collapse

* Benutzer Info

 
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

* Suchfunktion


* HMA

Autor Thema: Das Ende der Stealth-Technologie?  (Gelesen 9346 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline J.I.M

  • Fähnrich
  • *
  • Beiträge: 289
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #15 am: 19 September 2012, 20:37:46 »
@ mhorgran

Waffensysteme entwickelt man ja nicht für Einsätze wie in Afghanistan. Da würde für die Luftnahunterstützung auch eine P47 sehr gute Dienste leisten. Da muss man nehmen was man hat.
Bei den extrem langen Entwicklungszeiten baut man ja insbesondere bei Luftfahrzeugen ein Flugzeug ehr für ab in 15-20 Jahren(Entwicklungszeit/Einführungszeit) und dann nochmal für die nächsten 30 Jahre Nutzung. Es wäre unfair und realitätsfern zu verlangen, dass die Weitsicht vorhanden sein könnte.

(Ich zumindest traue mir keine Prognose zu, wo die USA womöglich noch in den nächsten 30 Jahren Krieg führen könnten und auf welche Waffensysteme sie dort treffen könnten)

Offline Tostan

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1235
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #16 am: 20 September 2012, 07:51:25 »
Ich sehe da das Problem, das nur auf überlegene, sehr teure HighTech-Systeme gesetzt wird, die dann aber nur in geringer Anzahl zur Verfügung stehen. Preiswerte, in asymetrischen Konflikten aber immer noch weit überlegene Waffenträger werden ausgesondert bzw. nicht neu beschafft. Womit die Gefahr besteht, dass einfach nicht genug Waffensysteme zur Verfügung stehen. Eine "Zweigleisige" Strategie wäre da evtl. interessanter.

Offline Kosmos

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 804
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #17 am: 20 September 2012, 13:58:00 »
"überlegenes System" im "Krieg gegen den Terror"?

ja das auch

Offline mhorgran

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1657
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #18 am: 20 September 2012, 22:19:28 »
Eine Konfrontation mit anderen "großen" Mächten ist kaum denkbar und Stealth etc. ppp. in asymetrischen Kriegen völlig ungeeignet. Das haben schon viele Krieg bis Afghanistan sehr deutlich gezeigt.
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline Tostan

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1235
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #19 am: 21 September 2012, 07:28:21 »
Eine Konfrontation mit anderen "großen" Mächten ist kaum denkbar

Das kann man heute schon so sicher sagen für die nächsten 30-40 Jahre? Ich glaube kaum.

und Stealth etc. ppp. in asymetrischen Kriegen völlig ungeeignet.

Ach? Warum? Treffen Stealth -Waffensysteme ihre ziele schlechter als Non-Stealth, weil diese asymetrisch sind? Werden die gegner durch die besondere, gotteslästerliche Stealth-form zu besonderem Fanatismus aufgestachelt? Oder warum sind sie ungeeignet?

"ungeeignet" ist meiner Meinung nach das falsche Wort, diese bringen nur keine Vorteile. Nachteile in einem Asymmetrischen Konflikt sind nicht zu erkennen. Der Nachteil dran ist, dass durch die geringe Anzahl der zur Verfügung stehenden Waffensysteme nicht mehr so viele Operationen gleichzeitig durchgeführt werden können wie bisher(Irak, Afghanistan, nebenbei noch Piratenjagd und etwas Engagement in Libyen etc. pp.).

Offline mhorgran

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1657
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #20 am: 21 September 2012, 09:37:00 »
in 30-40 Jahren?
Hm. Naja, ich glaube die Menschheit wird irgendwann demnächst "an einem Strang" ziehen oder es wird keine mehr geben (bzw. nur noch Reste). Und ein großer Krieg wäre der absolute Schlußpunkt. Die Qualität der Waffensystem ist dabei eher irrelevant.


"ungeeignet" war wohl tatsächlich etwas übertrieben.

Aber HighTech-Systeme wie Stealth (und: leistungsfähige Radare, stärkste ELOKA und weitreichende waffen) haben erheblich Nachteile wie überhöhter Wartungsaufwand, Aufwand an zusätzlicher "Instrastruktur" (jeweils im Vergleich) etc. usw .
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline Kosmos

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 804
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #21 am: 21 September 2012, 10:31:04 »
Eine Konfrontation mit anderen "großen" Mächten ist kaum denkbar und Stealth etc. ppp. in asymetrischen Kriegen völlig ungeeignet. Das haben schon viele Krieg bis Afghanistan sehr deutlich gezeigt.
sie sind gerade deswegen undenkbar gerade weil man sich richtig rüstet, USA können sich die best gerüstete Armee der Welt und damit gewisse Sicherheit vor Überaschungen leisten, das ist ich finde eine richtige Vorgehensweise.
Eine Anpassung an Veränderung der Bedrohungslage nach Zerfall der SU und technische Trends haben die Amerikaner ebenfalls vorgenommen durch Streichung einer Menge projekte aber auch einer frühzeitigen Beendigung der F-22 Produktion.

Offline Tostan

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1235
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #22 am: 21 September 2012, 10:33:59 »
in 30-40 Jahren?
Hm. Naja, ich glaube die Menschheit wird irgendwann demnächst "an einem Strang" ziehen oder es wird keine mehr geben (bzw. nur noch Reste). Und ein großer Krieg wäre der absolute Schlußpunkt. Die Qualität der Waffensystem ist dabei eher irrelevant.

Es geht nicht um "den letzten Großen Krieg".... Schon um Konflikte wie ein eingreifen in den Syrischen Bürgerkrieg. Bei der Qualität der Syrischen Luftabwehr sind alte Waffensysteme hoffnungslos unterlegen.

Aber HighTech-Systeme wie Stealth (und: leistungsfähige Radare, stärkste ELOKA und weitreichende waffen) haben erheblich Nachteile wie überhöhter Wartungsaufwand, Aufwand an zusätzlicher "Instrastruktur" (jeweils im Vergleich) etc. usw .

Also erheblich höhere Kosten ..... womit wir uns in der Argumentation wieder annähern.... Die Russen schaffen nicht ein Waffensystem vorzeitig ab, nur weil ein neueres zur Verfügung steht. Dafür verzetteln die sich wieder zu stark, was höheren Wartungsaufwand nach sich zieht. Ich wäre nicht verwundert, wenn es in den weiten Russlands noch Hallen voller T-34 geben würde, für den Notfall aufgehoben....

Ein vernünftiger Mix aus modernen Waffensystemen und kostengünstigen, bewährten Systemen wäre meiner Meinung nach optimal.


Offline mhorgran

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 1657
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #23 am: 21 September 2012, 10:54:45 »
1.) Nun, die US-Administration sagt ja recht klar das sie sich auf "asymmetrische Kriege" vorbereitet.

2.) Müssen wir tatsächlich diskutieren welchen Sinn die dauernden Einmischungen in die Angelegenheiten anderer Länder haben?
USA (nicht nur - auch andere westl. Länder) haben Spezialeinheiten in Syrien (vorher in u.a. Libyen) und zwar schon vor "Ausbruch" des "Bürgerkrieges". Müssen wir diskutieren warum?
Die Gedanken und Pläne der US-Führung dazu sind ja offen einsehbar - da sie offen kommuniziert werden.

3.) Was meinst du was passiert wenn die USA in Syrien oder gar den Iran angreifen?


Zitat
Ein vernünftiger Mix aus modernen Waffensystemen und kostengünstigen, bewährten Systemen wäre meiner Meinung nach optimal.
Ja, das dazu DER REALEN BEDROHUNG angepaßt ist.
Auf welchem Rang steht die USA in Bezug auf Flotten- und Heeresgröße? bei der Anzahl ihrer weltweiten Basen? Gegen welche Bedrohung "benötigt" die USA einen "Verteidigungshaushalt" der so hoch ist wie der zusammengefaßte VH der nächsten 25 Länder.
http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=138

Dazu gibt es auch beim US-Haushalt große versteckte Posten die keiner offiziellen Statistik auftauchen.
Grüße
Stefan

"Die Aufgabe des Journalisten ist es, die Wahrheit zerstören, gerade heraus zu lügen, zu verdrehen, zu verunglimpfen, vor den Füßen des Mammons zu kuschen und sein Land und seine Rasse um sein tägliches Brot zu verkaufen. Sie wissen es und ich weiß es." John Swinton, sinngemäß vor Journalisten 1889[/

Offline Tostan

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1235
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #24 am: 21 September 2012, 11:32:07 »
2.) Müssen wir tatsächlich diskutieren welchen Sinn die dauernden Einmischungen in die Angelegenheiten anderer Länder haben?
....
3.) Was meinst du was passiert wenn die USA in Syrien oder gar den Iran angreifen?

Müssen und wollen wir nicht.... Aber was ist in 30-40 Jahren? Dann sind heute in der Entwicklung befindliche Waffensysteme immer noch da! Wo steht die Welt dann politisch?

Gibt es evtl. dann eine starke UN, die klare Mandate(nicht dieses schwammige, absolut überdehnte Libyen-Mandat) erteilt, wonach bei Völkerrechtswidrigem Vorgehen eingegriffen werden darf?

Oder kommen Stellvertreterkriege wieder in Mode, wo man auch nicht mit veraltetem Material auftauchen kann, da der ofiziell auch nicht am Krieg beteiligte Gegner sein neustes Equipment schickt(siehe zum Beispiel Luftkämpfe F-86 vs. MiG-15 in Korea)?

Aberi ch glaube, das wird jetzt zu stark Off Topic .... Also noch mal meine Meinung zum Thema: Ich glaube nicht das Stealth-Technologie am Ende ist aber man sollte nicht nur darauf setzen, und das betrifft sowohl die USA als auch jeden anderen Staat...

Offline J.I.M

  • Fähnrich
  • *
  • Beiträge: 289
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #25 am: 21 September 2012, 12:39:09 »
Wie schon mehrfach gesagt, kann man nicht in die Zunkunft blicken. Dass aber zum Beispiel ein Angriff der USA auf den Iran möglich ist, hat man schon oft in den Nachrichten gehört. Die Iraner haben gute Flugabwehrsysteme. Wenn es sich da nicht lohnt neuste Waffensysteme einzusetzen, wo denn dann.

Auch bei asymetrischen Konflikten sind moderne Luftfahrzeuge nicht vergebens, da zum Beispiel die IR Signatur ebenfalls verbessert wurde und mehr Wert auf Absturzsicherheit der Besatzung gelegt wird. Das Hilft definitiv, wenn man mit IR-gesteuerten Flugabwehrraketen angegriffen wird(Strela, Stinger etc....)

Ebenfalls sollte man im Hinterkopf behalten, dass ein Luftfahrzeug nicht ewig wirtschaftlich in Betrieb gehalten werden kann und dann dementsprechend nachproduziert werden müsste.

JIM

Offline Baunummer 509

  • Kapitän zur See
  • *
  • Beiträge: 2453
    • DOCK 5
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #26 am: 21 September 2012, 13:09:47 »

sie sind gerade deswegen undenkbar gerade weil man sich richtig rüstet, USA können sich die best gerüstete Armee der Welt und damit gewisse Sicherheit vor Überaschungen leisten, das ist ich finde eine richtige Vorgehensweise.
...

Auf Pump, ohne das Geld wirklich zu haben...wie alle anderen auch. Mir will nicht in den Kopf warum nicht allen sofort klar wird dass dieses System irgendwann in sich zusammenstürzen muss.

Offline Tostan

  • Fregattenkapitän
  • *
  • Beiträge: 1235
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #27 am: 21 September 2012, 13:48:26 »
Auch bei asymetrischen Konflikten sind moderne Luftfahrzeuge nicht vergebens, da zum Beispiel die IR Signatur ebenfalls verbessert wurde und mehr Wert auf Absturzsicherheit der Besatzung gelegt wird. Das Hilft definitiv, wenn man mit IR-gesteuerten Flugabwehrraketen angegriffen wird(Strela, Stinger etc....)

Ebenfalls sollte man im Hinterkopf behalten, dass ein Luftfahrzeug nicht ewig wirtschaftlich in Betrieb gehalten werden kann und dann dementsprechend nachproduziert werden müsste.

Klar, man muss nicht altes Gerät ewig einsetzen. Aber muss man neu nur teure HighTech-Plattformen bauen? Warum nicht auch kostengünstigere, solide Waffenplattformen weiter produzieren? Natürlich sind die neu nicht mehr ganz so billig wie früher aber immer noch preiswerter als die HighTech-Monster. Die F-16 wird für den Export immer noch gebaut .... müsste also nicht extra neu gebaut werden ... Aber die USA will alle existierenden F-16 durch vermutlich teurere F-35 ersetzen.... Ok, ok, Milchmädchenrechnung, denn je weniger F35 bestellt werden, desto teurer wird das pro Stück ....

Offline Trimmer

  • Boardinventar
  • *
  • Beiträge: 7219
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #28 am: 21 September 2012, 15:32:26 »
Hallo Leute - ist doch eine ganz klare Sache. Eine Waffe kostet Geld in der Herstellung und bringt dann nochmal Geld wenn sie vernichtet wird denn dann muß ja wieder eine neue Waffe hergestellt werden. Waffen und Geräte die nur im Arsenal lagern sind totes Kapital.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Offline Kosmos

  • Kapitänleutnant
  • *
  • Beiträge: 804
Re: Das Ende der Stealth-Technologie?
« Antwort #29 am: 21 September 2012, 16:45:28 »
Auch bei asymetrischen Konflikten sind moderne Luftfahrzeuge nicht vergebens, da zum Beispiel die IR Signatur ebenfalls verbessert wurde und mehr Wert auf Absturzsicherheit der Besatzung gelegt wird. Das Hilft definitiv, wenn man mit IR-gesteuerten Flugabwehrraketen angegriffen wird(Strela, Stinger etc....)

Ebenfalls sollte man im Hinterkopf behalten, dass ein Luftfahrzeug nicht ewig wirtschaftlich in Betrieb gehalten werden kann und dann dementsprechend nachproduziert werden müsste.

Klar, man muss nicht altes Gerät ewig einsetzen. Aber muss man neu nur teure HighTech-Plattformen bauen? Warum nicht auch kostengünstigere, solide Waffenplattformen weiter produzieren? Natürlich sind die neu nicht mehr ganz so billig wie früher aber immer noch preiswerter als die HighTech-Monster. Die F-16 wird für den Export immer noch gebaut .... müsste also nicht extra neu gebaut werden ... Aber die USA will alle existierenden F-16 durch vermutlich teurere F-35 ersetzen.... Ok, ok, Milchmädchenrechnung, denn je weniger F35 bestellt werden, desto teurer wird das pro Stück ....
weil eine F35 sowohl Taliban jagen kann als auch gegen moderne Luftwaffen kämpfen, damit braucht man insgesamt weniger Kampfflugzeuge.
Und was assymetrische Kriegsführung angeht so investieren USA hier riesige Summen, in den letzten 10 Jahren fand der eigentliche Boom im Bereich der Überwachungsdrohnen.