Forum Marinearchiv
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Autor Thema: 3 Torpedoboote versenkt - Seenot zur Rettung 18-8-1944  (Gelesen 574 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Maurice Laarman
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« am: 19 Juni 2010, 09:42:52 »

Gerne möchte ich dieses Konvolut zeigen. Ein traurige Geschichte.

Bei dem Versuch, die »Seeigel«-Sperre zu verstärken, gerät am 17./18.8. die 6. T-Flottille (KKpt. Koppenhagen) in eine eigene Sperre und verliert T 22, T 30 und T 32 mit 393 Mann, die z.T. in sowjet. Gefangenschaft geraten. Nur T 23 kehrt zurück

Es wird auch hier in Forum besprochen http://forum-marinearchiv...ex.php/topic,3877.15.html

Hat Jemand aber nähere Angaben zur der zur Rettung eingesezte Flugboote? Das fliegende Personal bekam ein Exemplar 'Mein Kampf' mit Widmung, sehe Anhang. Das Konvolut stammt von ein dieser Männer. Von wo aus haben die Flugzeuge operiert, und wie oft sind die wohl hin und her geflogen?

Dank im voraus,

Maurice

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« Antwort #1 am: 19 Juni 2010, 12:28:55 »

Hallo Maurice,

 die Do barg die Leute in mehereren Flügen, aber als sich dann die Sowjets zeigten, da war es schon Schluß dann. Ich las etwas davon in einem Köhlers-Kalender, den ich erst finden muß, was bei der WM ziemlich schwer ist, aber bis morgen bestimmt. Die Russen dagegen führten dann die Gefangenen durch Kronstadts Strassen, was sehr an die "Siegesparade" in Moskau erinnerte, als die Landser gezwungen waren, vorbeizuziehen am verstummten Sowjetvolk. Danach wurden die Strassen vom "Faschisten-Dreck" gesäubert, wie sich die Quelle aussprach.

Gruß
Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
Maurice Laarman
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« Antwort #2 am: 19 Juni 2010, 13:17:45 »

Hallo Micha,

Dank für dein Antwort. Soviele Leute sollen doch nicht gepasst haben in eine Do.. Es wird mich freuen wenn du das Bericht finden kannst!

Jetzt Fussball kucken!

Dank im voraus,

Maurice
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Name: Micha Jarczyk

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« Antwort #3 am: 20 Juni 2010, 10:47:18 »

Hallo Maurice,
also es kann losgehen, Köhlers Flottenkalender 1996 - Günter Clement - Narwa-Bucht:17./18. August 1944. Seite: 84-92. Konkret: Senotrettung aus der Luft, Seite 91: DO 24 nach Sichtung Wassertreibender inmitten der "Seeigel"-Sperre gewassert - später auch ostwärts davon. Bei drei Anflügen rette es 90 Seeleuten das Leben bzw. wurden sie vor russischer Gefangenschaft bewahrt. Dritter Anflug, am 18.08. um die Mittagszeit, von heraneilenden russischen Motorfahrzeugen aus größter Entfernung beschossen. Der Flugzeugbesatzung gelang es noch sieben Seeleute aus einem abgetriebenen Floß an Bord zu ziehen, während die ersten Geschoßgarben in den Rumpf einschossen. Der Pilot mußte unter Zurücklassung vieler auf Rettung Hoffender abheben, um die Maschine nicht unflugfähig schießen zu lassen. Die Russen machten sich am 18.08. und 19.08. an das Holen aus dem Wasser treibender und völlig erschöfter Überlebender, die zuvor wiederholt (also mir ist dies als 3. Fall in der Ostsee bekannt - Anmerkung MiJa) hilflos dem Beschuß  sowjetischer Jäger und Schlachtflieger ausgesetzt wurden. Der Russe meldete die Gefangennahme von 106 deutschen Marinesoldaten, deren größte Zahl ihre Heimat nie wieder sahen. Die Deutschen retteten insgesamt 141 Männer.

Schönen Gruß
Micha  Matrose gruesst
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
Maurice Laarman
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« Antwort #4 am: 20 Juni 2010, 22:00:12 »

Dank fur das nachforschen, Micha, ist ein sehr interessante anfüllung an dieser Geschichte. Ein traurige auch.

Gruss,

Maurice
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