Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Verfolgung von U 861 durch zwei US-U-boote im Januar 1945  (Gelesen 1148 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
ambrosius
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« am: 27 Mai 2010, 17:48:29 »

Am 15. Januar 1945 lief U 861 wieder vom Stützpunkt Soerabaja zur Heimreise nach Deutschland aus.  Beim Auslaufen erwarteten bereits zwei amerikanische U-Boote in der Straße zwischen Bali und Lombock auf U 861. U 861 wurde zunächst von einem japanischen Zerstörer bis in diese Straße geleitet. Hier machte Oesten einen Tieftauchversuch, wartete aber mit dem Auftauchen bis zur Nacht und fuhr dann mit voller Fahrt in Richtung Indischen Ozean. Das eine amerikanische U-Boot folgte, verlor U 861 jedoch nach drei Tagen. U 861 fuhr einen ungewöhnlich steilen Südkurs, da ein Teil der Besatzung unter Dengue-Fieber litt und Oesten zu deren Linderung kältere Wetterverhältnisse aufsuchte.

Wer kann mir die Namen der 2 US U-Boote nennen?
(Möglicherweise könnte es sich auch um ein engl. und ein amerikanisches U-Boot gehandelt haben)

Beste Grüße

ambrosius


am
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t-geronimo
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« Antwort #1 am: 27 Mai 2010, 23:38:22 »

Falls Dir keiner weiterhelfen kann, belibt nur die Fleißarbeit (wenn Du englisch kannst):

Hier die War Patrol Reports durcharbeiten.
 Pfeil http://www.hnsa.org/doc/subreports.htm

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Schöne Grüße
Thorsten
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Captain W.H. Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941
Urs Hessling
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« Antwort #2 am: 29 Mai 2010, 13:07:26 »

moin, am,

Möglicherweise könnte es sich auch um ein engl. und ein amerikanisches U-Boot gehandelt haben

Ich würde die Möglichkeit nicht ganz außer Acht lassen, daß eines evt. auch ein niederländisches U-Boot gewesen sein könnte.

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
Darius
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« Antwort #3 am: 29 Mai 2010, 16:36:12 »

Hallo zusammen,

bei Alden, Ausgabe 1999, habe ich keinen Hinweis gefunden. Auch nicht bei Blair und Morison. Dann bleibt es evtl. doch bei der KTB Analyse. Evtl. hat Hezlet was - da habe ich aber keinen Zugriff.

 Matrose gruesst

Darius
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ambrosius
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« Antwort #4 am: 03 Juni 2010, 17:17:23 »


Hallo, hat jemand die Möglichkeit, eine KTB Analyse durchzuführen ?
Auf Hezlet habe ich leider auch keinen Zugriff, gibt es da jemanden, der behilflich sein kann ?

Gruß

ambrosius
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ambrosius
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« Antwort #5 am: 04 Februar 2011, 16:24:15 »

Hallo,
habe neue Informationen von der Württembergischen Landesbibliothek bekommen. Vielleicht hilft das weiter.
Ich zitiere:

"Herr Oesten: Es war schwer das Auslaufen eines U-Bootes aus Java geheimzuhalten. Der Nachrichtendienst funktionierte gut und man konnte eigentlich sicher sein, das die
Gegenseite erfuhr, wenn da ein U-Boot auslief.
Auf mich warteten zwei Boote in der Lombokstraße, das ist zwischen Bali und Lombok.
Da kriegen sie zuerst tiefes Wasser.
Das war ein engl. und ein amerikan. U-Boot.
Das weiß ich genau. Denn ich habe später nachher in Belfast zufällig den Amerikaner gesprochen, der auf einem dieser U-Boote war.
(Herr Oesten konnte sich leider nicht mehr an den Namen des Bootes erinnern.)
(Von den engl. U-Booten kommen mehrere infrage: u.a. auch PORPOISE, das kurz darauf verloren ging.)
Die haben ziemlich genau gewusst, wann das U-Boot kam. Die hatten ihren Stützpunkt in Nordaustralien und gute Verbindung.
Ein anderes U-Boot was kurz vor mir dieselbe Route marschierte ist da abgeschossen worden.
Das war Peter Steve.
Bei mir war es reiner Zufall, denn ich bin dann mit 1 jap. Zerstörer nach Süden ausgelaufen bis in die Lombokstraße und dann als ich tiefes Wasser hatte, habe ich einen Tieftauchversuch gemacht und habe vorher den jap. Zerstörer entlassen und bin dann erst nach Einbruch der Dunkelheit aufgetaucht. Das amerikanische U-Boot hat mich auch auftauchen hören und ist dann hinter mir hergelaufen und hat mich dann auf dem Weg in den Indischen Ozean noch 3 Tage gesucht. Es hätte mich normalerweise aus gefunden, wenn ich nicht aus verschied. Gründen sehr hart nach Süden gelaufen wäre. Ein großer Teil meiner Besatzung hatte Dengoe-Fiber. Dagegen helfen eigentlich nur etwas kältere Wetterverhältnisse. Deshalb habe ich einen großen Haken weit nach Süden gemacht, um  in kälteres Klima zu kommen, außerdem natürlich auch noch um meine Spuren zu verwischen. Das amerikanische U-Boot ist drei Tage umhergelaufen von der Lombokstraße weg um mich zu suchen und hat mich nicht gefunden und ist dann wieder zurückgelaufen."

ambrosius
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ambrosius
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« Antwort #6 am: 04 Februar 2011, 21:13:29 »

Es muß richtig heißen: Peter Schrewe  (U 537)
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« Antwort #7 am: 06 Juni 2011, 22:20:28 »

Guten Abend !

Ich kann mich erinnern, dass das Thema auch in Jochen Brennecke´s "Haie im Paradies" behandelt wird.  grin

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Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861
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