Servus DIRK!
Natürlich hast du vollkommen recht - die Leistung von Dieselmotoren wird durch die eingespritzte Brennstoffmenge
geregelt, was bei Schiffsmotoren auch mit einer Änderung der Drehzahl einhergeht. Ich wollte mit meinem Éinwurf auch nur darauf hinweisen, dass die erforderliche Brennstoffmenge für eine bestimmte Motorenleistung aber auch vom Spüldruck abhängig ist, wenn auch in relativ engen Grenzen.
Klar ist auch, dass durch die Verbrennung einer größeren Brennstoffmenge eine höhere Leistung entsteht, wenngleich auch durch die unsauberere Verbrennung mit einem geringeren Wirkungsgrad. Übringens wurde damals generell von Dieselmotoren verlangt, für 30 min. mit 10 % Überlast gefahren werden zu können (beim M9Z43/58 waren´s 8,4 %)
die ads hatte, im verhältnis zur deutschland , ca 112% maschinenleistung.
dort wären zumindest 12% mehr verbrauch erklärbar. mit reibungsverlusten evtl sogar etwas mehr
Das sehe ich (noch) nicht so, denn dass ADMIRAL GRAF SPEE eine höhere Maschinenleistung hätte als DEUTSCHLAND, steht für mich ohne Einsicht in die Protokolle der Meilen- bzw. Brennstoffmessfahrten noch lange nicht fest. Bekannt ist ja nur, dass die beiden Schiffe irgendwann einmal 28,0 bzw. 28,5 kn erreicht haben - bei unbekannter Verdrängung, mit unbekannter Maschinenbelastung, bei unbekannten Wetterbedingungen, usw. - und DEUTSCHLAND dafür 48.390 WPS oder ungefähr 50.325 PSe aufwenden musste, was wiederum nur etwa 2.075 PSe unter der maximalen Dauerleistung lag.
Ohne weitere Daten könnte man also ganz frech behaupten, DEUTSCHLAND sei ihre 28 kn als Dauerleistung bei Einsatzverdrängung von 14.500 t, 3 Beaufort Wind und (widerstandserhöhendem) flachem Wasser gelaufen, ADMIRAL GRAF SPEE ihre 28,5 kn als Höchstleistung für 30 min. bei 12,500 t Konstruktionsverdrängung, 4 Beaufort Wind und (widerstandsgünstigem) tiefem Wasser! Liest sich dann gleich ein bissl anders als die nackten Zahlen!
Daher kann ich vorerst nur nach den vorliegenden Brennstoffverbrauchskurven gehen, die auf Prüfstandsergebnissen beruhen und im Bordbetrieb (auf welchem Schiff?) nur Toleranzen bis maximal 1,3 % aufgewiesen haben sollen. Und jetzt "wurmt" mich natürlich die Diskrepanz zwischen meiner darauf beruhenden Rechnung und den wenigen bekannten Verbrauchsdaten der ADMIRAL GRAF SPEE.
Dennoch, deine Idee hat was ... aber was wir brauchen, sind wohl mehr Daten - sonst kommen wir hier, glaube ich, nicht wirkich weiter!