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Autor Thema: Dienstgrade beim BGS SEE bis 1976  (Gelesen 1991 mal)

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Offline osten

  • Maat
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  • Beiträge: 28
    • peter schubert
Dienstgrade beim BGS SEE bis 1976
« am: 16 Dezember 2010, 10:50:22 »
Hallo zusammen,
stelle hier einmal die Dienstgrade des BGS/ BGS - SEE ein.
Wie sicher vielen bekannt sein wird,trugen wir blaue Uniform.
Der einfache Dienst   (A1-A4 ),trug im Gegensatz zur Marine bereits eine Krawatte.
Hier noch zwei Bilder Uniform BGS - SEE .  Einmal im Arbeitsanzug Matrosen SB
Besserer Dienstanzug ( im Sommer weiße Mütze).
Anlagen
Gruß
Peter
« Letzte Änderung: 16 Dezember 2010, 13:50:35 von osten »

Offline Bugsierstefan

  • Oberfähnrich
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  • Beiträge: 343
Re: Dienstgrade beim BGS SEE bis 1976
« Antwort #1 am: 16 Dezember 2010, 21:10:50 »
Hallo Osten,

auch ich war beim alten "Buschu", allerdings an Land. Bei den Dienstgradabzeichen "schaffte" ich es nur bis zum PM, danach wechselte ich in den Dienst einer Landespolizei und trug dann die anderen Abzeichen. Anfangs fand ich es noch interessant, dass wir uns ein wenig unterschieden, später allerdings störte ich mich daran, dass diese Dienstgradabzeichen ohne große Unterschiede alle noch aus der Zeit von vor 1945 stammten. Ich selbst war zu der Zeit beim GSE und musste so manches mal hören, dass man uns trotz der ansonsten bundesweit einheitlichen Polizeiuniform, für Soldaten hielt und so manche Maßnahme in Frage stellte.
Hat den Dienst nicht gerade erleichtert. Die Einführung der Dienstgradabzeichen der Landespolizeien auch im BGS hielt ich damals für sinnvoll, obwohl ich dieses schon nicht mehr beim BGS erlebte.
Auch den neuen Namen "Bundespolizei" erachte ich für richtig, denn die Aufgaben haben sich nun mal gewandelt, mit dem alten Militarismus, welchen ich noch beim BGS erlebte, kommen wir heute nicht mehr weit.
Auf einer Übung Anfang der 90er Jahre erlebte ich noch einen BGS Kommandeur, welcher uns befahl, den SW 4 (geschützter Sonderwagen auf Unimog Fahrwerk) einzugraben, weil lahmgeschossen!
Hut ab, ich fand damals keine passenden Worte dafür!
Es soll hier keine generelle Meckerei über den BGS sein, aber das ist Tatsache: Der Wandel zu einer Polizei, da tat man sich schwer!
Ansonsten war es eine tolle Zeit, so manche Kameradschaft ist bis heute eine tiefe und feste Freundschaft!
Ich selbst habe in meinem Spind bei der Polizei eine Kordel aufgespannt, an dieser habe ich alle Dienstgradabzeichen befestigt, welche ich in meiner Laufbahn trug.
Bei den ersten vier, nämlich der Grenzjäger(PHWA), der Wachtmeister(PHWA 2. Dienstjahr), der Hauptwachtmeister und der Meister sind eine Menge Erinnerungen damit verbunden!

Viele Grüße,

Stefan

Offline osten

  • Maat
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  • Beiträge: 28
    • peter schubert
Re: Dienstgrade beim BGS SEE bis 1976
« Antwort #2 am: 17 Dezember 2010, 12:21:08 »
Hallo Stefan,
bedanke mich für Deine Antwort.
Im Jahre 1973 wechselte ich zum GSE. Meine Dienststellen,waren Helmstedt AB, Hannover,Hbf.  (Grenze zur DDR)
und der Flughafen Hannover. Den BaL. habe ich noch Sieglar absolviert.
Uns hat die Bevölkerung immer mit dem Zoll verwechselt. Die Lapo,hat uns im Gegensatz zur Truppe, voll als Polizei
anerkannt. Ca 1976 waren wir schon Mitglied  der GDP.
Da ich 1990 ledig war,bin ich freiwillig in den Osten gegangen. War eine sehr spannende Zeit. Es gab dort praktisch
noch keine funktionstüchtige Landespolizei.Deshalb haben wir bis ca. 1995 auch diese Aufgaben mit wahrgenommen.
Meine Dienststelle war die Grüne Grenze Oderberg. Dort war ich dannTruppführer (22PVB).
Es war eine sehr aufregende Zeit.Tag u. Nacht fuhren wir Einsätze ( Schleusung,Schmuggel) über die Oder.
Kfz Verschiebungen,Verbringen von Diebesgut über den Übergang Schwedt,Pomellenn A11 usw.
Im Jahre 1996 habe ich dann noch den Aufstieg gemacht und war bis zum Ende (2005) DGL in einer Flächeninspektion
Gruß
Peter

Offline Bugsierstefan

  • Oberfähnrich
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  • Beiträge: 343
Re: Dienstgrade beim BGS SEE bis 1976
« Antwort #3 am: 18 Dezember 2010, 19:40:18 »
Hallo Peter,

auch ich bin von 1992 - 1994 in den Osten gegangen, ich war dort in Frankfurt an der Oder, an der GSST Frankfurt/Oder Bahnhof.
Vorher war ich in einem SW Zug in Ratzeburg, bis meine Versetzung zum GSE endlich durch war! Dieses klappte damals auch nur, weil auch ich ledig war und wohl auch keine Zukunftsperspektive in RZ hatte. Die Ratzeburger Abteilung war ja Auffangbecken für Kollegen aus Lübeck und Schwarzenbek von den aufgelösten Abteilungen im Zuge der ersten BGS Reform.
1994 hatte ich Glück, denn meine Versetzung in die Heimat (Hamburg) klappte, mein neuer Dienstort war der Flughafen Hamburg.
Mein Ziel war allerdings immer eine Verwendung bei der Hamburger Polizei, dieses klappte im Sept. 2001.
Dort machte ich den Aufstieg in den geh. Dienst, bin seit 2003 auf einem Kommissariat im Hamburger Osten.
Ich denke manchmal immer noch an so manches Erlebnis beim BGS zurück, war eine tolle Zeit mit vielen Erfahrungen, die ich nicht missen möchte.
Eine Neuauflage davon brauche ich allerdings auch nicht!
Aber auch ich muss zugeben, dass meine interessanteste Dienstzeit in Ff/O. gewesen ist. Es war selbst 1992 noch alles im Anfangsstadium, Dienstwagen wie Wartburg und Barkas waren angesagt und für mich ein Fall in die Steinzeit. (Die Ostdeutschen Forenmitglieder mögen mir bitte verzeihen!!!).
Mit dem Wartburg bin ich einmal liegen geblieben, völlig ratlos stand ich davor, bis ein Einheimischer mal den Unterdruck im Tank beseitigte..................
Auch der Freilauf war für mich bei einem PKW neu........
Gleichzeitig sah ich Güterzüge mit den damals modernsten Polizeifahrzeugen aus deutscher Produktion nach Polen fahren..............
Zu dem poln. Grenzschutz hatten wir ein recht gutes Verhältniss, auch zum Zoll! Der Dienst dort machte Spaß, die Kontrolle der Züge aus Russland und Weißrussland usw. war interressant!
Zu dieser Zeit lief auch der Abzug der russ. Streitkräfte, so mancher Zug mit Soldaten samt ihrem Gerät fuhr an uns vorbei.
Manchmal kam es auch zu diversen Begegnungen mit den Soldaten, einige sprachen recht gut deutsch und hatten ganz gewaltige Zukunftsängste! Sie fuhren quasi direkt in eine ungewisse Zukunft in irgendeiner russ. Steppe hinein.
Auch der Transport der Mannschaften in Güterwaggons, lediglich mit einem Kanonenofen in der Mitte des Waggons, war für mich ein Unikum. Ich kannte solche Bilder nur aus alten Kriegsfilmen.
Gleichzeitig aber brachten sie tonnenweise Schmuggelzigaretten auf Militärzügen mit, die auf deutschem Boden an vietnamesische Händler übergeben wurden.
Wie gesagt, es war eine wahnsinnig interessante Zeit an die ich gerne zurück denke!

Viele Grüße, Stefan