Nach dem Bau eines kleinen Seglers und der Überholung meiner bestehenden Modellen sowie der Reparatur meiner Bismarck komme ich nun nach 2 Monaten mit der Tirpitz wieder ein Stück weiter.
Gerade die Erfahrungen, die ich bei der Bismarck gesammelt habe, lehrten mich, den Innenausbau komplett anders zu gestalten und zwar so, daß ich das gesamte Hauptdeck ohne große Porobleme und leicht mit den gesamten Aufbauten abnehmen kann um Reparaturen an allen Teilen ausführen zu können was bei der Bismarck bei vielen Teilen nicht mehr möglich ist.
Ich habe nun die gesamte Elektroverkabelung (außer Aufbauten) und den größten Teil der Steuerelektronik eingebaut. Es ist alles noch nicht fertig aber ich hab schon mal diesen Bericht eingestellt damit man auf den Fotos noch in etwa erkennen kann was ich gemacht habe
Da die Tirpitz ein „Heavy Duty“ Vorführmodell werden soll mußte alles wesentlich besser und solider (russisch

) ausgeführt werden als bei der Bismarck.
Der Hauptaugenmerk wurde darauf gelegt, daß jedes einzelne Teil leicht zu ersetzen also auszubauen geht, aber ohne dabei andere Teile zu ausbauen zu müssen. Dies gilt runter bis zu den Hauptmotoren und den Wellen.
Die Zwischendecks und die Abdeckungen sind aus klarem Acryl was mir ermöglicht bis zum Boden alle Teile zu sehen
Um dies zu realisieren mußte ich verschraubte Zwischendecks einbauen um in meheren Schichten die Elektrik und die Steuereletronik unterzubringen.
Dies erforderte schon ein wenig Gehirnakrobatik, da ich ja auch noch mit meinen Wurstfingern inklusive Schraubenzieher an die Teile im Rumpf herankommen muß.
Es wurden keine Kontakte verlötet sondern alles mit Schraubklemmen angeschlossen.
Weiterhin wurde darauf geachtet, daß jedes Teil einzeln samt eines möglichst kurzen Anschlußkabels ausgewechselt werden kann. Dies erforderte mehere Stromverteiler innerhalb des Rumpfes und in den Aufbauten.
Sämtliche Steuerelektronik (auch für die Aufbauten) befindet sich im im oberen Teil des Rumpfes welches Reparaturen und das Arbeiten sehr vereinfacht.
Alle Verbindungskabel wurden einzeln lose verlegt damit man sie leicht ziehen kann.
Grundsätzliche Beschreibung:
Im Rumpf wurden 5 separate Stromkreise eingebaut und die Aufbauten erhalten einen
weiteren.
1. Schalter zum Einschalten der gesamten 12 Volt Versorgung (2 x parallel 12 V/17Ah)
Der Einbau des Schalters erfolgt fest im Rumpf unter dem großen Bb: achteren
Deckslüfter. Der Lüfter wird abnehmbar mit integrierter Wasserfalle auf dem
Hauptdeck eingebaut. Alle anderen Schalter und Ladebuchsen werden ebenfalls unter
Lüftern im Hauptdeck fest im Rumpf eingebaut.
Dies vereinfacht das spätere Abheben des Decks.
2 .separater „Stark Strom“ Kreis für die die drei großen Motoren, 3fach unterteilt und
mit jeweils 15 Amp (Autosicherung ) abgesichert d. h. blockiert ein Motor so schaltet
die Sicherung diesen einzelnen Stromkreis ab.
Der gesamte Stromkreis erhielt eine Wassereinbruchssicherung (schnell) die sämtliche
12 Volt Stromversorgung abschaltet.
Das 12 Volt Ladekabel befindet sich unter dem großen Bb. Vorderen Lüfter (hinter
dem Wellenbrecher) (Lüfter wie zuvor beschrieben)
Das Ruder -Servo erhält den Sstrom über das BEC System vom Empfänger.
3. Vorderer Stromkreis für Sonderfunktionen:
Hierzu benutze ich das von mir ( und einem Familienmitglied) entwickelte
Powerboard. Dieses Board hat eine separate Wassereinbruchsicherung sowie
spezielle Stromsicherungen. (siehe Bild und angehängte pdf mit der detailierten
Beschreibung) und ist für eine Belastung von 4 Amp ausgelegt.
http://premium1.uploadit....ptainHans//Powerboard.pdf Dieses Powerboard hat bei Ausfall oder bei Auslösen der verschiedenen Sicherungen
einen akustischen Alarm der das Morsesignal SOS ( drei kurz, drei lang, drei kurz)
ertönen läßt. Auch andere akustische Alarme kann es bei entsprechenden Fehlern
geben.
An das Powerboard werden die Motorboards und andere Geräte angehängt. Beim
Einschalten der 12 Volt Hauptversorgung testet das Board 3 sek. Lang sich selbst und
alle angehängten Stromkreise. Die eingebaute rote LED blinkt dann 3 sek lang und
schaltet alle Motorboards und Subverteiler frei. Ist alles in Ordnung leuchten die
eingebauten LEDs auf allen Boards konstant. Ist etwas nicht in Ordnung dann blinkt
die jeweilige LED oder ist ganz aus.
Dies erleichtert ungemein eine Fehlersuche bei eventuellen späteren Problemen.
4. achterer 12 Volt Stromkreis für Sonderfunktionen:
Beschreibung wie unter 3.
5. 6 Volt Stromkreis zur Versorgung des Empfängers und des BEC Systems.
Hierzu wurde ein (NiCad) Batterieblock von 6 V / 3700 mAmp eingebaut.
Der 2 separate Verteiler hat und ebenfalls eine Wassereinbruchssicherung.
(5 AMP Bi-metallsicherung)
6. Schalter und Ladebuchsenl für die 6 Volt Anlage werden ebenfalls , wie zuvor
beschrieben, unter den großen aber Stb. Lüftern auf dem Hauptdeck fest im Rumpf
eingebaut
7. Das Modell soll eine komplette Innenbeleuchtung erhalten. Diese möchte ich aber
manuell schalten und das gleiche gilt für die Belüftungsanlage.
Warum dies manuell?
Ich möchte die allgemeine Beleuchtung vollkommen separat zur RC Anlage
einschalten können was bei standard Präsentationen sehr eindrucksvoll ist.
Die sehr starke Belüftung erfolgt über 2 Drucklüfter (zur Modellmitte) und einem
Absauglüfter (der bei Einschalten der 12 Volt Hauptstromanlage immer läuft)im
Schornstein.
Die beiden großen Drücklüfter sind manuell zuschaltbar. Dies dient dazu die Kühlung
der Elektronik bei starker Sonneneinstrahlung zu verbessern. (Hier in Costa Rica sind
Temperaturen von 40 – 42 Grad in der Sonne keine Seltenheit)
8. Die Schalter für diesen Festromkreis sind ebenfalls unter Lüfter des Hauptdecks
versteckt .
9. Die Aufbauten erhalten ebenfalls je einen seperaten Stromkreis 12 Volt sowie 6 Volt.
Kommen wir nun zu den Motorsteuerungsboards die ebenfalls eine eigene Entwicklung sind.
Sie haben mehre Funktionen wie Umpolung und Stufenlose Drehzahlregelung (bei konstanter 12 Volt Pulssteuerung) von meheren Motoren gleichzeitig.
Dieses Board habe ich entwickelt um mehere Motoren genau gleich parallel zu steuern.
Also z.B. eine Gruppe von Flakgeschüztzen genau parallel mit gleicher Geschwindigkeit
Bei voller Leistung von 12 Volt zu bewegen.
Dazu besitzt die Platine einen Chip mit aufgespielter Software, die in Mikrosekundentakt
Stromimpulse von 12 Volt abgibt.
Damit lassen sich ruckelfreie Drehungen von 1 U/min mit jedem Motor erzielen, d.h. die
Motoren drehen mit voller Leistung, was bei Mikromotoren sehr wichtig ist.
9 solcher Boards habe ich eingebaut und kann damit 18 Motoren direkt oder kaskadiert
bis zu 36 Motoren steuren.
Die maximale Belastung pro Board liegt bei 4 Amp
(siehe Foto und angehängte pdf mit detailierter Beschreibung)
http://premium1.uploadit....ptainHans//Motorboard.pdfDie eingebauten Fahrregler sind ausgelegt für 20 Amp Dauerstrom mit Spitzen bis 40
Amp – also überdimensioniert. Die Gleichen habe ich auch in meine anderen Modellen.
Kommen wir nun zum Soundsystem.
Gie Geräte, Software und USB Kabel habe ich von Beier Electronik.
www.beier-electronic.de/modellbau/Die Soundkarte kann frei über eine Software mit Sounds bestückt werden.
Der Gesamtspeicher beträgt 290 sec bei 11000 khz.
Sie kann umdrehungs abhängige Motorgeräusche, Start und Stopgeräusche wiedergeben.
Dies benutze ich allerdings nicht da dies bei Turbinenantrieb nicht echt ist für große
Schiffsdiesel exellent ist.
Bei Einschalten der Hauptstromanlage ertönt ein leises Brummeln der Dieselgeneratoren.
4 Sounds (2 versch. Dampfhörner, Sonarping, Klaxonalarm) laufen random Softwaregesteuert.
8 weitere Zusatzsounds können über Multiswitch Decoder ausgelöst werden
1. großes Typhon (Doppelton)
2. Breitseite 38er ( 3 sek)
3. Battlemix: Alle Geschütze feuern zeitversetzt mit eingeblendeten Flugzeugangriff und Bombenabwurf. (30 sek)
4. alle Flakgeschützte in zeitversetzten Sequenzen (30 Sek)
5. Marinemarsch der KM (35 Sek )
6. Radetzkimarsch (anstatt Horst Wessel Lied)(25 Sek)
7. allgemeiner Schiffsalarm (alle Mann auf Gefechtsstation)
8. Standpropellergeräusche von 2 Bordflugzeugen
Den Vorgänger dieser Soundkarte habe ich auch auf der Bismarck und bin super zufrieden.
Der Sound kommt bei Vorführungen immer super an.
Also insgesamt 13 Soundgeräusche
Der 12 V Verstärker hat 25 Watt Sinusleistung und der Breitband Lautsprecher (Visatron FR 8 4 Ohm) 35 Watt Musikleitung. Der Lautsprecher ist wasserdicht.
Der Lautsprecher sollte in einen kleinen Resonzkasten eingebaut werden denn das
ergibt einen sehr sonoren Klang. Damit der Schalldruck sich gut ausbreiten kann habe
ich den Lautsprecher unter den vorderen Aufbauten eingebaut.
Ausserdem sollte man ihn auf Gummi lagern.
Die Soundkarte hat einen einen Poti zur Regelung der Laustärke. Der lange Griff des Potis sitzt wiederum unter einem Deckslüfter hinter dem Turm Anton.
So ich denke ich hab den Ausbau recht ordentlich beschrieben sollte jemand Fragen haben bin ich gerne bereit diese zu beantworten.
Generell will ich ja mindesten 70 bis 80 Funktionen realisieren aber vielleicht werden auch mehr. Mal sehen wie mir die Mechaniken gelingen..
Leider muß noch auf eine Lieferung von Umpolrelais sowie einer neuen Futaba F 14 Navy mit 3 Multiswitch 16 Einbauten und natürlich den entsprechenden Decodern.
(Kanal 90) warten. (F14 Navy zur Zeit nicht lieferbar)
Die elektrische Anlage ist so ausgelegt, daß ich auch mit meiner bereits vorhandenen
F 14 Navy und einem 2. Empfänger bei anderer Frequenz jede Menge Schaltfunktionen
realisieren kann.
Anschließend Detailbilder der bis jetzt fertigen elektrischen Anlage.

12 Volt Hauptverteilung

15 Amp Sicherungen (Auto)

12 und 6 Hauptverteilung und 6 Volt Batterieblock

vorderer Sonderfunktionen Powerboard und angehängte motorboards

Sicht von Mittschiffs nach Achtern

achterer Stromkreis/Powerboard und Motorboards

vorderer Drucklüfter,und manueller Festromkreis.
Die Ansaugung der Lüfter erfolgt über die davorliegende Deckslüfter sowie der Hauptdeckkettenklüsen.
Lautsprecher und vordere Motorboards

Fahrregler

Verstärker

Soundkarte

Anbringung der 12 LEDs zur Beleuchtung der achteren 60 Bullaugen
Durch die Bullaugen Acrylstäbe, die etwas in den Rumpf hineinragen erreiche ich eine
Ziemlich gute und ausgeglichene Beleuchtung der Bullaugen.
Im Bug ist dies das selbe Prinzip


Allgemein:Alle Platinen werden noch staub und spritzwassergeschütz.
Alle Platinen sind auf einem Holzbrettchen mit Gummibelag festgeschraubt.
Jede Platine und allen anderen Teile lassen sich einzeln auswechseln ohne
Ohne den Rest auseinandernehmen zu müssen oder diverse Kabelverbindungen lösen zu müssen.
Alle Kabel wurde lose verlegt.
Ich hoffe, daß dies ein interessanter Beitrag für unsere Modellbauer ist
Viele Grüße und viel Spaß beim Bau eurer Modelle
Hans