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Autor Thema: Unterteilte Leinen  (Gelesen 1218 mal)

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Offline Bosix_D

  • Maat
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Unterteilte Leinen
« am: 18 April 2015, 07:09:30 »
Hallo  Gemeinde,

ich hoffe die Frage ist nicht zu blöd ....
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, warum die Abspannleinen an den Masten immer so Teilungsknoten haben - also offensichtich immer durch einen "Isolationskörper" in mehrere Teile geteilt sind ?
Ich hab das auch bei meinen Recherchen zu meinem Bugsier 3 gesehen und bin unsicher was da dahinter steckt.
Vielleicht kann mich ein Fachmann aufklären  :?

Grüßle
Gerhard

Offline Bosix_D

  • Maat
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  • Beiträge: 28
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #1 am: 23 April 2015, 19:26:33 »
... ich habe auch ein Bild dazu ...


Offline Teddy Suhren

  • Boardinventar
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  • Beiträge: 3385
  • Jörg K.
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #2 am: 24 April 2015, 05:30:49 »
Hai

Ich weis es auch nicht - ist kein Segler hier der das mal aus der Hüfte schießen kann?
Gruß
Jörg

Nichts ist schwieriger als der geordnete Rückzug aus einer unhaltbaren Position.
(Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz)

WoW Nick: Teddy191

Offline Schorsch

  • Fregattenkapitän
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  • Beiträge: 1308
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #3 am: 24 April 2015, 08:38:12 »
Hallo zusammen!

Ich bin zwar nur interessierter Laie, will aber trotzdem mal meinen Senf zu der Frage dazugeben. Imho sind auf dem Vergleichsbild zwei verschiedene Arten von Verdickungen zu unterscheiden.

Da sind zum einen die in den Verspannungen der Masten eingeschorenen Isolatoren. Deren Ausführung ist gut den Nahaufnahmen von Masten auf den Seiten 33 und 34 des Heftes „Vom Original zum Modell – Die deutschen Zerstörer 1935 -1945“ zu sehen. Da die Pfahlmasten der Zerstörer der Vorkriegszeit durch diese Verspannungen ihre Stabilität erhielten, mussten diese Isolatoren entsprechend stark ausgeführt werden und sind deshalb gut zu erkennen (das Gesagte gilt natürlich auch sinngemäß für die abgebildeten Minensucher im Beispielbild). Weiter findet man kleinere solcher Isolatoren in den Abspannungen der waagerechten Spieren am Mast und zur Isolation der zwischen den Spieren ebenfalls waagerecht verlaufenden Trägerseile der Antennen der Funkanlage des Schiffes.

Als Zweites ist eine andere Art von Verdickungen zu sehen, die nur in den Leinen vorkommt, die vom Deck zur jeweiligen Backbordspiere des Mastes verlaufen. Bei besser detaillierten Aufnahmen sieht man, dass das (Signal)-Lampen sind. Diesbezüglich vermute ich, dass diese Lampen Bestandteil der Lichterführung sind, die nach den Kollisionsverhütungsregeln der Seestraßenordnung durch ein manöverbehindertes Schiff einzuhalten ist. Und ein Minenräumer (oder auch Zerstörer) mit ausgebrachtem Räumgeschirr stellt nach meinem Dafürhalten ein solcherart eingeschränktes Schiff dar. (Siehe dazu auch die Ausführungen in der M.Dv. 150, S. 292ff.!)

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
'Judea, London. Do or Die.'

Offline scharrenberg

  • Oberbootsmann
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  • Beiträge: 86
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #4 am: 24 April 2015, 18:14:51 »
Hallo
Ich glaube. die Verdickungen in der Leine an Bb.Seite des Zerstörers sind die nicht sehr scharfe Abbildung des sog. "Nacht-Signal (NSA-)- und Nacht-Erkennungssignalapparates (NES), bestehend aus drei Gruppen vom je einer roten, grünen und gelben Lampe über einander. Es muss daran erinnert werden, das im WK II noch optisch eine Erkennung gegenüber anderen Schiffen oder Flugzeugen gegeben wurde.
Entsprechende Geräte waren 1964/ 65 noch auf den Schnellen Minensuchbooten der "Schütze-Klasse" vorhanden, sind aber während meiner Bordzeit nie eingesetzt worden.
Grüße
Scharrenberg

Offline Bosix_D

  • Maat
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  • Beiträge: 28
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #5 am: 25 April 2015, 08:04:17 »
Hi Gemeinde,

habe noch ein Beispiel gefunden ....

Grüßle
Gerhard

Offline olpe

  • Kapitän zur See
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  • Beiträge: 1863
Re: Unterteilte Leinen
« Antwort #6 am: 25 April 2015, 10:09:41 »
Hallo,
nach Betrachtung der Bilder - insbesondere des letzten Fotos vom Schlepper - ist für mich ersichtlich, dass die fraglichen 'Verdickungen' im Wesentlichen an den Stagen der Masten vorhanden sind bzw. an den Absteifungen der Salings. Ich denke, dass es sich hierbei um Spannschlösser handelt, die einzelne, mehr oder weniger vorgereckte Stahlseilsegmente zusammenhalten. Des weiteren kann hinzukommen, dass Teile der/des Stage(s) als Antenne für die Funkanlage Verwendung fanden, die Verdickungen dann als Isolatoren anzusehen sind (Antenne im Stag: --/>/> wikiD).
Weitere Verdickungen im 'laufenden Gut' (bitte nicht auf die Goldwaage legen) dienen - wie oben bereits genannt - sicher auch zu Signalzwecken.
Soweit hierzu meine Gedanken.
Grüsse
OLPE