collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Nachrichten aus Wilhelmshaven  (Gelesen 22098 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Manfred Heinken

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1212
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #90 am: 29 September 2017, 19:36:36 »
Moin Günter,
besten Dank fur die Rückmeldung.
Adresse ist unterwegs.

Gruß
Manfred Heinken

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #91 am: 05 Oktober 2017, 18:48:25 »
Der Orkan "Xavier" der mit ca. 110 Km/h über den Jadebusen hinwegfegte , hat auch seine Spuren in Wilhelmshaven
hinterlassen , so wurde auf der Niedersachsenbrücke neben dem JWP eine schienengebundene Löscheinrichtung von
der Anlliege-Plattform aus den Schienen gehoben , umgedreht und ins Wasser befördert ,man gut , dass die beiden
anderen Löscheinrichtungen unversehrt blieben .
                                                                                                                                                   :MG:   halina

Edit :Ein Eigenfoto von der Niedersachsenbrücke mit den 3 Löscheinrichtungen von denen nun eine "über Bord" ging ,
        es ist die mittlere ca. 1.400 t schwere Löschbrücke die abgestürzt ist , eine wohl nicht optimale Konstruktion von
        1975 , denn durch das weit oben angeordnete Maschinenhaus ergibt sich ein sehr hochliegender Schwerpunkt ,
        der noch ungünstiger wird wenn der schwere Ausleger in Parkstellung hochgeklappt ist .
« Letzte Änderung: 08 Oktober 2017, 13:36:13 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline jockel

  • Oberfähnrich
  • *
  • Beiträge: 362
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #92 am: 06 Oktober 2017, 09:13:17 »
Moin, auf SPON ist ein Foto dazu online.


Gruß
Klaus

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #93 am: 06 Oktober 2017, 10:50:51 »
Moin Klaus ,

Danke für den Link , sieht ja böse aus , neben dem Totalschaden der abgestürzten Löschbrücke hat diese ja auch
das Kohle-Förderband zum Kraftwerk stark beschädigt , da ist jetzt Tempo angesagt , sonst könnte das Kraftwerk
Probleme mit dem Nachschub bekommen .
                                                                                                                                               Gruss  Günter
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline bettika61

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3520
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #94 am: 20 Oktober 2017, 14:47:25 »
Nach Mitteilung des Jade-Dienstes dürfte der im Januar 2017 in Dienst gestellte Schwimmkran "Jade-Hiev" und am
16.2. wegen eines technischen Defektes schwer beschädigt wurde , doch noch eine Zukunft haben .
Demnach sollen die Aufbauten mit dem Krangestänge entfernt werden und der Ponton als selbstfahrendes Fahrzeug
für universelle Verwendung im Hafen-und Küstenbereich umgebaut werden . Neben Bergungs-und Schwertransporten
könnte der Ponton bei Bedarf auch zur Aufnahme eines Mobil-Kranes bis zu einer Tragkraft von 400 t dienen .

                                                                                                                                                          :MG:   halina

Edit : Hierzu noch 2 Eigenaufnahmen vom September 2017
Hallo Günter,
Info und Foto wurde in die ESDM übernommen http://historisches-marinearchiv.de/projekte/erhaltene_marinefahrzeuge_deutsch/ausgabe.php?where_value=322
Grüße
Beate

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #95 am: 20 Oktober 2017, 15:14:25 »
Moin Beate ,

Danke für die Übernahme der Fotos  , auch für die vom KFK "GERDA" , evtl. könnte man doch diese Fahrzeuge
in das HMA verschieben , mit einem Alter von ca. 75 Jahren sind diese sicherlich auch von historischem Wert .

                                                                                                                                                   Grüsse  Günter

                                                                                                                                                 
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Urs Heßling

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 13799
  • Always look on the bright side of Life
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #96 am: 20 Oktober 2017, 15:25:25 »
moin, Günter,

evtl. könnte man doch diese Fahrzeuge in das HMA verschieben , 
ESDM ist ein Teil von HMA :wink:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #97 am: 21 Oktober 2017, 12:21:36 »
Wie vom Betreiber des Kohle-Terminals von der Niedersachsenbrücke , der Fa. Rhenus-Midgard mitgeteilt wird , soll
mit der Bergung der Löscheinrichtung die bei dem Orkan "Xavier" am 5. Oktober abgestürzt war in der kommenden
Woche begonnen werden , hierzu sollen 2 grosse 200 t-Kräne zum Einsatz kommen .
Nach Abschluss dieser Arbeiten und der Instandsetzung des schwer beschädigten Förderbands-Systems wird mit der
Wieder-Inbetriebnahme ca. Mitte November gerechnet , die Schadenssumme dürfte über eine Mill. Euro betragen .

                                                                                                                                                            :MG:    halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline Big A

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 6298
  • Keep on running
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #98 am: 21 Oktober 2017, 14:38:24 »
Zitat
die Schadenssumme dürfte über eine Mill. Euro betragen .

Na, das wird ja wohl hoffentlich versichert sein.

Hoffen wir mal, dass es keine Kohlenknappheit gibt, sonst muss man wieder "fringsen"... 8-) :roll:

Axel
Tracers work both ways!!

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #99 am: 21 Oktober 2017, 22:40:12 »
Moin Axel ,

Obwohl diese Löschanlage mit einem Jahresumschlag von ca. 2 Mill. t Kohle und nach Hamburg mit ca. 6 Mill. t von den
deutschen Häfen die zweitgrösste ist und weiter wachsen will , ist sie zwar wichtig für die Versorgung der Abnehmer
im Nordwestraum , aber nicht unersetzbar bei Havarien wie hier geschehen .
Der grosse Vorteil dieses Terminals ist , dass mit einer Vertiefung der Liegewanne auf über 20 meter auch Bulker mit
einem Tiefgang bis zu 18,5 m und einer Ladekapazität bis zu 250.000 t bei auflaufender Flut hier anlegen können .
Der grösste Teil importierter Kohle pro Jahr von ca. 30 Mill. t die auf dem Seeweg nach Deutschland kommen wird in
Rotterdam gelöscht , hier können die Bulker-Giganten mit einem Tiefgang bis zu 23 m und einer Ladekapazität von ca.
350.000 t  im 24 Stundenbetrieb abgefertigt werden .
Die grössten Lieferanten sind die Exportländer Kolumbien , Russland , USA und Südafrika . Die eigene Förderung von
Steinkohle in Tiefen von über 1000 m ist unwirtschaftlich geworden und mit der Stilllegung der letzten Bergwerke in
Bottrop und Ibbenbüren 2018 wird einer der einst grössten Kohlenabbaureviere in Europa zu Grabe getragen .

                                                                                                                                                   Gruss  Günter

Edit : Halte den Verzicht auf eine heimische Steinkohlenförderung aus strategischen Gründen für sehr bedenklich ,
          denn in einer möglichen Krisensituation die zur Blockade der Seetransporte führen könnte ,würde  Polen wohl
          nicht in der Lage sein mehr als ca. 10 Mill. t nach Deutschland zu exportieren .
« Letzte Änderung: 25 Oktober 2017, 17:04:27 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Offline halina

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 3262
Re: Nachrichten aus Wilhelmshaven
« Antwort #100 am: 24 November 2017, 21:25:27 »
Mit Rücksicht auf  Umweltbelastungen und den in einigen Förderländern rückläufigen Erdölreserven zeichnet sich sehr
vermehrt bei neuen Indienststellungen von Container-und Kreuzfahrtschiffen der Übergang von Schweröl als Treibstoff
hin zu LNG ab , das an Bord durch einen thermischen Prozess in Gasform umgewandelt wird .
Im Vergleich zu anderen eopäischen Hafenstädten gibt es hierzulande immer noch kein LNG-Terminal ,so dass bei einer
notwendigen Treibstoffübernahme in einem Nordsee-Hafen ein Bunkerschiff aus Rotterdam oder ein Tankwagen von
dort angefordert werden muss .
Um dieses Manko zu beheben , wurde eine Projektstudie von dem Marine-Kompetenz-Zentrum in Wilhelmshaven, der
Oldenburger IHK , dem maritimen Strategierat Weser-Ems und der Hafenwirtschafts-Vereinigung von WHV in Auftrag
gegeben, die als LNG-Potenzial-Analyse von der Beratungsgesellschaft Merkel-Energy erstellt und kürzlich an Olaf Lies
dem Wirtschaftsminister von NDS übergeben wurde . Daraus geht eindeutig hervor dass der Standort WHV sich für
ein solches Projekt hervorragend eignet , zumal von hier nur ca. 20 Km entfernt sich die Erdöl-und Gasreserven für
das deutsche Verbundnetz befinden in den 75 Salzstock-Kavernen im Storage Etzel südw. von WHV .
Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten sind nun 2 Vorschläge realisierbar :

Variante A : Am NWO-Ölterminal wird ein mobiles LNG-Terminal entstehen durch das Festmachen eines grossen LNG -
                  Tankers der ausgerüstet ist mit einer Regasifizierungsanlage , aus der dann über Speichertanks das Gas
                  in die Kavernen von Etzel gepumpt wird , ausserdem kann vom Tankerterminal auch LNG für andere
                  Schiffe abgegeben werden .

Variante B : Auf dem freien  Grundstück im Voslapper Groden wird eine grosse stationäre Gasifizierungsanlage mit
                  einigen LNG-Speichertanks gebaut die auch zur Versorgung der bunkernden Schiffe dient . Auch von hier
                  aus mit grösserer Kapazität der Gastransport über eine Pipeline nach Etzel .
                  Mit dem Bau eines ca. 1000 meter langen Terminals bis zum Fahrwasser reichend können sowohl Schiffe
                  anlegen die LNG löschen und solche die LNG bunkern wollen . Diese Variante hätte wohl auch die Aussicht
                  von der Bundesregierung als stategisch wichtiger Energielieferant anerkannt zu werden mit dann auch
                  finanzieller Beteiligung , denn NDS wird es allein nicht schultern können .

Bisher stammt das aus LNG -umgewandelte Gas für den Import nach Deutschland aus dem grossen GATE-Terminal in
Rotterdam das über das europäische Verbundnetz bis zum Storage  Etzel führt an dem einige grosse Energie -Firmen beteiligt sind , darunter auch E.ON .
Nachdem in Rotterdam bereits wegen des grossen Bedarfs an LNG ein 2. Terminal entsteht , wäre es wünschenswert
wenn nun endlich in 2018  eine Entscheidung fällt , sonst könnte es zu spät sein .
Inzwischen hat ein Konsortium bestehend aus 2 holländischen und einem deutschen Energieunternehmen die Absicht
bekundet , ein LNG-Bunkerterminal in Brunsbüttel zu installieren , auch hierzu soll 2018 entschieden werden .

                                                                                                                                          :MG:   halina

Bild #  1   An der Steganllage des Öl-Terminals der NWO könnte das mobile LNG-Terminal integriert werden mit einem
               grossen LNG-Tanker auf dem sich eine Regasifizierungseinrichtung befindet .
                Urheber : Martina Nolte , Lizenz: CC-BY- SA 3.0

Bild #  2   Dazu ein Eigenfoto von 2017, es zeigt einen Grossteil der Löschbrücke , hier würde der LNG-Tanker liegen

Bild  #  3  Hier der Lageplan für die Variante B , das mit grün markierte Areal , bezeichnet mit NSG könnte als ein
               stationäres LNG-Terminal dienen mit Platz für einige grosse LNG-Tanks , eine Pier mit ca. 1000 meter bietet
               Platz für eine Löschbrücke und eine Übergabestation für die Bunkerung von LNG

Bild  #  4  Hier das Beispiel eines mobilen LNG- Terminals in Kleipeda , zu sehen der an der Pier liegende Grosstanker
               mit einer Regasifizierungseinrichtung an Bord und daneben ein Grosstanker der LNG löscht . Dieses Bild
               in dieser Anordnung mit Gasspeichertanks zur Weiterleitung in das nationale Gasnetz entspricht der Lage
               wie in der Variante A beschrieben für WHV

Bild  #  5  Dieses Foto zeigt eine landgestützte Regasifizierungsanlage mit Speichertanks für LNG und Gas für die
               Weiterleitung in ein nationales Gasnetz . An der langen Pier befindet sich die Import-Brücke und daneben
               der Bunkerplatz für die Übernahme von LNG , diese Lösung steht für die Variante B in WHV

Bild  #  6  Eine gewaltige Anlage für die Regasifizierung von LNG ist das GATE in Rotterdam , von hier aus erfolgt die
                Lieferung von Gas in das deutsche Verbundnetz
                Urheber :  rijksoverheid ,  Lizenz: CC0.1.0  Verzicht auf das Copyright

Bild  #  7  Hier eine informative Auflistung der weltweit grössten Förderländer von Erdgas , Russland an der Spitze

Bild  #  8  Eine Liste der weltweit grössten Energieunternehmen die Erdgas fördern , auch hier Gazprom ganz vorn

« Letzte Änderung: 24 November 2017, 21:38:29 von halina »
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman