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Autor Thema: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten  (Gelesen 4104 mal)

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Offline Urs Heßling

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #15 am: 03 Mai 2016, 11:28:59 »
moin, KG,
Merci top :MG:
Damit gefunden https://fr.wikipedia.org/wiki/Armorique_%28navire%29#/media/File:Armorique.jpg

.. und die Montcalm war also auf Trémintin "umgetauft" worden, weil der Name neu an einen Leichten Kreuzer vergeben wurde.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline MarkusL

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #16 am: 03 Mai 2016, 19:12:15 »
Hallo,
das Schwimmdock soll noch durch die französische Seite bei der Räumung Dünkirchens nach Brest geschleppt worden sein.
Gruß
Markus

Offline kgvm

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #17 am: 03 Mai 2016, 20:24:39 »
Danke, Markus.

Offline kgvm

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #18 am: 24 Mai 2016, 10:58:31 »
Hier einige weitere Bilder der Verlegung des Dünkirchen-Docks von Brest nach Nantes, wohl im Juli 1943.
Geleit durch Minensucher, die beiden Schlepper an der Spitze sind nach französischen Plänen für die KM gebaut. Die Namen sind ziemlich sicher "Süder Hever" und "Mittel Hever", entgegen den Angaben im Gröner aber in zwei Worten.
Wäre ja schön, wenn sich zu dieser Verlegung noch Details in einem KTB finden ließen.

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #19 am: 15 August 2016, 16:51:20 »
Hallo,
hier http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.135.html #147,148
hatten wir ein Schwimmdock mit Kriegsgefangenen das bei Kriegsende auf Langeland strandete.
Im Film http://www.tv2fyn.dk/node/42706 sind Fotos vom Dock zu sehen
hier der Hinweis das das Schwimmdock noch heute existiert
Zitat
"Wir haben das letzte Beweis dafür, dass das Schwimmdock, die heute mit der Werft liegt, auch tatsächlich das Schwimmdock ist die 4. Mai 1945 an Land mit 1500 Russisch und Französisch Kriegsgefangene an Bord auf Südlangeland trieb. Es gibt viel Gerede gewesen auf dem Schwimmdock seit vielen Jahren, aber wir fanden Beweis, dass es existiert immer noch
Ich vermute, es ist die Werft in Odense gemeint, ist etwas über deren Schwimmdocks bekannt?

Edit: Im Original
Zitat
"Vi fører endeligt bevis for, at den flydedok, der i dag ligger hos værftet i Marstal, også vitterligt er den flydedok, der den 4. maj 1945 drev i land på Sydlangeland med 1.500 russiske og franske krigsfanger ombord
Hier steht Werft in Marstal (Aeroe), das Schwimmdock kenne ich , ich suche die Bilder mal raus  :-)

die Geschichte wird hier bestätigt
Zitat
Die erste Begegnung mit der Stadt ist ein riesiger Schwimmdock, die ein deutsches U-bootdock aus dem Zweiten Weltkrieg erweist sich, wie in den letzten Tagen des Krieges wurde in der Ostsee und russischen und polnischen Kriegsgefangenen schwimmend und mit Kugeln von alliierten Flugzeugen abgefeuert gespickt. ....  Schusslöcher können noch tatsächlich zu sehen.

Ob nun "U-Bootdock"  :-) wirklich stimmt? bleibt die Frage wo kam es ursprünglich vor Sassnitz her.
Die werft http://repairyard.dk/omos.html gibt die Größe mit 3.500 t an.
« Letzte Änderung: 15 August 2016, 17:33:51 von bettika61 »
Grüße
Beate

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Offline MarkusL

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #20 am: 16 August 2016, 23:01:16 »
Hallo Beate,
beim "Kriegsgefangenendock", gruselige Geschichte aber hochinteressante Doku, vielen Dank für den Link top, würde ich eher von einem "Altbau" vor WK 1 ausgehen. Da käme dann wieder eins der "alten" Stettiner Oderwerke (Sektions-) Docks A bis F ins Spiel. A/B ex Vulcan halte ich für eher unwahrscheinlich. C bis F hatten nutzbare Breite von 16m. Könnte eventuell passen.
Gruß
Markus

Offline MarkusL

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #21 am: 16 August 2016, 23:04:04 »
….hier noch ein Link zu den Abmessungen des Docks in Marstal
http://marstalhavn.dk/Welcome_Marstal.html

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #22 am: 16 August 2016, 23:42:55 »
Hallo Markus,
Danke für die Hinweise,
Auf der Suche wo könnte das Dock und die Kriegsgefangenen  herkommen http://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/landungsfahrzeuge/marinefaehrprahm/ausgabe.php?where_value=1100
Zitat
- 13./14.04.1945 4 AF und 4 Schleppern mit einem Schwimmdock die West-Oder abwärts . Russisches Infanteriefeuer von der Oderinsel durch 2 cm Vierlinge der AF zum Schweigen gebracht. Auf Höhe Pölitz auf AF 104 zwei Verwundete durch Volltreffer einer feindlichen 7,6 cm. Erst auf Höhe Papenwasser Schusswechsel beendet. Querab Gr. Ziegenort Schwimmdock durch Wind aus NO an der westl. Fahrwasserkante auf Grund gesetzt, muß nach Hellwerden zurückgelassen werden. 
Die Oder abwärts an Pölitz vorbei kann eigentlich nur aus Stettin kommen.
Bei Pölitz befand sich  das Hydrierwerk und das KZ Außenlager, das  im März/April 1945 geräumt wurde. http://berlin.bahninfo.de/poelitz.htm
Erst mal nur eine Hypothese.
Grüße
Beate

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Offline MarkusL

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #23 am: 17 August 2016, 11:52:17 »
Hallo Beate,
sehr wahrscheinlich dürfte das gestrandete Dock ein Teil des Kombidocks der Oderwerke C: 50x16 m, 1500t und D: 40x16 m, 1200t , Breite außen je nach Quelle 22 m oder 23 m, sein.
Laut Bautenliste Strandgut Bau-Nr. 400 von 1891 (dort allerdings nur Angabe für ein Dock 70x22 m, 2000t, obige Angaben dürften der tatsächlichen Bauausführung entsprechen).
Im Strandgut-Artikel auch ein Bild des Docks.
Gruß
Markus

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #24 am: 17 August 2016, 21:42:40 »
Hallo,
noch eine kleine Ergänzung:
Für Nakskov, sozusagen schräg gegenüber, wird für 1945 ein Dock 58,5x22/14,8 m, 1.000t aktuell/ursprgl. ?, Baujahr 1892, erwähnt.
Mit den üblichen "Schwankungen" bei Schwimmdocks bezüglich nutzbarer/Gesamt-Länge sowie Baujahr/Inbetriebnahme spricht dies schon ziemlich für Dock C (nicht verwechseln mit dem 60.000t Dock  :-D) der Oderwerke.
Gruß
Markus

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #25 am: 17 August 2016, 21:48:32 »

noch ergänzend.
Dock wurde als in schlechtem Zustand mit Schrottwert bezeichnet.
Dazu dürften die "dänischen Zufallsbesitzer" wenig Interesse an einem Nachweis des deutschen Zivileigentümers gehabt haben. Anders als bei Marine-/Regierungsdocks gab es da ja eigentlich selbst 1945 theoretisch klare Eigentumsverhältnisse.
Wahrscheinlich verschrottet. Trauriges Ende des "letzten Stettiner Privatdocks" passend zur insgesamt sehr traurigen Geschichte. Die immerhin für einen Teil der Kriegsgefangenen ausweislich der Bilder doch noch eine gute Wendung genommen hat.
Gruß Markus

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #26 am: 17 August 2016, 21:58:21 »
Hallo Markus,
damit ich noch ein bischen mitkomme: Du meinst das gestrandete Dock ist nach Naskov /Lolland nach 1945 gekommen. Dort verschrottet heißt, das Dock  in Marstal heute  ist es nicht  :?

Grüße
Beate

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Offline MarkusL

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #27 am: 17 August 2016, 22:10:01 »
Hallo Beate,
sozusagen "leider" ja. Das Dock in Marstal dürfte relativ "neueren" Datums sein.
Beim "gestrandeten" Dock gehe ich sehr vom genannten Dock der Oderwerke aus.
Gruß
Markus

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #28 am: 17 August 2016, 22:19:28 »
Hallo,
noch ein Schwimmdock unterweg:  25.12.44 , 2700 t Dock aus einem DEFE Funkspruch
Zitat
can only be carried out via ways 75 and 55

Ich gehe davon aus das die Zwangswege gemeint sind, weg 55 ist http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,26430.msg301389.html#msg301389 #176 noch erkennbar,
aber Weg 75  :? , ist auch  http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,21614.msg241946.html#msg241946 nicht dabei.

Kennt den Weg jemand und kann man daraus Rückschlüsse auf das Dock ziehen?
Grüße
Beate

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Re: Schwimmdocks in den deutsch besetzten Gebieten
« Antwort #29 am: 17 August 2016, 22:23:51 »
Hallo Beate,
sozusagen "leider" ja. Das Dock in Marstal dürfte relativ "neueren" Datums sein.
Beim "gestrandeten" Dock gehe ich sehr vom genannten Dock der Oderwerke aus.
Gruß
Markus
Danke Markus für die Aufklärung  :MG:
Da würde mich aber "der letzte Beweis" des Fernsehsenders interessieren  :MLL:
Grüße
Beate

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