Forum Marinearchiv
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Autor Thema: X-Bow. Wer weiß was darüber?  (Gelesen 1958 mal)
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Schappi1976
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« am: 06 Februar 2010, 17:55:21 »

Ich habe gelesen das die X-Bow-Rumpfform noch sparsamer im Verbrauch und schneller sein soll, wie ein Rumpf mit Wulstbug. Welche konstruktive Maßnahme ist dafür verantwortlich?

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ULSTEIN-1.jpg
ULSTEIN.jpg
ulstein-2.jpg
ulstein-4.jpg
« Letzte Änderung: 06 Februar 2010, 18:01:32 von Schappi1976 » Gespeichert

Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupéry
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« Antwort #1 am: 06 Februar 2010, 18:23:41 »

Herüberkopiert aus dem anderen Faden:

...hier wäre erstmal ein netter Link dazu   Pfeil http://www.marinetalk.com...nfodesk.asp?userid=ULS004

Herauskopiert (und bissl unterstrichen):
"The new vessel has no bulb, and has a slender bow design ULSTEIN X-BOW™ with an inverted flare. The bow slopes backwards instead of forwards which results in less resistance. Some of the most common accidents that occur on offshore vessels involve the sea breaking the wheelhouse’s windows. This happens because traditional hull shapes throw the sea forwards and upwards as the hull dives deeper. The tests on the model showed that almost no sea came up onto the bridge deck at all, even in extreme weather conditions with six metres significant wave height and a wave period of nine seconds. Under these conditions, the model maintained a good service speed. The large volume in the bow means that the forebody floats better and dives less when it meets waves.

This means that no slamming occurs and the hull moves through the sea very gently, according to the vessel designers. Even high and choppy waves did not result in sea spray on the bridge deck, which means that the likelihood of extreme weather damage to the forebody will be reduced. Since the smooth forepart goes all the way up to the bridge deck, this means that better protection is afforded for all the deck equipment, which is typically exposed to the wind, weather, and icing."

Schaun wir uns mal an, WAS mit dieser Form vermieden werden soll:



oder graphisch dargestellt:


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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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« Antwort #2 am: 06 Februar 2010, 18:26:12 »

Ein sehr beeindruckendes Bild shocked
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« Antwort #3 am: 06 Februar 2010, 18:32:29 »

sehr interessant und auch einleuchtend  Top
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harold
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« Antwort #4 am: 06 Februar 2010, 18:53:46 »

Ergänzend zu dem von Ufo im "hässlichsten Schiff" eingestellten Video hier noch eines, das die "Orca" beim Abarbeiten der Wellen zeigt:
http://www.youtube.com/wa...ndh1U&feature=related
(ab etwa sec. 30 bis 40 gibts einen Zoom ... bitte beachten, wie wenig Spritzwasser sie macht)

Zum Vergleich hab ich einen ähnlichen (eher noch etwas geringeren) Seegang gesucht und als Unspektakulärstes dies hier gefunden:
http://video.google.at/vi...=de&client=firefox-a#


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« Antwort #5 am: 06 Februar 2010, 19:13:48 »

...es geht auch spektakulärer:
http://www.youtube.com/wa...oL4Ro&feature=related

Hier nochmal Ufo's Link:
http://www.youtube.com/watch?v=Mqcpe5au_7M
wo man gut vergleichen kann, wie verschieden sich die beiden Schlepper verhalten.
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« Antwort #6 am: 06 Februar 2010, 19:36:45 »

Das mit dem Überwasserrumpf habe ich ja verstanden, warum er in schwerer See bessere Eigenschaften hat.
Nur bei ruhiger See ist ja ausschließlich die Unterwasserform ausschlaggebend und da sollen die X-Bow´s ja auch viele Vorteile gegenüber der herkömmlichen Rumpfform haben.
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« Antwort #7 am: 06 Februar 2010, 20:44:18 »

Zur Unterwasser-Form habe ich bislang noch wenig Aussagekräftiges gefunden, zB



oder



Was mir fehlt, ist ein halbwegs gut sichtbarer Schwenk am Hauptspant entlang, dann kann ich versuchen, das Ding zu rechnen...
Aus den wenigen Rissen kann ich mir schlecht ein Bild von der Völligkeit (mittig nahe bei 0.98 ?) machen:



Die Spantkoeffizienten nehmen nach achtern hin drastisch ab (letztes Viertel schätze ich mal auf 0.25 - 0.38) und sind im vordersten Viertel ungleich völliger (0.55 - 0.65 etwa).
Den Formschwerpunkt würde ich daher bei mindestens 10 % VOR CWL/2 sehen (vergleiche auch die "Pendelbewegung" in den Videos!).
Manche Fotos erwecken den Eindruck, als wäre die eigengenerierte Welle auch schon bei bei moderaten Fahrstufen und glatter See unverhältnismäßig stark ausgeprägt:



Das liegt sicher am Verhältnis B/L von -geschätzt- 1/ 4.25, und hier gibt es auch keine Teil-Löschung durch Wulstbug oder Schulter.
Ich glaube nicht so ganz, dass bei glatter See das Leistungs-Geschwindigkeits-Verhältnis besser ist als bei herkömmlichen Formen... die Form ist optimiert für schweres Wetter, nicht für den Ententeich.
 Matrose gruesst
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #8 am: 07 Februar 2010, 00:08:40 »

Der "Axtbug" oder X-Bow ist interessant, obwohl ich keine Ahnung von dieser Technik habe. Man sieht so ein Design auch schon bei den America's Cup Booten Alinghi 5 und BMW Oracle.

http://gcaptain.com/marit...edesigned-for-modern-use/
http://www.nzz.ch/nachric...tech-duell_1.4846913.html

http://www.yachtblick.de/motoryacht/x-bow-axtbug/ 
« Letzte Änderung: 07 Februar 2010, 17:09:06 von Ulrich Rudofsky » Gespeichert

Ulrich Rudofsky
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« Antwort #9 am: 11 Februar 2010, 21:10:55 »

Durch Zufall habe ich gerade eine Doku über Schiffe auf N24 gesehen.
Da wurde auch über die X-Bow´s berichtet. Genau kann ich nicht alles wiedergeben, weshalb sie bei schlechtem Wetter ruhiger in der See fahren, aber in Kurzform nur soviel: Durch die Rumpfform wird bei Seegang der Auftrieb im Vorschiff weniger schnell aufgebaut und deshalb liegen sie ruhiger im Wasser...
Die Doku hieß: Katastrophen und Konstrukte: Schiffe

Heute Abend, am Freitag 17:00Uhr kommt die Doku noch einmal auf N24. Sehr sehenswert. Über die X-Bow´s das kommt in der letzten viertel Stunde
Ich denke sie wird auch noch öfters ausgestrahlt werden.
« Letzte Änderung: 12 Februar 2010, 08:14:50 von Schappi1976 » Gespeichert

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Antoine de Saint-Exupéry
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