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Bismarck-Klasse - ein fragwürdiger Entwurf?

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Leopard2A6EX:
hallo,

da ich mich schon längere zeit für großkampfschiffe interessiere, hat sich daher durch verschiedene informations-quellen und mein zweifelhaftes technisches verständniss folgendes bild über die viel-beschriebene Bismarck-Klasse im vergleich mit ausländischen konstruktionen festgesetzt:

vorteile:

1.) hervorragende optische feuerleitung

2.) traditionell robuste deutsche kontruktion mit sehr guter räumlicher unterteilung vor allem im unterwasserschiff

nachteile:

1.) panzerung: zu großflächig angeordnete und damit im detail zu schwache panzerung (barbetten, turmvorderseiten SA z.b.) ; ungeklärt: doppelter horizontalschutz - a.) angeblich ein einzelnes panzerdeck effektiver? b.) doppelter schutz doch besser? oberdeck somit krepierdeck für leichte geschosse bzw entkappungsdeck für schwere geschosse (ähnlich gürtelpanzer auf Littorio-Klasse)

2.) unterwasserschutz: a.) im bereich SA-Munitionskammern zu geringe schutzbreite (minimal 3m TS - Außenhaut) bzw TS zu schwach in dem bereich - gegen torpedotreffer b.) gegen artillerietreffer: TS zu schwach um schwere geschosse aufzuhalten - v.a. im bereich SA-Munitionskammern c.) gürtelpanzer nicht tief genug nach unten gezogen (wie z.b. bei KGV-Klasse)

3.) radar: im gesamten operationszeitraum 41 - 44 zu geringe anzahl (alliierte schiffe bis zu 22 geräte an bord) ; ungeklärt: angeblich mangelhafte leistungsfahigkeit im vergleich mit alliierten geräten - z.b. keine feuerleitung möglich und nur eingeschränkte 360grad suchfunktion schiffe/flugzeuge ; oder: nach neuesten bzw wenig bekannten berichten/fakten doch ebenbürtig bis z.t. sogar überlegen da evtl. kopplung aller geräte mit bord/feuerleit-rechner - also ein früher vorläufer moderner CAN-BUS-Systeme?

4.) flak: zu viele kaliber (15-10,5-3,7-2cm) , zu schwache waffen (geringe kadenz) , zu wenig insgesamt, mangelhafte feuerleitung sowie keine munition mit annäherungszünder

5.) gewichts-und raumverschwendung: a.) trennung von MA und SF in zwei kaliber (15 und 10,5cm) b.) einbau einer großdimensionierten flugzeuganlage mit doppel-katapult und 4-fach hangar (allerdings in verschiedenen varianten auch bei allen anderen großkampfschiffe in den ersten jahren zu finden)

6.) SA: a.) viel zu schwach für ein schiff dieser größe - 8x38cm hatte auch schon die nur halb so große Bayern-Klasse im 1.WK wenn auch mit kleinerer kaliberlänge (L52 zu L45) bzw amerikanische SS: 12x14" bzw 8x16" auf ähnlich großen schiffen wie die Bayern-Klasse, South-Dakota-Klasse nr.1 12x16" und nr.2 9x16" auf wenig größeren schiffen wie Bayern-Klasse, b.) leistung der 38cm/52 SK C/34 nur durchschnittlich im vergleich z.b. mit der französischen 38cm/45: viel längeres rohr sowie leichteres geschoss und trotzdem nur in etwa gleiche V/0 sowie durchschlagskraft


ich hoffe daher ihr könnt mich so oft als möglich korrigieren und die qualität der klasse ein hoffentlich großes stück zugunsten der deutschen konstruktion verschieben! :-)

p.s.: auf quellen-angaben habe ich bewusst verzichtet da dies den rahmen dieses artikels sprengen würde, die hier gemachten aussagen spiegeln einfach nur meinen derzeitigen (und hoffentlich in weiten teilen fragwürdigen) kenntniss-stand über die Bismarck-Klasse wieder

gruß frank

Matrose71:
Ähm,

bevor man das ernsthaft diskutiert...................

zu 3. Was hat das Schiff (Entwicklung)mit der Radarentwicklung zu tun?
zu 4. Welche andere Marine hatte keine 3 Flakkaliber (kurz.mittel, groß, 15cm war keine Flak)? Was haben Annäherungszünder und Radar mit dem Schiff zu tun?
zu 6. Du bist dir schon sicher was du da schreibst? Über die Turmaufstellung und Anzahl der Rohre kann man diskutieren, aber wie schnell war die Bayern?
Wie schnell waren West Virginia, North Carolina und South Dakota? Ist das französische Geschütz ein völlig verunglückter Vergleich, da es riesige Probleme mit der Treffgenauigkeit/Streuung hatte, die erst in den USA halbwegs behoben wurden. Das französische GEschütz hatte eine Streuung bis zu 1000m!

toppertino:

--- Zitat ---hervorragende optische feuerleitung
--- Ende Zitat ---

Jab, optisch TOP. Aber was nützt das ohne das vielumjubelte Ami-Radar.



--- Zitat ---traditionell robuste deutsche kontruktion mit sehr guter räumlicher unterteilung vor allem im unterwasserschiff
--- Ende Zitat ---

Jein. Die Kampfkraft wurde wohl der Schwimmfähigkeit geopfert: Hat sich lange über Wasser gehalten, war aber nach 20min stehend KO.

Als Plus würde ich noch die Überbreite ansehen, die sie zu einer stabilen Artillerieplattform gemacht hat.

Als weiteres Minus sehe ich die 3-Wellenanlage, die mehr Platz brauchte als die 4-Wellenanlage der Richelieu.

Als "Optimum" stell ich mir ne Bismarck mit 3x3 38ern (kürzere Zitadelle), Mittelari u schwereFlak zusammengefaßt (12 - 13cm) und einer 4-Wellenanlage vor. Und das gesparte Gewicht in die Panzerung gesteckt.

Spee:
Servus,

Als "Optimum" stell ich mir ne Bismarck mit 3x3 38ern (kürzere Zitadelle), Mittelari u schwereFlak zusammengefaßt (12 - 13cm) und einer 4-Wellenanlage vor. Und das gesparte Gewicht in die Panzerung gesteckt.

 :-D "Littorio" :-D

Matrose71:
@ Spee

Ja ne Littorio in Deutsch wäre nett.
Frage ist nur wo die DP Kanone herkommt und wie man den deutschen Artillerie Offizieren die 3x3 Aufstellung schmackhaft machen soll/kann. :O/S
Ansonsten wäre da wohl ähnliches rausgekommen nur halt mit wesentlich mehr Reichweite

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