Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Bilder aus dem Sewastopoler Hafen August 2010  (Gelesen 1270 mal)
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Tostan
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« am: 25 August 2010, 11:08:08 »

Hallo, hier mal einige Urlaubsfotos...

801*.jpg:  Projekt 1135(Krivak-Class) "Ладный"("Ladny")
266M*.jpg Projekt 266M(Natya-Class) Hochsee-Minensucher
  • 909: "Вице-адмирал Жуков"("Wize-admiral Schukow")
  • 911: "Иван Голубец"("Iwan Golubez")
  • 912: "Турбинист"("Turbinist")
151.jpg: Projekt 775M(Ropucha-Class) Landungsschiff "Азов"("Asow")

Was ist das für ein Schiff neben den Minernsuchern auf 266M_3.jpg?

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151.jpg
266M_1.jpg
266M_2.jpg
266M_3.jpg
801_1.jpg
801_2.jpg
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rosenow
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« Antwort #1 am: 25 August 2010, 11:32:31 »

 Klasse Fotos, prächtig!
Werden die Schiffe dort abgebrochen, demontiert?
 Matrose gruesst
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mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
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Und die, die zur See fahren.“
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Urs Hessling
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« Antwort #2 am: 25 August 2010, 11:38:09 »

hallo, Tostan

Was ist das für ein Schiff neben den Minernsuchern auf 266M_3.jpg?

Ich nehme an, Du meinst das "abgerüstete" Schiff mit Nr. "415" undecided es sieht für mich wie ein umgebauter (mit größerem Aufbau) ehemaliger Minensucher des Typs "T-58" (NATO-Kennung) aus.

Gruß, Urs
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Tostan
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« Antwort #3 am: 25 August 2010, 12:08:27 »

Weiter:

060*.jpg: Projekt 11451(Mukha-Class) U-Jagd-Schnellboot МПК-220 "Владимирец"(MPK-220 "Wladimirez")
B871*.jpg: Projekt 877W(Kilo I-class) Б-871 "Алроса"(B-871 "Alrossa")
S49*.jpg: Projekt 633RW(Romeo-Class)   außer Dienst, schwimmende Ladestation ПЗС-50 (С-49)(PSS-50 (S-49)) ... schön zu sehen die zusätzlich angebauten zwei 650mm Torpedorohre, welche zum Testen der RPK-7(SS-N-16B) verwendet wurden.

(Copyright: alle Bilder unter CC-BY-SA...)


Werden die Schiffe dort abgebrochen, demontiert?

Nein, die sind im aktiven Dienst...

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060_1.jpg
060_2.jpg
B871.jpg
B871_Turm.jpg
S49_1.jpg
S49_2.jpg
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Trimmer
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« Antwort #4 am: 25 August 2010, 12:16:11 »

Tostan - mal eine Frage. Gehören diese Schiffe nun zur ukrainischen Marine oder zur russischen Marine ?

Gruß - Trimmer - Achim
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Tostan
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« Antwort #5 am: 25 August 2010, 12:18:31 »

Das sind alles Russische Schiffe. Auch die Ukrainische Marine hat einige Einheiten in Sewastopol stationiert, aber die Mehrzahl dort sind russische Schiffe.

Hier noch was Ukrainisches hinterher ... Boote des Projekts 205P "Tarantul"(Stenka-Class) der Ukrainischen Küstenwache. Das erste Foto aufgenommen in Odessa, das zweite in Balaklawa. Das ist eine Modifikation der Raketenschnellbote Projekt 205(Osa-Class), welche ja auch in der NVA verwendet wurden.

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205P_1.jpg
205P_2.jpg
« Letzte Änderung: 25 August 2010, 12:32:28 von Tostan » Gespeichert
Trimmer
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« Antwort #6 am: 25 August 2010, 12:33:16 »

Danke für die schnelle Antwort.

Trimmer - Achim Computersmilie
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Tostan
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« Antwort #7 am: 25 August 2010, 13:23:04 »

Einen habe ich noch....

Frischwasser-Tanker "Manytsch", Projekt 1549.

5800t Verdrängung, 114,5m x 15,9m, 5,8m Tiefgang. 9000PS Diesel, 2 Wellen, max. 17 Knoten. In Dienst gestellt 1972. Fassungsvermögen: 1900t Frischwasser, 20t destilliertes Wasser, 180t Lebensmittel. Reichweite: 6000 Meilen bei 14 Knoten.

sowie eine Barkasse.

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Barkasse.jpg
Manytsch.jpg
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Tostan
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« Antwort #8 am: 25 August 2010, 14:56:51 »

Nun noch einige Bilder von der Kamera eines Bekannten
(Urheber Thiemo Mättig, Lizenz CC-BY-SA)

U-130.JPG: Projekt 1135.5(Krivak III-Class) "Гетьман Сагайдачний"("Hetman Sahaidatschnyj") Ukrainische Marine
861M.JPG: Aufklärungsschiffe Projekt 861M(Moma-Class) "Кильдин", "Экватор", "Лиман"("Kildin", "Ekwator", "Liman")
TL-997.JPG: Projekt 368T(Poluchat-Class) Patrouillen-/Torpedofangboot TL-997
SR-137.JPG: Projekt 130(Bereza-Class) Entmagnetisierungsschiff SR-137
BG_1.JPG: BG 100: Projekt 1400M"Grif"(Zhuk-Class); BG-501: Projekt 376(PO-2-Class)   Patroulienboote der Ukrainischen Küstenwache in Balaklawa
BG_2.JPG: siehe oben, zusätzlich Motorboote Projekt 50030 "Калкан"("Kalkan") sowie das Heck einer Korvette Projekt 1241.2 "Molnija-2"(Pauk-Class). Das ist eine Modifikation des Projektes 1241 "Molnija"(Tarantul-Class), welche auch bei der NVA eingesetzt wurden.

Hm, wozu so ein Entmagnetisierungsschiff? Besitzen die sowjetischen Minenräumer keinen Magnetischen Eigenschutz, oder ist das Schiff zur Entmagnetisierung normaler Einheiten im Einsatz gedacht? Wie funktioniert das genau?


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861M.JPG
BG_1.JPG
BG_2.JPG
SR-137.JPG
TL-997.JPG
U-130.JPG
« Letzte Änderung: 25 August 2010, 17:15:24 von Tostan » Gespeichert
olpe
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« Antwort #9 am: 25 August 2010, 22:02:56 »

Was ist das für ein Schiff neben den Minernsuchern auf 266M_3.jpg?
Hallo @Tostan,
das sind ja tolle Bilder ... Gratulation! Das ist sicher ein Erlebnis gewesen, diese Schiffe an den verschiedenen Liegeplätzen und Buchten in und um Sevastopol gesehen zu haben. Ich beneide Dich dafür ...  smiley
Bei dem Dampfer auf dem Bild '266M_3.jpg' handelt es sich um die "UTS-415" (УТС-415; УТС = учебно-тренировочное Судно, uchebno-trenirovochnoe Sudno, ein Schul- oder Trainingsschiff), umgebaut aus einem alten Minensucher vom Projekt 254 (NATO: MC der T-43-Klasse). Zu welcher Art Trainingszwecken das Schiff dient, entzieht sich leider meinem Kenntnisstand. Insgesamt gibt bzw. gab es 5 aus dem Projekt 254 als UTS umgebaute Einheiten in der Schwarzmeerflotte.
Unten einige vertiefende Bilder (Q: forums.airbase.ru).
Grüsse
OLPE

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UTS_Sevastopol_1.jpg
UTS_Sevastopol_2.jpg
UTS_Sevastopol_3.jpg
« Letzte Änderung: 25 August 2010, 22:16:43 von olpe » Gespeichert
olpe
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« Antwort #10 am: 25 August 2010, 23:06:10 »

Hm, wozu so ein Entmagnetisierungsschiff? Besitzen die sowjetischen Minenräumer keinen Magnetischen Eigenschutz, oder ist das Schiff zur Entmagnetisierung normaler Einheiten im Einsatz gedacht? Wie funktioniert das genau?
Hallo @Tostan,
das ist eine interessante Frage. Entmagnetisierung spielt auch in heutiger Zeit bezogen auf den Mineneigenschutz vor Magnetminen und Sensoren/Zündern von anderen Marinewaffen eine nicht geringe Rolle.
In Werften wird ein Marine- oder Zivilschiff (nach Auftrag) zum Zwecke der erstmaligen Entmagnetisierung mit Gleichstromkabeln eingewickelt und entsprechend behandelt. Die Minen- bzw. Magneteigenschutzanlage (MES) eines Schiffes mit X-, Y- und Z-Wicklungen verringert das Restmagnetfeld dann später im Einsatz noch entsprechend dem gefahrenen Kurs und der geographischen Position (Breite). Regelmäßige Messungen in EM-Stellen gehören zum marinierten Lebenszyklus einer Marineeinheit.
Die sowjetische bzw. russische Marine ging für die nachhaltige Entmagnetisierung einen etwas anderen Weg. Außerhalb der Werftanlagen kamen Entmagnetisierungsschiffe zum Einsatz, die, im Päckchen liegend, den Entmagnetisierungsvorgang wicklungslos durchführen konnten (СБР - станция безобмоточного размагничивания, SBR - stanziya bezobmotochnogo razmagnichivaniya = Anlage zur wicklungslosen Entmagnetisierung). Hierfür sind Schiffe des Projektes 523 und 219 gebaut worden (SBR), später größere Einheiten des Projektes 1779 und 130 (SR). SR = Sudno razmagnichivaniya (СР = Судно размагничивания), Entmagnetisierungsschiff.
Unten ein Bild (leider mein einziges … ) eines U-Bootes Projekt 877EKM (für die Indische Marine), in den Admiralitätswerken St. Petersburg, umwickelt für die Erstbehandlung …
(Q: www.pl.kai.ru/)
Grüsse
OLPE

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877_2a.jpg
« Letzte Änderung: 26 August 2010, 21:18:31 von olpe » Gespeichert
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« Antwort #11 am: 26 August 2010, 11:12:01 »

Hallo Olpe,

Danke für die ausführlichen Infos ....
УТС-415 also ... Jane's führt das Boot nicht, aber flot.sevastopol.info meint, neben diesem ist noch УТС-150 der Klasse aktiv. Ein weiteres ging an die Ukraine und zwei sind außer Dienst gestellt. flot.sevastopol.info ist eine geniale Seite. Schade, dass es so ausführliche Infos(vorallem historische) nicht auch für die Ukrainische Marine/Küstenwache oder die anderen russischen Flotten gibt.

zu den Entmagnetisierungsschiffen: Das sind also mobile Versionen von Entmagnetisieranlagen, wie z.B. die der Bundesmarine in Wilhelmshaven? Mineneigenschutzanlagen gibt es zusätzlich?

Nachtrag: Zu den Buchten: leider war ich nur in der Südlichen Bucht, in der längeren Sewastopoler Bucht(richtung Inkerman) war ich nicht ... hab ich auf nächstes Jahr verschoben, da die "Moskwa" nicht an ihrem üblichen Liegeplatz war. Aber da sind eh die meisten Schiffe ...

Tostan
« Letzte Änderung: 26 August 2010, 11:58:42 von Tostan » Gespeichert
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« Antwort #12 am: 26 August 2010, 11:15:54 »

Zitat
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« Antwort #13 am: 26 August 2010, 21:12:38 »

Danke für die ausführlichen Infos ....
Hallo Tostan,
ну, нет за что - nun, keine Ursache ...  smiley
In der Page flot.sevastopol.info blättere ich auch ganz gerne, recht informativ, mit gutem Datenbestand.
Auch zu empfehlen: russian-ships.info, man kann sich die Datei als .exe downloaden ... übersichtliche Daten, auch Bordnummern (! - belastbar!), Links, u.a. ...
Nur zur Übersicht: en.wikipedia.org/wiki/List_of_ships_of_Ukrainian_Navy

wie z.B. die der Bundesmarine in Wilhelmshaven? Mineneigenschutzanlagen gibt es zusätzlich?
Nun, die genannte Anlage in W'haven kenne ich leider persönlich nicht, gehe aber davon aus, dass sie ähnliche Funktion wie oben beschrieben erfüllt:
whv-maritim.blogspot.com/2007/01/schleife-fahren-im-groen-hafen.html

... in der längeren Sewastopoler Bucht(richtung Inkerman) war ich nicht ... hab ich auf nächstes Jahr verschoben
... in Inkerman am Ende der Sevastopolskaya Bukhta liegen die "Schrottschiffe" ...
Grüsse
OLPE

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« Antwort #14 am: 26 August 2010, 21:39:23 »

hi

Entmagnetisieranlagen, wie z.B. die der Bundesmarine in Wilhelmshaven?

Mineneigenschutzanlagen gibt es zusätzlich?

Frage 1: oder diese http://forum-marinearchiv...mf/index.php?topic=5994.0

Frage 2: ja, an Bord, fast alle Schiffe haben eine eigene MES-Anlage

Gruß, Urs
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