collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"  (Gelesen 1972 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #30 am: 07 Februar 2017, 10:21:58 »
moin,

Ergo, mehr Hirn und Verstand ...
Der Wunsch ließe sich auf 1914, 1933 und noch sehr, sehr viele andere Daten und Personen bis in die neueste Gegenwart ausdehnen ... bleibt aber nutzlos.
Nur wir selbst mit unserem Handeln können die Welt (ein wenig) zu einem "besseren Ort" machen.


der 01.02.17 rettete der Entente den Sieg. Sehr bedauerlich, wie ich finde.
Weder beim Ersten noch beim Zweiten kann ich Dir zustimmen.
Ich werde Dir aber nicht den Gefallen tun, darüber in diesem Thread eine Diskussion zu beginnen.

Gruß, Urs

Zu oberem : Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos :)
Da wir "normalen" Personen meist keinen größeren Einfluss haben, wirkt unsere "Dummheit" sich nicht aus, tun das die führenden Politiker hat das meist erhebliche (negative) Konsequenzen.
Daher sind auch die "schnellen" und "einfachen" Lösungen oft keine.
Mein Kommentar zu Hindenburg und Co. war bezogen darauf, dass man sich die Statistiken des Jahres 1916 hätte anschauen können um herauszufinden dass man den uneingeschränkten Uboot-Krieg nicht brauchte für die eigenen Ziele. Abgesehen davon war die gesamte These, die ihn auslöste auf extrem wackligen Boden mit viel "Augen zu und hoffen" verbunden. Für den deutschen Generalstab ein eher untypisches Verhalten.

zum zweiten Punkt:
Wieso bringst Du den 2.Weltkrieg ins Spiel? Wer würde denn einen anderen Ausgang des 2.Weltkriegs wünschen? Und was Deine unterschiedliche Meinung betrifft - die sei Dir gegönnt. Ich habe im Bezug auf den uneingeschränkten Ubootkrieg die für mich offensichtlichen Folgen (US-Eintritt, dadurch moralische Aufwertung in Frankreich, Bereitschaft den Krieg "durchzuhalten" in Russland und natürlich die unbegrenzte Menge an Unterstützung mit (in der Entente Mangel gewordener) Güter angesprochen.

Wenn Dir das historische Ergebnis mehr liegt - Deine Meinung. Ich sehe es eben anders, da die orginären Ergebnisse in Weltkrieg 2 mit den deutschen Massenmorden, dem Verlust der Heimat für 14 Mio Deutschen und ca. 2-5 Mio Polen und der beinahe totalen Zerstörung Europas endete. Natürlich fiel dann Osteuropa noch dem Kommunismus und dessen furchtbaren Verbrechen zum Opfer. Wie gesagt, wer das besser findet als ein stabiles Europa OHNE einen folgenden Krieg - darf das tun. Schön wäre es wenn man es (gerne an anderer Stelle) erläutert.

Dennoch ist die Frage was wäre "ohne" diese fehlerhafte und schicksalshafte Entscheidung geworden faszinierend. Es gibt unterschiedliche Ansichten dazu (wurde hier ja schon angesprochen). Daher sehe ich den 01.02.1917 als entscheidendes Datum des 20ten Jahrhunderts an. Es wäre aber wirklich nett wenn man die Themen (1. Weltkrieg, 2.Weltkrieg) nicht vermischt. Warum tust Du es?

Online Urs Heßling

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 12547
  • Always look on the bright side of Life
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #31 am: 07 Februar 2017, 10:41:33 »
moin,

Wieso bringst Du den 2.Weltkrieg ins Spiel? .........Es wäre aber wirklich nett wenn man die Themen (1. Weltkrieg, 2.Weltkrieg) nicht vermischt. Warum tust Du es?
Das habe ich keineswegs getan. Ich verbitte mir eine solche Unterstellung.
Man kann auch bewußt mißverstehen.

der 01.02.17 rettete der Entente den Sieg. Sehr bedauerlich, wie ich finde.
Weder beim Ersten noch beim Zweiten kann ich Dir zustimmen.
Das Erste war "der 01.02.17 rettete der Entente den Sieg."
Das Zweite war "Sehr bedauerlich, wie ich finde. "

Merke : Lesen vor Schreiben

Damit ist dieser "Exkurs" für mich beendet.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #32 am: 07 Februar 2017, 13:09:25 »
moin,

Wieso bringst Du den 2.Weltkrieg ins Spiel? .........Es wäre aber wirklich nett wenn man die Themen (1. Weltkrieg, 2.Weltkrieg) nicht vermischt. Warum tust Du es?
Das habe ich keineswegs getan. Ich verbitte mir eine solche Unterstellung.
Man kann auch bewußt mißverstehen.

der 01.02.17 rettete der Entente den Sieg. Sehr bedauerlich, wie ich finde.
Weder beim Ersten noch beim Zweiten kann ich Dir zustimmen.
Das Erste war "der 01.02.17 rettete der Entente den Sieg."
Das Zweite war "Sehr bedauerlich, wie ich finde. "

Merke : Lesen vor Schreiben

Damit ist dieser "Exkurs" für mich beendet.

Gruß, Urs

Hi,

gerade nachgelesen. Mir ist der Fehler unterlaufen den 1. und 2. Teil falsch gelesen zu haben. Dafür muss ich mich entschuldigen. Warum ich da von 2.Weltkrieg geschrieben habe kann ich nciht erklären, nur mich dafür entschuldigen.

Ansonsten - wir sind uns einig dass wir uns uneinig sind.

Online Urs Heßling

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 12547
  • Always look on the bright side of Life
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #33 am: 07 Februar 2017, 13:53:41 »
moin,

Mir ist der Fehler unterlaufen den 1. und 2. Teil falsch gelesen zu haben. Dafür muss ich mich entschuldigen. Warum ich da von 2.Weltkrieg geschrieben habe kann ich nciht erklären, nur mich dafür entschuldigen.
Ansonsten - wir sind uns einig dass wir uns uneinig sind.
Ich finde es gut, daß Du so darauf eingehst top :MG:      Fehler können uns allen passieren.

Ansonsten : ja.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline Matrose71

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2295
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #34 am: 07 Februar 2017, 14:14:20 »
Na ja,

ich bin mir auch nicht subjektiv sicher ob der Entente Sieg 1918, Europa so viel besser getan hat als ein Sieg oder Unentschieden der Mittelmächte.

Was ich allerdings an Urs Aussage objektiv nachvollziehen kann ist sein denken und ich glaube ohne viel Spekulationen bestand mit einem Sieg der Mittelmächte, die Gefahr einer Militärdiktatur für Europa.

Das Kaiserreich war faktisch 1916 eine Militärdiktatur und ob man den Geist mit einem Sieg hätte einfangen können ist höchst fraglich bis höchst unwahrscheinlich, ganz abgesehen von der modernen Verfassung der Weimarer Republik inklusive Wahlrecht der Frauen. Dieser Fortschritt wäre mit der Machtfülle der deutschen Militärs nach einem Sieg nicht machbar gewesen, sondern es spricht viel mehr für eine "adelige Restauration" mit dem Miltär als Machtbasis.

Als Deutscher und Demokrat schlagen da eher zwei Herzen in einer Brust, wenn das Kaiserreich noch auf der Grundlage von 1914 existiert hätte, eventuell sogar mit mehr ziviler Kontrolle des Miltärs durch den Krieg, könnte ich mich mit einem Sieg der Mittelmächte anfreunden, das Kaisereich in der Realität von 1917/18 eher sehr viel weniger.
Viele Grüße

Carsten

Online Urs Heßling

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 12547
  • Always look on the bright side of Life
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #35 am: 07 Februar 2017, 14:53:34 »
moin, Carsten,

.. bestand mit einem Sieg der Mittelmächte, die Gefahr einer Militärdiktatur für Europa.
Ja, und damit die Gefahr eines "endlosen (?)" Kriegs gegen ein ggf. durch die USA unterstütztes Großbritannien, daß die Besetzung der Küste Belgiens und Nordfrankreichs durch eine europäische Hegemonialmacht nicht hingenommen hätte (vgl. der Napoleonischen Kriege)

Eine Weiterbehandlung dieses Themas aber bitte in einem neuen Thread :wink:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #36 am: 07 Februar 2017, 18:14:46 »
moin,

Mir ist der Fehler unterlaufen den 1. und 2. Teil falsch gelesen zu haben. Dafür muss ich mich entschuldigen. Warum ich da von 2.Weltkrieg geschrieben habe kann ich nciht erklären, nur mich dafür entschuldigen.
Ansonsten - wir sind uns einig dass wir uns uneinig sind.
Ich finde es gut, daß Du so darauf eingehst top :MG:      Fehler können uns allen passieren.

Ansonsten : ja.

Gruß, Urs

naja, wenn man Blödsinn schreibt muss man dazu stehen.
Und da Du nix zum 2.WK geschrieben hast, ich aber den Mist verzapft habe (auch bei längerem Nachdenken komme ich nicht drauf, insbesondere weil ich ja noch gefragt ! habe was das soll)
gehört sich das so.

In der Sache knüppelhart, aber nicht bei so etwas.
Schöner Abend und noch mal sorry....

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #37 am: 07 Februar 2017, 18:40:59 »
Na ja,

ich bin mir auch nicht subjektiv sicher ob der Entente Sieg 1918, Europa so viel besser getan hat als ein Sieg oder Unentschieden der Mittelmächte.

Was ich allerdings an Urs Aussage objektiv nachvollziehen kann ist sein denken und ich glaube ohne viel Spekulationen bestand mit einem Sieg der Mittelmächte, die Gefahr einer Militärdiktatur für Europa.

Das Kaiserreich war faktisch 1916 eine Militärdiktatur und ob man den Geist mit einem Sieg hätte einfangen können ist höchst fraglich bis höchst unwahrscheinlich, ganz abgesehen von der modernen Verfassung der Weimarer Republik inklusive Wahlrecht der Frauen. Dieser Fortschritt wäre mit der Machtfülle der deutschen Militärs nach einem Sieg nicht machbar gewesen, sondern es spricht viel mehr für eine "adelige Restauration" mit dem Miltär als Machtbasis.

Als Deutscher und Demokrat schlagen da eher zwei Herzen in einer Brust, wenn das Kaiserreich noch auf der Grundlage von 1914 existiert hätte, eventuell sogar mit mehr ziviler Kontrolle des Miltärs durch den Krieg, könnte ich mich mit einem Sieg der Mittelmächte anfreunden, das Kaisereich in der Realität von 1917/18 eher sehr viel weniger.

Nun - ob ich Deutscher bin (bin ich) oder nicht, spielt für mich da keine Rolle.

Was die Militärdiktatur betrifft - der Vorwurf kommt oft und auch berechtigterweise auf. Die Saat des Unheils (3.Reich, Lebensraum im Osten) begann als "zartes Pflänzchen" (Nicht positiv! gemeint) wurde in und mit Ober-Ost gelegt, wo man nach dem herannahenden Sieg gegen Russland - und der Erkenntnis dass im Westen "Gewinne" immense Opfer verlangen würden bedauerlicherweise Grundlagen schuf.

ABER - und das muss man ebenso sehen, die "totalen Herrscher" gaben brav die Macht ab, weil Hindenburg und Ludendorff bei allen Fehlern eben doch LOYALE Untergebene des Kaisers waren. Es war also nur deswegen eine Militärdiktatur (oder vergleichbar) weil ihr Regent sie gewähren lies.
In dem Moment wo der "siegreiche" Krieg aus war hätten sie die Macht zurückgegeben (davon bin ich aufgrund des Charakters der Personen, vorallem Hindenburg überzeugt).

Der Kaiser selbst war in 1917 zur Erkenntnis gelangt dass Deutschland sich wandeln musste.

Die Chance, dass DIESES Kaiserreich (nach 1915) die Armee im Inneren gegen die Bürger einsetzen könnte war "verloren" (ich finde es gut dass dies nicht mehr möglich war).  Zuviele Bürgerliche und "Nichtroyale" Offiziere und Mannschaftsdienstgrade. Dazu das Versagen der Monarchen und Fürsten, die eigene Bevölkerung auf einen solchen Krieg vorzubereiten... nein - diese Möglichkeit einer "preussischen" Militärdiktatur sehe ich schlicht nicht. Ein Sieg in 1914, Paris fällt Mitte September, Frieden zu Weihnachten mit dem Kaiser in Versailles - da wäre ggf. eine "starke Monarchie" führend. Da waren H und L aber noch nicht mächtig genug.
Es passt einfach nicht.

Zudem muss man ja auch immer die Wirklichkeit mit einer möglichen Entwicklung vergleichen.
Und da kann man es drehen und wenden wie man will.
Entweder ein rascher Sieg, bei dem aber die Bedingungen nicht so sind dass Deutschland den Kontinent beherrscht und Russland zerschlagen ist. Eher ein "1871" mit Frankreich als Verlierer, Russland verliert "etwas", Serbien wird entmachtet.

Oder ein später Sieg, bei dem sich aber das Kaiserreich in eine parlamentarische Monarchie wandelt, mit gleichen und geheimen Wahlen für alle (Also die "halbe" Reform aus Weimar).
Beide Komponenten enden nicht in der Militärdiktatur. Wie wir leidvoll 25 Jahre später sehen ordnet sich der preussische Offizier ein/unter, er stürzt den Herrscher nicht (oder versucht es viel zu spät).

Und der "deutsche Hegemon", den ein Sieg in 1917 gegen zusammenbrechende Russen, Italiener und Franzosen zur Folge hat?
Dieses parlamentarische Land wäre natürlich zu den Verlierern "böse" gewesen. Aber kein Massenmord, keine Zwangsarbeiter oder Sklaven. Frankreich verkrüppelt zahlt 100 Jahre Reparationen und stellt die "Deutschen" ruhig. Russland in Anarchie und Bürgerkrieg, aber eventuell ein "weisses" Russland und nicht die furchtbare Tyrannei Stalins (für mich ein Gewinn)
Italien sicher nicht faschistisch, sondern ebenfalls ein verarmtes (wie in unserer Zeitlinie), aber entkolonisiertes Land (auch hier - keine Massenmorde in den Kolonien - ein Gewinn) dass keine Kriege im Balkan schüren kann.

Wir haben also ein geschwächtes Frankreich - keine Kriege, keine "Gefahr".
England, ohne Festlandkomponente wirkungslos - vermutlich in "Isolation im Empire".
USA - zwar schon die Nr.1 in der Welt, aber die Welt ist nicht vom US-Geld abhängig (Auswirkungen einer US-Krise in der Wirtschaft nicht so gravierend)
Österreich-Ungarn - wenn siegreich vermutlich viele interne Probleme, aber eher Wandel zu Förderation (Karl war wohl recht flexibel). Schaden für Menschen: Eher vergleichbar mit den Auswirkungen unserer Zeit oder besser.
Osman. Reich : Größte Veränderung: Schlägt die Aufstände (mit deutscher Hilfe) nieder, dabei sterben viele Menschen - aber verglichen mit den 100 Jahren die wir erlebt haben eine massive Verbesserung.-
Russland: ALles ist besser als unsere Zeit
Osteuropa: ebenfalls - Polen mag abhängig sein, doch vergleicht man unsere Zeit mit einem "Agrarstaat Polen", der von deutschen Firmen "beherrscht" wird, kann es nur besser sein.
Deutschland: Auch hier, keine Zerstörungen, Verlust von Kulturgütern, millionenfache Menschenverluste (und die jüdische Bevölkerung) werden vermieden. IM Gegenteil sollte Deutschland als Wissenschaftsstandort in Europa höchste Attraktivität haben.
Kolonien: Kommt drauf an: Wenn es Rebellionen gibt wird es für die Einheimischen übel, wenn man sich "anpasst", geht es ihnen besser als in den anderen Kolonien. Gegenüber den letzten 100 Jahren unserer Zeit auch nicht unbedingt eine Verschlechterung.

Der Punkt ist - unser 20tes Jahrhundert war so furchtbar, dass ein stabilisierender Sieg (der bei der Entente nicht umsetzbar ist wegen der grundsätzlich gegensätzlichen Interessenlage) mit darauffolgenden 50-100 Jahren Dominanz ein friedensschaffende Auswirkung hat.

Jedenfalls gibt es KEINEN Hitler, Himmler und die anderen Verbrecher.
Daher meine Überzeugung dass nur ein Sieg der Mittelmächte das 20te Jahrhundert verbessert hätte.

Wir haben hierbei das THema "spanische Grippe" ausgespart. Viel spricht dafür dass es eine von US-Truppen nach Frankreich gebrachte und dort mutierte Seuche war.
Ohne US-Truppen in Frankreich bleibt es ein lokales Problem in den USA, welches eventuell 0,1-2% der historischen Verluste verursacht.

Was gerne verdrängt wird, Europa war von 1815 bis 1914 in genau zwei grösseren Kriegen, Preussen gegen Österreich und Deutschland - Frankreich (vereinfacht ausgedrückt). Beides waren lokale Konflikte. Im ersten gab es keine Übergriffe gegen Zivilisten, im zweiten bedingt - durch die "franz. Massenheere und die Kommune" leider schon erste Anzeichen des kommenden.

Daher geht es nicht um den Wunsch als Deutscher "Weltmacht" zu spielen - sondern um den "besten" Weg zu geringsten Verlusten.
Man zeige mir gerne alternative Konsequenzen aus anderen Szenarien.

Edit: sehe gerade den letzten Punkt. Kann man gerne dahin verschieben....

Online Urs Heßling

  • Board Moderator
  • *
  • Beiträge: 12547
  • Always look on the bright side of Life
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #38 am: 07 Februar 2017, 19:52:46 »
moin,

So, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich um Threaddisziplin und sachliche Beiträge zum Thema bitte.

Zum Beispiel : Das "warnungslose Versenken" kann offensichtlich nicht 100 %ig durchgeführt worden sein - wie hätten sonst im Februar gleich zwei Boote zum Opfer von Q-ships werden können ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #39 am: 08 Februar 2017, 11:10:32 »
moin,

So, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich um Threaddisziplin und sachliche Beiträge zum Thema bitte.

Zum Beispiel : Das "warnungslose Versenken" kann offensichtlich nicht 100 %ig durchgeführt worden sein - wie hätten sonst im Februar gleich zwei Boote zum Opfer von Q-ships werden können ?

Gruß, Urs

Wenn das noch beim Thema bleibt....
es sind wohl in der Frühphase des uneingeschränkten Ubootkrieges mehr Schiffe nach Prisenordnung versenkt worden als warnungslos.
Daher erscheit es logisch dass Uboot-Fallen solche Boote haben attackieren (und versenken) können.

Wie ich schrieb, das Thema ist nicht binär...
steigende Versenkungszahlen OHNE USW übten massiven Druck auf die Briten aus, Konvois zu starten.
Konvois sind aber IMMER Ziele warnungslosen Schiessens...können aus der "Unterscheidung" herausgenommen werden.

Was man analysieren müsste sind die Versenkungszahlen von Einzelfahrern, die nach Prisenordnung und die warnungslos angegriffen wurden.

Man darf zudem nicht vergessen, die Anzahl der Torpedos war begrenzt. Nach Prisenordnung bedeutet, man kann sich Torpedos sparen, ergo länger im Operationsgebiet bleiben.
U-35 hat wohl fast alle Schiffe nach Prisenordnung versenkt - im reinen Torpedo-Angriff wären nie die Versenkungszahlen erzielt worden.

Es gibt in englischsprachigen Foren heftige Diskussionen darüber, ob Wilson US-Schiffe, die aus einem Konvoi herausgeschossen werden als Kriegsgrund sähe oder nicht. Mehrheitsmeinung ist, dass dem nicht so sei - eben weil man sich BEWUSST in die Gefahr begibt.Wer das widerlegen kann sollte dies gerne tun.

Offline beck.Schulte

  • Oberbootsmann
  • *
  • Beiträge: 107
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #40 am: 08 Februar 2017, 11:42:35 »
U-35 hat wohl fast alle Schiffe nach Prisenordnung versenkt ..allein schon dies hier zeigt Ihre total Ahnungslosigkeit betr. U-Bootskrieg 14-18 im Detail. Sie sollten sich vielleicht der Mühe unterziehen und zumindest den Schröder lesen. Was Sie so an politischen Statements von sich geben, ist nur noch zum Schmunzeln. Was das ach so schlimme Kaiserreich 14-18 angeht, so schauen Sie z.B. mal darauf, wie die "Folterhaft" von Rosa und Wilhelm aussah. Oder lesen Sie die Verhör Protokolle der  Herren Beckers, Reichpitsch & Konsorten. Vielleicht merken Sie dann selbst was von  Ihrem diffusen Geschreibe zu halten ist.   Soviel dazu.   :biggre: ::B)

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #41 am: 08 Februar 2017, 14:02:53 »
U-35 hat wohl fast alle Schiffe nach Prisenordnung versenkt ..allein schon dies hier zeigt Ihre total Ahnungslosigkeit betr. U-Bootskrieg 14-18 im Detail. Sie sollten sich vielleicht der Mühe unterziehen und zumindest den Schröder lesen. Was Sie so an politischen Statements von sich geben, ist nur noch zum Schmunzeln. Was das ach so schlimme Kaiserreich 14-18 angeht, so schauen Sie z.B. mal darauf, wie die "Folterhaft" von Rosa und Wilhelm aussah. Oder lesen Sie die Verhör Protokolle der  Herren Beckers, Reichpitsch & Konsorten. Vielleicht merken Sie dann selbst was von  Ihrem diffusen Geschreibe zu halten ist.   Soviel dazu.   :biggre: ::B)

Nun, mir wäre unbekannt dass U35 allzuviele seiner versenkten Opfer ohne nach der Prisenordnung vorzugehen versenkt hätte.
Sie können sicherlich geschwind diese Schiffe benennen?
Zumal zumeist mit Deckgeschütz versenkt worden ist.

Überraschen Sie mich damit.

Politisch habe ich nun überhaupt kein "Statement" abgegeben. Ich verwies darauf, dass ein "siegreiches Kaiserreich" für die Geschichte des 20ten Jahrhunders m.E. nach besser gewesen als die historischen Ereignisse. Das mögen Sie nicht teilen.

Wo ich das Kaiserreich glorifiziert haben soll weisen Sie bitte nach.
Luxemburg und Liebknecht wurden in der Tat ohne Gerichtsverfahren getötet. Sie unterschlagen allerdings dabei, dass beide vor einem ordentlichen Gericht ebenfalls zum Tode verurteilt worden wären - das Ergebnis (hingerichtet) wäre identisch gewesen. Die beiden haben immerhin einen äusserst brutalen Putsch gegen die Regierung angestossen, welcher glücklicherweise scheiterte. Auch hier mögen Sie es anders sehen - es soll ja auch viele Lenin/Stalin-Verehrer in der Welt geben - ob Sie dazu gehören mag ich (noch) nicht beurteilen.

Also, weisen Sie die warnungslos von U35 versenkten Schiffe nach, stellen Sie diese in Relation zu den nach Prisenordnung versenkten Schiffe und erläutern Sie meine Fehler. Ich warte darauf :)

Offline beck.Schulte

  • Oberbootsmann
  • *
  • Beiträge: 107
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #42 am: 08 Februar 2017, 14:18:20 »
Jetzt mal ganz ehrlich. Sie nehmen sich doch wohl auch selbst nicht für voll. So: Es ging um die Frage Kaiserreich und das endete so Mitte November 1918. Rosa und Wilhelm wurde nach Ende der Monarchie ermordet. Fällt Ihnen da was auf?   Ja, beim Kaiser haben beide noch gelebt und das nicht schlecht. 
U-Boots Erfolge: Ihr U35 war im Mittelmeer, es gab noch Boote aus Flandern, WHV usw. Fällt Ihnen da was auf? Ja, nicht vergleichbar.
Von wem hier im Forum wurde mir geschrieben, dass Sie vielleicht als "Anonymus"  diese lustigen Dinge hier schreiben um andere Leute zu ärgern. Na ja, was auch immer. Tchüss min jong  :-D  ,  8-):biggre:,   :sonstige_154:

Offline mudfladdy

  • Stabsbootsmann
  • *
  • Beiträge: 135
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #43 am: 08 Februar 2017, 15:41:45 »
Jetzt mal ganz ehrlich. Sie nehmen sich doch wohl auch selbst nicht für voll. So: Es ging um die Frage Kaiserreich und das endete so Mitte November 1918. Rosa und Wilhelm wurde nach Ende der Monarchie ermordet. Fällt Ihnen da was auf?   Ja, beim Kaiser haben beide noch gelebt und das nicht schlecht. 
U-Boots Erfolge: Ihr U35 war im Mittelmeer, es gab noch Boote aus Flandern, WHV usw. Fällt Ihnen da was auf? Ja, nicht vergleichbar.
Von wem hier im Forum wurde mir geschrieben, dass Sie vielleicht als "Anonymus"  diese lustigen Dinge hier schreiben um andere Leute zu ärgern. Na ja, was auch immer. Tchüss min jong  :-D  ,  8-):biggre:,   :sonstige_154:

Sie scheinen Hilfe zu benötigen.
Sie brachten im Kontext Kaiserreich Luxemburg und Liebknecht und die "Folterhaft". Jetzt schreiben sie darüber, dass sie "nicht schlecht" gelebt hätten. Vielleicht überlegen Sie sich, was Sie denn in ein Thema einbringen wollen?

Zum Thema U35, auch hier habe ich darauf verwiesen dass das Boot (U35) die ÜBERWIEGENDE Anzahl seiner Opfer nach Prisenordnung versenkt hatte.

Ihre Replik darauf war, ich hätte keine Ahnung von den Fahrten von U35.

Daher meine Empfehlung:
Sie überlegen in Ruhe, was Sie denn eigentlich schreiben wollen, prüfen es auf Sinnhaftigkeit und - wenn Sie einen Blödsinn schreiben - entschuldigen Sie sich dafür.
Identisches habe ich mit Urs gemacht, als ich aus - nicht logischen und jetzt nicht mehr nachvollziehbaren Gründen den 2.Weltkrieg einbrachte.

Eventuell wollten Sie ja auch etwas anderes schreiben?

Um Ihnen aber zu helfen - ich halte das Kaiserreich keinesfalls für ein System in dem ich als heutiger Mensch leben wöllte.
Jedoch - habe ich die Wahl zwischen "Großbritannien 1914", "Kaiserreich 1914" und "3.Reich", fällt meine Wahl leichten Herzens auf dieses Kaiserreich.
Als moderner Mensch lehne ich diese Systeme ALLE ab.

Eventuell überprüfen Sie den Sinn von "bessere Alternative". Dies heisst nicht, dass man die gewählte Lösung toll findet.

Wollten Sie also noch zum Thema "uneingeschränkter Ubootkrieg 1917" einen Kommentar anbringen? Herzlich gerne lese ich da Neues, gerade die warnungslosen Angriffe des Bootes mit Torpedos.
Danke

Online bodrog

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1288
Re: Heute vor 100 Jahren : "Uneingeschränkter U-Boot Krieg"
« Antwort #44 am: 08 Februar 2017, 16:30:44 »
@muddfladdy - lese bitte vor dem weiterdisk. hier erst V.S. Tarrant "Kurs West" sowie von LvAP "Meine Kriegsfahrten mit U-35". Das schöne an der Kaiserlichen ist doch, dass es eben nicht alles irgendwo im Internet gibt, sondern man wirklich sich noch ernsthaft selbst bemühen musss... zur Not in Bibliotheken

MfG