Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Reichskriegs - oder Reichsdienstflagge  (Gelesen 509 mal)
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Glasisch
Kapitänleutnant
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Name: Micha Jarczyk

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Poland


« am: 14 August 2010, 17:24:44 »

Hallo,

kann mit mal jemand sagen, unter welchen von den beiden, gemeint sind hier die "Gustloff oder die "Steuben", fuhren? Lese gerade ein Landser/SOS - Heft über die Torpedierung der "Steuben" und dem Leser mußte klar gemacht werden, daß der Liner berechigterweise torpediert wurde, weil er unter der Reichsdienstflagge fuhr, so der Einweisende? Kann man hier auch auf eine alles klärende Antwort diesbezüglich hoffen, denn es ist etwas verwirrend, wer und wann? Ich weiß, es richtete sich nach dem Käp`tn, Reserve, alter Kämpfer.Besten Dank für Eure von mir sehr geschätzte Mühe! Es hat mich schon immer interessiert.
Gruß
Micha  Matrose gruesst
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
kgvm
Kapitän zur See
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« Antwort #1 am: 14 August 2010, 18:44:14 »

 huh
Ob nun Reichskriegs-, Reichsdienst- oder (was ich vermute) Reichshandelsflagge, gegen irgendwelche Rechtsvorschriften verstieß die Torpedierung der "Steuben" keinesfalls. Abgesehen davon, daß sie als Verwundetentransporter ohnehin nicht unter den Schutz der Genfer Konvention gefallen wäre, war sie als solcher im Dezember 1944 offiziell außer Dienst gestellt worden (vgl. Rudolf Schmidt / Arnold Kludas, Die deutschen Lazarettschiffe, S. 101). Und auch wenn auf der letzten Reise Tausende von Verwundeten mit Ärzten und Pflegepersonal an Bord waren, wurde das Schiff damit nicht automatisch zum Lazarettschiff.
Die "Wilhelm Gustloff" war zwar mal Lazarettschiff, aber als solches am 20.11.1940 außer Dienst gestellt (und in Genf abgemeldet) worden, so daß auch hier kein Schutz bestand.
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rosenow
Fregattenkapitän
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Ort: „In der völlig vergessenen Iringsstraße, beim Wächter der Götter, nähe Orionspur“

Europa


« Antwort #2 am: 15 August 2010, 06:03:20 »

Moin Glasisch, der sowj. Kommandant von S-13 hielt die Steuben für den leichten Kreuzer Emden, ob dem Kommandanten der Unterschied zwischen diesen Flaggen (Reichsdienst- und Handelsflagge) bekannt war? 
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mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder
Glasisch
Kapitänleutnant
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Alter: 55

Name: Micha Jarczyk

Ort: Bytom (Beuthen O/S)

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« Antwort #3 am: 15 August 2010, 08:59:06 »

Hallo Rosenow,
danke für den Hinweis, aber Marineskos Meinung interessiert mich hier etwas weniger, zumal er in der Nacht die Flagge überhaupt nicht sehen konnte, es sei, er wollte sich vergewissern, ob da nicht zufällig ein Sowjetdampfer mit lauter Helden des sozialistischen Arbeitswettbewerbs unterwegs ist, die z. B. nach Schweden wollten, um dort ihre geflüchteten Kameraden zu überzeugen, ins "Paradies" heimzukehren? Nein, Spaß bei Seite. Es geht mir hier, welche konkrete Flagge wehte über der "Gustloff" und "Steuben", die Reichsdienstflagge oder doch die Handelsflagge, denn die Reichskriegsflagge schließe ich aus, auch wenn sich Zahn auf der Brücke befand und die Zahl von 4 (!) Kapitänen abrundete.

Gruß
Micha  Matrose gruesst
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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