Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Gruppenhorchgerät  (Gelesen 1337 mal)
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Captain Hans
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« am: 02 März 2010, 22:53:01 »

Hallo Tirpitz/ Bismarck Spezialisten

Ich bin gerade dabei das Gruppenhorchgerät an meinem Tirpitz Modellrumpf anzubringen

Ich hab keine Ahnung wie dieses Gerät funktioniert hat.
Was mich auch wundert ist die eigenartige Anordnung der Mikrofone.(siehe Foto der Schablone)

Kann mir jemand eine "Erleuchtung" zu diesem Gerät geben huh

viele Grüße

Hans



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« Antwort #1 am: 02 März 2010, 22:57:32 »

Anhand der Auswanderung der Geräusche konnte passiv nach anderen Kontakten, meist U-Booten, "gelauscht" werden. Bei schlechter Sicht hat man es meines Wissens auch genutzt, um in engen Gewässern zu manövrieren, so als "Ersatzecholot!"

Axel
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If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth...
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Captain Hans
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« Antwort #2 am: 02 März 2010, 23:02:14 »

danke Axel- das war ja sehr sehr schnell Top

Konnte damit eine Abstandsbestimmung und oder eine Richtung des Zielobjektes ermittelt werden
und mit welchen Frequenzen arbeitete das Gerät?
Waren die Mikros in Gruppen gekoppelt oder arbeiteten sie alle gleichzeitig und warum so viele?
« Letzte Änderung: 02 März 2010, 23:10:12 von Kapitän Hans » Gespeichert

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« Antwort #3 am: 02 März 2010, 23:36:26 »

Hier ein englischer Artikel über das GHG:

 Pfeil http://www.xs4all.nl/~aobauer/GHG1996.pdf
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Schöne Grüße
Thorsten
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Captain W.H. Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941
Captain Hans
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« Antwort #4 am: 03 März 2010, 03:30:35 »

hallo Thorsten

der Artikel ist Klasse, wenn auch in manchen technischen Details etwas schwer verständlich, so habe ich doch
in etwa begriffen wie das GHG funktioniert hat.
Die Bündelung der Wellen ist sehr ähnlich wie beim Richtfunkfeuer nur umgekehrt.
Die Richtungsbestimmung (Peilung) erfolgt ähnlich wie beim RDF.

Es ist schon erstaunlich welche Genauigkeiten, in bestimmten Frequenzbereichen, diese Geräte erzielen konnten.
Die GHGs der Bismarck waren wohl noch etwas anders aufgebaut und sie benutzten 63 Mikrofone auf jeder Seite
aber ich denke das Prinzip wird in etwa das Gleiche sein.

danke für die Einstellung des links

liebe Grüße

Hans

« Letzte Änderung: 03 März 2010, 14:24:38 von Kapitän Hans » Gespeichert

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« Antwort #5 am: 03 März 2010, 07:47:32 »

Hallo,
und immer wieder hier mal nachschlagen, denn daß wißt Ihr, es lohnt sich!  Kaptn lach
http://www.bismarck-class...hnicallayout/ghg/ghg.html
Schönen Gruß
Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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« Antwort #6 am: 03 März 2010, 09:04:26 »

Das Internet kann gut Infos bergen - aber eben auch viel Falsches.

@hans: Ist Deine Zeichnung ein Ausschnitt von Michael Ottens Zeichnung? Falls ja bitte erwähnen... ehre wem ehre gebührt!  cool Kaptn lach

cu!
« Letzte Änderung: 03 März 2010, 12:06:03 von 109 » Gespeichert

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Captain Hans
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« Antwort #7 am: 03 März 2010, 14:07:05 »

@109

natürlich ist der Aussschnitt von Michael Otten, der mir bei der Recherche
über die Tirpitz schon viel geholfen hat. Ich habe auch die gesamte Außenhautabwicklung von ihm und viele Fotos.
Wenn ich meinen Baubericht über die Tirpitz einstellen werde, werden auch alle Leute, die mir
bei der Recherche geholfen haben, entsprechend gewürdigt.
Hier ging es mir nur darum, die technische Funktionsweise eines solchen Gerätes zu verstehen.
Es ist nicht meine Art mich mit fremden Federn zu schmücken.

viele Grüße

Hans
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« Antwort #8 am: 03 März 2010, 20:24:56 »

Danke Hans,

kannst mich dann in 2. Reihe erwähnen  wink, da die Aussenhautabwicklung von mir kommt.... hoffe sie ist Dir nützlich!!  grin wink

Wie weit biste mit dem Tirpitz? Welchen Bauzustand bauste?? Kaptn lach

cu!  smiley
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Captain Hans
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« Antwort #9 am: 03 März 2010, 20:38:13 »

@ 109

sorry das wußte ich nicht huh (dann kommst du natürlich in die erste Reihe grin)
Ich bau die Tirpitz im Zustand Juni/Juli 1944 als "Heavy Duty" Fahrmodell mit ca 70 bis 80 Sonderfunktionen.
Da es als ein Vorführmodell für mein Minimuseum dienen  soll, muß es sehr sehr stabil sein, denn sie wird oft schwimmen .
Für die Details in den Aufbauten suche ich immer noch Fotos (Nahaufnahmen) ähnlich wie bei Kaiser
für die Bismarck.

Werde meinen Bauzustand demnächst hier einstellen.
Die Außenhautabwicklung ist mir sehr nützlich damit konnte ich die MES und Wasserein- und austritte, sowie Trimmtankklappen recht ordentlich
anbringen.
Die Vernietung der Panzerung werde ich nicht machen, konnte leider kein vernünftiges Verfahren finden dieses hinzubekommen.
Da hab ich mehere Versuche gemacht (Ätzteile, Archer, mit Ponal, usw.) aber leider kein befriedigender Erfolg.
Mit Archer ging es auch nicht da die Nieten in der Farbe ersaufen.
Ich muß hier tropenfeste Yachtfarbe verwenden. Mit Modellbaufarben hast du hier keine Chance.

viele grüße

Hans


« Letzte Änderung: 03 März 2010, 21:46:01 von Kapitän Hans » Gespeichert

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« Antwort #10 am: 03 März 2010, 20:56:56 »

Ok, harte Umweltbedingen im Regenwald!  cheesy

70 - 80 Funktionen sind goil!

Bodenventile der Trimmzellen... waren die kreisrund im Querschnitt? Und verschließbar? Wie ging das? Als Seebär hast Du nat. mehr Ahnung von solchen Dingen als ich Landratte..Cheesy

Cu!
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« Antwort #11 am: 03 März 2010, 21:19:17 »

Bodenventile der Trimmzellen... waren die kreisrund im Querschnitt? Und verschließbar? Wie ging das? Als Seebär hast Du nat. mehr Ahnung von solchen Dingen als ich Landratte..Cheesy

Guckst Du oben rechts im Bild

Das Bodenventil ist versenkt in einem Kasten angebracht. Beim Öffnen des Ventils wurde gleichzeitig über eine Stange der Wasserfänger ausgeklappt. Das hatte den Sinn bei hohen Geschwindigkeiten genug Wasser über die natürlichen Fluteinrichtungen reinzubekommen.
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Gruß Marc
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« Antwort #12 am: 03 März 2010, 21:30:16 »

OK! Thanks!  smiley
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Captain Hans
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« Antwort #13 am: 03 März 2010, 21:32:43 »

@109

in der Handelschiffahrt gibt es solche Trimmklappen und Bodenventile nicht.
Also da bin genau so ein Laie wie jeder andere auch.
Wasserein- und auslässe hatten wir natürlich auch für Kühlwasser und so weiter.
Bei uns hießen die Seeventile und es gab Hochsauger (für flaches Wasser) und Niedrigsauger (für tiefes Wasser)
Trimmtankklappen, oder ähnliches gab es bei uns nicht.
Das Echolot saß meistens achtern unter den Brückenaufbauten, da Handelsschiffe immer achterlich getrimmt werden.
(Gattlage  läuft)
Bei den Loggen gab es verschiedenen Typen, ausfahrbare Transponder mit Propeller oder Staudruckloggen usw.
Dann gab es eine "Overboard Discharge" wo ölhaltige Substanzen in gewissen Gebieten und Schwarzwasser außenbords
gepumpt werden konnten.
Sonar, GHGs, Asdic usw. - so was schönes gibt es in der Handelsschiffahrt nicht.

Zu den Trimtankklappen der Tirpitz.

Ich hab ein Foto von der gekenterten Tirpitz wo so eine Klappe zu sehen ist - sie ist rechteckig.
Wie groß sie genau ist,  weiß ich auch nicht - ich hab sie 6 x 6mm gemacht (1:100)
Die Klappen unter den Dockingkielen lasse ich ebenfalls weg, da ich sie nach Fertigstellung des Modells nie mehr sehen werde.
Ich habe also nur die seitlich sichtbaren angebracht.

Nochmals zu den Nieten:
Ich müßte richtige Miniatur Nieten einsetzen (ca 1500 Stück).
Diese Nieten (in richtiger Größe) gibt es , aber der Preis dafür ist Wahnsinn 50 Stck 7,95€ und das war selbst mir dann doch zu teuer.

viele Grüße

Hans
« Letzte Änderung: 03 März 2010, 21:44:50 von Kapitän Hans » Gespeichert

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« Antwort #14 am: 04 März 2010, 09:04:07 »

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