals nicht zur "Schietgäng" gemeldet, weil ich schon ahnte, dass von den vielen Versprechungen die man den Freiwilligen machte, nicht viel bis nix übrig geblieben ist. Kenne ne Reihe Leute, die sich danach verarscht vorkamen.  :roll:

Offline Bugsierstefan

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #34 am: 21 Mai 2017, 09:36:21 »
Moin Bernd,

ja, das stimmt! Wir kamen uns so manches Mal ver......... vor! Unseren persönlichen Antrieb holten wir manchmal nur noch aus der Gemeinschaft, da sind auch Freundschaften entstanden, die bis heute halten.
Von offizieller Seite........naja, aber hinterher, als ein fertiges Schiff plötzlich da war, da ging man mit der großen Fre....... vorweg.
Auch trübten so manches Mal die vereinsinternen Flügelkämpfe das Bild.... :roll:

Viele Grüße  :MG:

Offline beck.Schulte

  • Fähnrich
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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #35 am: 21 Mai 2017, 10:56:46 »
Ja, ja die Herrn selbstlosen steuersparenden hanseatischen Sponsoren. Da geht’s mehr darum befreundete Rechtsanwälten, Kaffeehändlern, Ärzten usw. auf „ihrem“ Dampfer zu empfangen. Selbiger muss nach was aussehen. Am besten was mit Segel. Wie wenig echt historisches von Interesse ist, habe ich so um 2010 herum bei Jugend in Arbeit, Harburg erlebt. Ich sollte helfen eine kleine 15PSe Dampfmaschine wieder in Fahrt zu bringen. Was entdeckte ich da? Neben der Werkstatt ein Riese von Dampf-Bergungswinde, im Schuppen reichlich Ausrüstung und im Wasser ein Bergungsdampfer von Flint. Das Ding ist so um 1890 in NL gebaut kam um 1910 nach Hamburg ( Papiere und Vita lagen vor ) An Bord alles aus der Zeit 1912: Dampfkessel, Dampfmaschine, Dampfpumpe und alles was auf solchem  mit Steam läuft. Unterkünfte wie damals. An Deck Ausrüstung. Das Boot rottete so vor sich hin. Ich hab den Vorschlag gemacht, das ich für lau und aktiver Mitarbeit den Dampfer gern aufmöbeln wolle. Arbeitskräfte ( arbeitsunwillig junge Menschen ) gab ja genug bei „Jugend in Arbeit“. Tech. Leitung war einverstanden. Ich mußte aber die Zustimmung zweier Herren einholen, die was zu sagen hatten. Keinerlei Zustimmung. Auch nicht dafür, dass man das Ding erstmal eindocken solle (Dock war ja nur 50m weit entfernt) Sicherungsarbeiten durchführt, oder es per Kran an Land setzen. Nö, ist ein Arbeitsschiff und keine Senatsjacht. Ich hatte das Gefühl, das es nur störte. Was heute daraus geworden ist weiß ich nicht.  Wäre schade darum, wenn es weg sein sollte. Ach ja, eins durfte ich noch. Alles Losmaterial zum Schuppen 50 fahren.  :-D oder  :-(
« Letzte Änderung: 21 Mai 2017, 13:36:29 von beck.Schulte »

Offline Bugsierstefan

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #36 am: 22 Mai 2017, 11:15:23 »
Moin Bernd,

ja, wenn die 50er Reihe dann mal das neue Hafenmuseum ist, werden sich damit andere beweihräuchern, die vorher gar nichts damit zu tun hatten.... :| wie so oft!
Ich war früher als gebürtiger Hamburger mal sehr patriotisch für meine Heimatstadt eingestellt........das ist bei mir aufgrund der Erfahrungen, (auch beruflicher Natur als Polizeibeamter), mittlerweile derart "abhandengekommen" das ich Hamburg nur noch als Arbeitsplatz betrachte, nach Feierabend verziehe ich mich nach Haus in Kaltenkirchen und Hamburg ist da für mich weit genug weg.... :-D
Ich freue mich auf unsere jährlichen Treffen von der Schietgäng auf der Rickmer Rickmers, zu meinem Erstaunen ist da für uns im Captain´s Table immer ein Fass Hopfenkaltschale angeschlagen......(man hat doch noch ein bißchen für uns über)..... :-o
Und wie man ansonsten mit den Hamburger Traditionsschiffen umgeht, kann man ja im neuen Hafen erleben.......die sind zu laut.......zu dreckig.........zu rußig........und was weiß ich noch.
Aber dort leben wollen! Die Anwohner von Överlgönne fühlen sich durch den Lärm der Containerterminals gestört.......aber den Blick genießen wollen.
Ich war 6 Jahre BGS Beamter auf dem Hamburger Flughafen vor meinem Wechsel zur Polizei. Mir war die Problematik des Fluglärms für die nähere Umgebung wohl bekannt...........allerdings waren wir auch immer wieder erstaunt in der Passkontrolle, (ja damals wurden sogar "Malle" Flüge noch kontrolliert  :-D), wieviele Hamburger und Norderstedter aus der unmittelbaren Nachbarschaft diese "kurzen" Reisewege nutzten........und nach der Landung wieder der Initiative gegen Fluglärm angehörten......(Sarkasmusmodus aus)....
Ist irgendwie hier nicht mehr so meine Welt....... :MS:
So, genug geschimpft! Zurück zu den Schiffen und den Marinethemen!

Viele Grüße  :MG:

Offline harbec

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #37 am: 22 Mai 2017, 14:22:00 »

... (Hamburger) Schietgäng?
Ist damit die sagenhafte Musikband gemeint, die so tolle Musik machen kann?
Gruß Hartmut

Offline schiffbauer

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #38 am: 22 Mai 2017, 18:48:41 »
Bezüglich des Museumsschiff-Hafenschlengel in der Hafencity:
Da der Zugang von der Elbe in das Hafenbecken durch eine Hebebrücke erschwert ist (1 Woche Anmeldungsfrist für das Öffnen der Brücke!) ergibt sich in ein paar Wochen für die dortigen Museumsschiffe  eine Alternative:
Am Bremer Kai im Hansahafen an den 50ger Schuppen (Hafenmuseum!) wird ein neuer Anlegeschlengel mit einer Gesamtanlegelänge von ca 260 m eingerichtet mit einer ordentlichen Zuwegung vom Bremer Kai aus.
Es besteht die Möglichkeit, dass die Museumsschiffe aus der Hafencity nach dort umziehen können. Damit ist jederzeit der Zugang von  und zur Elbe gewährleistet und es gibt auch keine lärmempfindliche Anwohner.
Das Hafenmuseum würde sich sehr freuen, wenn diese Gelegenheit von den Museumsschiffer genutzt werden würde.
LG
Schiffbauer

Offline Bugsierstefan

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #39 am: 22 Mai 2017, 19:15:15 »

... (Hamburger) Schietgäng?
Ist damit die sagenhafte Musikband gemeint, die so tolle Musik machen kann?

Moin,
leider nein! Wir waren alle Freiwillige und arbeiteten über den Verein "Windjammer für Hamburg" auf der Rickmer Rickmers zur Zeit ihrer Restaurierung.
Wir hatten uns diesen Namen selbst gegeben, nachdem wir Kupferschlacke geschaufelt hatten, welche damals zum Strahlen der Stahlteile im Schiff genutzt wurde........wir sahen aus......... :-P
Aber dieser Name wurde nachher offiziell, gibt heute sogar eine Erinnerungsplatte an Bord mit diesem Namen.
Aber Musik machen konnten wir damals auch......nur singen konnte, glaube ich, keiner  :MLL:

Viele Grüße  :MG:

Offline RonnyM

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #40 am: 27 Mai 2017, 12:56:49 »
...und nun wieder zur PEKING... :-D

Das Dockschiff COMBI DOCK III bringt den Windjammer zurück in die Heimat. Der Projekt-Carrier hat den Zuschlag für den Transport über den Atlantik erhalten. Die Viermastbark soll Ende Juni mit auf dem 170 m lange Dockschiff (11.000 tdw) der zur Bremer Harren-Gruppe gehörenden Reederei Combi Lift in New York geladen werden und dann die zweiwöchige Heimreise über den Atlantik antreten.

Die Heimreise endet in Brunsbüttel, von wo aus die PEKING per Ponton nach Wewelsfleth zur Peters Werft weiter transportiert wird. Die Werft hatte den Zuschlag von der Stiftung Hamburg Maritim für die Restaurierung erhalten. Sie hatte sich gegen die Konkurrenz von Blohm+Voss, die Emder Werft und Dock GmbH sowie einer ARGE aus Elsflether Werft und Bremerhavener Dockgesellschaft (Bredo) durchgesetzt. Weil die ersten Angebote das vom Bund bewilligte Budget zum Teil überschritten hatte, war noch zweimal mit allen Teilnehmern nachverhandelt worden.

Die PEKING soll nach ihrer auf 3 Jahre veranschlagten Reparatur das Prunkstück des geplanten Deutschen Hafenmuseums werden, dass für insgesamt 120 Mio. EURO in Hamburg entstehen soll. Die aufwändigen Arbeiten am Rumpf und Rigg werden bis zu 26 Mio € finanziert.

( Ich bin gespannt wie gerechnet wurde. Hoffentlich kommt da kein GORCH FOCK Ergebnis zustande.)

Der FlohFloh-Frachter (Float-on / Float-off) gebaut 2008/2009 auf der Lloyd Werft Bremerhaven, ist ein Semi-submersible kann sein Ladungsdeck unter die Wasserlinie absenken, um schwimmende Lasten aufzunehmen. Die PEKING soll mit dem Heck voran eingeschwommen werden. An insgesamt 70 Punkten wird sie gesichert. Mit Hilfe der Ballastwasser-Tanks kann die Ladung ausbalanciert werden. Die Vorbereitungen werden 3-4 Tage, die Überfahrt dann weitere 12 Tage dauern.

Grüße Ronny
« Letzte Änderung: 28 Mai 2017, 11:24:46 von RonnyM »
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Offline habichtnorbert

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #41 am: 27 Mai 2017, 18:51:09 »
Ronny,

hoffen wir mal das mit dem Transport über den großen Teich alles gut geht,
 :MG:
Gruß Norbert

Wo die Flotte hinfährt, sind die Minensucher schon gewesen

Das Historische Marinearchiv: www.historisches-marinearchiv.de

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #42 am: 27 Mai 2017, 22:37:22 »
Wie schon einmal gezeigt, geht der Transport so:   :MLL:  https://goo.gl/photos/D3ftRTdsEYTNMbWv5
Ulrich Rudofsky

Offline Ulrich Rudofsky

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Re: PEKING für Hamburg
« Antwort #43 am: 13 Juli 2017, 14:38:51 »
Ulrich Rudofsky

Offline juergenwaldmann

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Re: Die Heimkehr eines "Flying P-Liners" nach Hamburg
« Antwort #44 am: 16 Juli 2017, 09:32:08 »
Endlich kommt Bewegung in den alten Segler , wenn auch huckepack :

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Die-Peking-vor-der-letzten-grossen-Ueberfahrt,peking1258.html

Gruss  Jürgen