Chrischnix
Boardinventar
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Name: Christian Grams
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« am: 30 August 2010, 21:17:23 » |
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Moin Moin
Wollte das Thema um die franz. Boote mal abkoppeln. Vieleicht gibt es hierzu ja noch etwas herauszufinden. Von Dirk wissen wir ja nun schon folgendes, Dirk ich zitiere dich mal:
Gutentag, Mein Name ist Dirk Tjalsma,wohne seit 1972 in Holland, bin aber Gebürtiger Deutscher. Aus dem Nachlass meines Grossvaters und seine Erzählungen von damals, Bin ich auf sein Kriegsmarine Dienstzeit Fotoalbum gestossen. Intressant darin war für mich die Schnellboote auf die er im Krieg als Funker gefahren ist. Laut seiner Aussage kamen diese erbeutete Französischen Boote vom Mittelmeer,nach Paris,wo er eingeteilt wurde an Bord eines diesen 3 Boote. Er nennt sie in sein Fotoalbum SAII,SAIIIund SAIV. Nach einer Zeit in Paris,Rouen und Le Havre(FR),Sommer"41, Radio Seebefehlsstelle, stationiert zu sein,wurde nur mit SAII und SAIII Fahrt nach Norwegen gemacht,mit zwischenstopp in Den Helder(NL). Anhand der Bilder konnte ich ausfindig machen, die 2 Boote waren in Horten(Nor),in der Luftwaffewerft,danach im Flekkefjord und anschliesend in Bergen. Nachfrage bei Experten haben in wenigen Tagen Erfolg gehabt und besonderheiten dieser Boote ans Licht gebracht. "Es handelt sich tatsächlich um Schnellboote Ausland, die in Frankreich requiriert worden sind. Die drei Boote wurden in Frankreich vorgefundene republikanisch-spanische Export-Aufträge aus dem Jahre 1937 über VLT (vedette lance torpilles) Typ K 40 (Entwurf M. Picker, Chant. De Meulan).Wahrscheinlich in zusammenarbeit mit Britischer Werft. Weiterbau im Auftrag der Kriegsmarine.
SA 2 – 4 wurden 1941 fertiggebaut, sie verdrängten 30 (23) t bei einer Länge von 20,2 m, Breite 5,00 m, Tiefgang 0,90 m. Sie wurden durch 4 Lorraine „Petrel“ Otto-Motoren mit je 600 Pse angetrieben. Für die Marschfahrt waren zusästzlich 2 Ottomotren je 100 PS verfügbar. Die Boote hatten ca. 18 Mann Besatzung. Die Motoren wirkten auf zwei Propeller. Die Motorenkupplungen waren störanfällig.
Vorgesehen waren ursprünglich 2 Torpedorohre 45 cm, 1 Maschinenkanone 3,7 cm und 1 MG.
SA 2 fertiggestellt 9.41ging an Admiral Norwegen. 1942 mit der Bezeichnung FH 25 an die Hafenschutzflottille Le Havre.
SA 3 fertiggestellt 10.41 ging an Admiral Norwegen. Erlitt am 24.04.1942 Schiffbruch bei Börsmose an der dänischen Westküste. Geborgen, Motoren an Kriegsmarine, Rumpf an Bergefirma Claus Sørensen , Esbjerg .
SA 4 fertiggestellt 11.41 ging an 18. Lehrflottille Le Havre. 1942 mit der Bezeichnung FC 40 an die Hafenschutzflottille Cherbourg.
Wie weit nach Norden die 2 Boote in Norwegen kamen, ist mir nicht bekannt. Ebenso konnte ich nicht feststellen, welches Schicksal SA 2 und SA 4 hatten.
Französische Beuteboote Beim deutschen Einmarsch in Frankreich 1940 wurden sieben Boote (SA 1 - 7) aus einem republikanisch-spanischen Export-Auftrag aus dem Jahre 1937 vorgefunden sowie zwei Boote (SA 8 -9) aus einem Auftrag für französische Wachboote bei den Werften Jouett & Cie., Sartrouville (SA 1), Chantiers Romano, Antibes (SA 2 - SA 4, SA 6 - SA 7), Chantiers Navales de Meulan (SA 5) und Chantiers de la Loire, St. Nazaire (SA 8 - SA 9) vorgefunden. Sie waren stufenlose V-Spant-Boote aus Sperrholz und wurden mit der Bezeichnung SA = Schnellboote Ausland im Auftrage der Kriegsmarine weitergebaut und in den Jahren 1941 - 1942 in Dienst gestellt. Der Entwurf für die Boote stammte von M. Picker, Chantiers de Meulan und wurde als Vedette Lance-Torpilles (VLT) mit zwei Torpedorohren 45 cm, einer 3,7 cm Schnellfeuerkanone und einem MG geplant.
Die Boote wurden mit vier Lorain "Petrel" Otto-Motoren angetrieben. Da sie ferner über zwei 100 PS-Marschmotoren verfügten, hatten sie eine störanfällige Motorenkupplungsanlage. Wegen Mangel an Torpedorohren wurden SA 8 und SA 9 als UJäger ohne ToRos fertig gestellt. Die Boote wurden nicht als Schnellboote sondern wie folgt eingesetzt:
Boot Einsatz, Schicksal SA 1 Fertigstellung 04.41, Wachboot Abwehrleitstelle Le Havre, ab 1942 FH 24, Hafenschutz-Flottille Le Havre SA 2 Fertigstellung 09.41, an Admiral Norwegen, ab 1942 FH 25, Hafenschutz-Flottille Le Havre SA 3 Fertigstellung 10.41, an Admiral Norwegen, 24.03.42 + vor Børsmose/DK, gehoben, Motoren an KM, Boot an Berger SA 4 Fertigstellung 11.41, Lehrflottille Le Havre, ab 1942 FC 40, Hafenschutz-Flottille Cherbourg SA 5 Fertigstellung 10.41, Lehrflottille Le Havre, ab 1942 FK 2, Hafenschutz-Flottille Kanalküste SA 6 Fertigstellung 04.42, Flak- und Küstenartillerieschule SA 7 Fertigstellung 06.42, Bombentreffer im Bau, repariert, FK 3, Hafenschutz-Flottille Kanalküste, ab 1943 Flak- und Küstenartillerieschule SA 8 Fertigstellung 06.42, 1943 FK 58, Hafenschutz-Flottille Kanalküste SA 9 Fertigstellung 07.42, 1943 FK 59, Hafenschutz-Flottille Kanalküste
Der Einsatz dieser Boote ist nach 1943 nicht mehr nachgewiesen. Die Bezeichnung SA 7 wurde erneut vergeben an das britische Beuteboot MTB 345, das bereits im August 1943 nach Brand bei den Shetland Inseln sank. Die Bezeichnungen SA 1 bis SA 7 wurden 1943 nach der Kapitulation Italiens erneut für italienische Beuteboote verschiedener Typen vergeben.
S-Boot Typ K 40 - Bild aus H. Fock: Schnellboote Band 1 Länge 20,2 m Breite 5,00 m Tiefgang 0,90 m Verdrängung 23/30 t Besatzung 18 Mann Bewaffnung 2 x Toro 45,7 cm geplant 1 x 37 mm Maschinenkanone geplant 1 x MG Antrieb 4 x Lorraine "Petrel" Ottomotoren 500 PS Marschantrieb 2 x Ottomotoren 100 PS Wellen 2 Geschwindigkeit 40 kn/15 kn Bauwerft SA 1: Jouett & Cie., Sartrouville SA 2-4, 6-7: Chantiers Romano, Antibes SA 5: Chantiers Navales de Meulan SA 8-9: Chantiers de la Loire, St. Nazaire
Folgendes Bild ist von SA II Welcher Hafen könnte das sein ?
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